Bayerischer Denkmalpflegepreis 2026 verliehen
Sechs bayerische Baudenkmäler und ihre Bauherrschaften wurden am Donnerstagabend, 17. September 2026, mit dem Bayerischen Denkmalpflegepreis 2026 ausgezeichnet. Zu den prämierten Bauwerken gehören eine Schlossbrücke, historische Personenaufzüge und ein internationales Mahnmal. Den Preis überreichte Prof. Dr. Norbert Gebbeken, Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, gemeinsam mit dem Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Dr. Florian Herrmann.
Sieger bei den öffentlichen Bauwerken sind die Bronzeplastik Internationales Mahnmal der KZ-Gedenkstätte Dachau (Gold), die Shedhalle des Städtischen Berufsschulzentrums für das Bau- und Kunsthandwerk in München (Silber) und die Pfarrkirche Zwölf Apostel in Augsburg (Bronze). Bei den privaten Denkmälern wurden die Brücke des Schlosses Greifenberg (Gold), die Restaurierung und Wiederinbetriebnahme zweier historischer Personenaufzüge in München (Silber) und das Hudlerhaus in Moosburg (Bronze) ausgezeichnet. Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau vergibt den Preis zum inzwischen zehnten Mal gemeinsam mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. 59 Bauwerke aus ganz Bayern wurden der Jury zur Prüfung vorgelegt. In den beiden Kategorien öffentliche und private Bauwerke wurde je einmal Gold, Silber und Bronze vergeben. Für die Gewinner der Kategorie „Private Bauwerke“ stellt die Bayerische Ingenieurekammer-Bau zusätzlich zur Auszeichnung ein Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro bereit. Ein besonderes Augenmerk bei der Vergabe des Preises gilt den herausragenden Leistungen der beteiligten Ingenieurbüros, die maßgeblich zum Erfolg der Instandsetzungen beigetragen haben.
„So einmalig wie jedes Baudenkmal ist, so einzigartig und behutsam ist auch die Herangehensweise bei der Modernisierung und beim Erhalt. Hierfür gibt es keine Standardlösungen, sondern nur individuell auf das jeweilige Baudenkmal angepasste Lösungen. Und das macht den Reiz dieser Ingenieurbaukunst aus. Es ist mir auch dieses Jahr eine große Freude und ein besonderes Anliegen, mit dem Bayerischen Denkmalpflegepreis das erfolgreiche Zusammenspiel der beiden Disziplinen Ingenieurbaukunst und Denkmalpflege sowie die erfolgreichen fachdisziplinübergreifenden Teamarbeiten zu würdigen und mit dem Preis den Blick von Öffentlichkeit und Fachwelt auf die herausragenden Ingenieurleistungen zu lenken”, sagt Prof. Dr. Norbert Gebbeken, der Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau.
„Der Bayerische Denkmalpflegepreis würdigt nicht nur hervorragende bauliche Ergebnisse, sondern vor allem die Menschen, die mit Leidenschaft, Fachwissen und Ausdauer Verantwortung für unser bauliches Erbe übernehmen. Die ausgezeichneten Projekte stehen beispielhaft für eine Baukultur, die den Wert des Bestandes erkennt und ihn mit hoher fachlicher Qualität weiterträgt. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die mit ihrem Engagement zum Gelingen dieser Projekte beitragen. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag dazu, dass Bayerns vielfältige Denkmallandschaft auch für kommende Generationen erlebbar bleibt”, ergänzt Prof. Dipl.-Ing. Architekt Mathias Pfeil, Generalkonservator des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege.
Die Gewinner im Überblick:
Kategorie Öffentliche Bauwerke
- Gold: Bronzeplastik Internationales Mahnmal der KZ-Gedenkstätte Dachau, Oberbayern
- Silber: Shedhalle des Städtischen Berufsschulzentrums für das Bau- und Kunsthandwerk München, Oberbayern
- Bronze: Pfarrkirche Zwölf Apostel, Augsburg, Schwaben
Kategorie Private Bauwerke
- Gold: Sanierung und Instandsetzung der Brücke von Schloss Greifenberg, Oberbayern
- Silber: Restaurierung und Wiederinbetriebnahme zweier historischer Personenaufzüge, München, Oberbayern
- Bronze: Hudlerhaus in Moosburg, Oberbayern
Bericht: Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege (BLfD)
Bildnachweise siehe Bildunterschriften














