Als starkes Beispiel für gelebten Zusammenhalt hat Bayerns Ernährungsministerin Michaela Kaniber die Arbeit der bayerischen Tafeln gewürdigt. Beim Festakt zum zehnjährigen Bestehen des Landesverbands Tafel Bayern in Reichertshofen dankte sie insbesondere den rund 14.000 Ehrenamtlichen, die sich in den 173 im Landesverband organisierten Tafeln engagieren. Sie unterstützen weit über 165.000 Menschen und retten jährlich rund 40.000 Tonnen Lebensmittel.
„Die Tafeln sind für mich weit mehr als eine Organisation. Sie sind ein Stück bayerische Seele. Hier fragen Menschen nicht zuerst danach, was Staat und Gesellschaft für sie tun können, sondern sie übernehmen selbst Verantwortung für andere. Genau diese Haltung macht unser Land menschlich und unsere Heimat wärmer“, sagte Kaniber. Der Landesverband Tafel Bayern wurde 2016 von 49 Tafelorganisationen gegründet. Heute gehören ihm 173 Mitgliedsorganisationen im gesamten Freistaat an. Für Kaniber zeigt diese Entwicklung, wie aus vielen lokalen Initiativen eine starke gemeinsame Kraft geworden ist. Die Tafeln unterstützen bedürftige Menschen, retten wertvolle Lebensmittel und stärken zugleich den gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Was die vielen Ehrenamtlichen Tag für Tag leisten, kann man nicht verordnen. Sie organisieren, sortieren, fahren, packen an und haben zugleich ein offenes Ohr für die Menschen. Ohne dieses Engagement wäre Bayern ein Stück kälter“, so die Ministerin.
Auch der Freistaat unterstützt diese Arbeit seit Jahren finanziell. Seit 2025 stehen dem Landesverband jährlich 540.000 Euro für seine Geschäftsstelle zur Verfügung. Auch für 2027 sind hierfür erneut 540.000 Euro vorgesehen. Darüber hinaus unterstützt der Freistaat unter anderem Schulungen und notwendige Investitionen. Ein wichtiger Schritt war die Eröffnung des Zentrallagers in Nürnberg im Jahr 2024, über das größere Lebensmittelspenden zentral angenommen und bedarfsgerecht verteilt werden können. Kaniber: „Ehrenamt braucht Menschen, die anpacken – aber es braucht auch Strukturen, die dieses Engagement möglich machen. Deshalb steht der Freistaat verlässlich an der Seite der Tafeln. Wer jeden Tag für andere da ist, soll wissen: Bayern sieht diese Leistung, Bayern schätzt sie und Bayern unterstützt sie.“
Zugleich leisten die Tafeln einen wichtigen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung. Für Kaniber geht es dabei um mehr als um Abfallvermeidung: „Lebensmittel wegzuwerfen, ist auch eine Frage des Respekts – vor den Lebensmitteln selbst und vor unseren Bäuerinnen und Bauern, die sie mit viel Arbeit, Können und Verantwortung erzeugen. Wer Lebensmittel rettet, zeigt Wertschätzung für diese Leistung.“ Der Freistaat engagiert sich deshalb unter anderem mit dem Bündnis „Wir retten Lebensmittel!“ und der Initiative „Teller statt Tonne“. „Zehn Jahre Landesverband Tafel Bayern stehen für zehn Jahre Hinschauen und Anpacken. Die Tafeln helfen Menschen, retten Lebensmittel und halten unsere Gesellschaft zusammen. Dafür gebührt allen Haupt- und Ehrenamtlichen unser tief empfundener Dank“, sagte Kaniber.
Bericht: Bayerisches Landwirtschaftsministerium / Fotos: Judith Schmidhuber/StMELF / hö (Tafel bei der Caritas in Prien a. Chiemsee)



