Denksport zum Kennenlernen: Drei Spielwelten treffen sich in Rosenheim – Was haben ein Kartenspiel, 32 Schachfiguren und aufwendig gestaltete Miniaturen gemeinsam? Sie verlangen Konzentration, strategische Entscheidungen und die Auseinandersetzung mit einem Gegenüber. Beim ersten Rosenheimer Mind-Sport-Tag können Besucher ab 14 Jahren Bridge, Schach und Tabletop an einem Ort kennenlernen und selbst ausprobieren.
Rosenheim – Am Anfang steht nicht die Frage, welches Spiel man bereits beherrscht, sondern welches man kennenlernen möchte. Am Samstag, 26. September, bringen drei Vereine ihre ganz unterschiedlichen Formen des Denksports in Rosenheim an einen Ti sch. Der Bridge-Club Rosenheim, der Schachklub Mangfalltal und der Rosenheimer Tabletop Club laden von 11 bis 18 Uhr dazu ein, Karten, Brett und Miniaturen nicht nur aus der Distanz zu betrachten, sondern sich mit den jeweiligen Spielideen vertraut zu machen.
Gerade Menschen, die bisher kaum Berührung mit einer der drei Disziplinen hatten, sollen damit einen unkomplizierten Zugang bekommen. Angesprochen sind Besucher ab 14 Jahren, die eine neue Freizeitbeschäftigung suchen, ein früheres Interesse wieder aufnehmen wollen oder bereits Spielerfahrung besitzen. Der Vorteil des gemeinsamen Tages: Niemand muss sich vorher auf Bridge, Schach oder Tabletop festlegen. Die Angebote lassen sich unmittelbar nebeneinander erleben und vergleichen. Dabei führen drei sehr unterschiedliche Wege zum strategischen Spiel. Beim Bridge bilden jeweils zwei Spieler ein Team und treten gegen ein anderes Paar an. Neben taktischen Überlegungen sind Zusammenarbeit und das schnelle Er fassen einer Spielsituation gefragt. Erfahrene Bridgespieler erläutern vor Ort die Grundlagen und beantworten Fragen.
Beim Schach reicht das Spektrum ebenfalls vom ersten Kennenlernen bis zum erfahrenen Spieler. Wer die Regeln erst lernen möchte, ist ebenso angesprochen wie jemand, der nach Jahren wieder ans Schachbrett zurückkehren will. Der Schachklub versteht das Spiel dabei auch als Freizeitbeschäftigung, die Menschen verschiedener Generationen zusammenbringen kann. Noch einmal anders nähert sich Tabletop dem strategischen Denken. Hier bewegen die Spieler Miniaturen über Spielflächen mit Gelände und Hindernissen und versuchen, ihre jeweiligen Spielziele taktisch zu erreichen. Zugleich hat das Hobby eine kreative Seite: Die Gestaltung der Figuren und der Spielwelten gehört ebenso dazu wie die eigentliche Partie.
Damit geht es an diesem Tag nicht allein darum, Regeln und Spielabläufe zu erklären. Die Besucher sollen unmittelbar erleben k önnen, was die jeweilige Disziplin ausmacht und welche davon den eigenen Interessen entspricht. Das gemeinsame Spielen und der Austausch mit anderen stehen entsprechend im Mittelpunkt. Die Veranstalter haben ihren Tag deshalb unter das Motto „Gemeinsam am Tisch – vereint im Spiel“ gestellt.
Unterstützt wird die Initiative von Rosenheims Altoberbürgermeisterin Gabriele Bauer als Schirmherrin. In ihrem Grußwort stellt sie vor allem die unterschiedlichen geistigen Anforderungen der drei Disziplinen heraus. Nach ihrer Darstellung könne Schach Konzentration und schulische Leistungen unterstützen, Bridge trainiere das Gedächtnis, während Tabletop strategischen Wettbewerb mit kreativen Elementen verbinde. Zugleich hebt Bauer die soziale Seite des gemeinsamen Spielens hervor: Es ermögliche Begegnungen und fördere den Teamgeist.
So entsteht aus drei auf den ersten Blick sehr verschiedenen Freizeitbeschäftigungen ein gemeinsamer Veranstaltungstag. Wer no ch nicht weiß, ob Karten, Schachfiguren oder Miniaturen das Richtige sind, kann genau das ausprobieren. Und wer bereits spielt, bekommt Gelegenheit, seine Leidenschaft mit anderen zu teilen. Der erste Rosenheimer Mind-Sport-Tag findet am Samstag, 26. September 2026, von 11 bis 18 Uhr beim Rosenheimer Tabletop Club, Georg-Aicher-Straße 4 in Rosenheim, statt. Der Eingang befindet sich auf der Rückseite des Media Markts und ist barrierefrei erreichbar.
Foto: RTC Rosenheimer Tabletop Club – Karten, Schachfiguren und Miniaturen stehen für drei unterschiedliche Formen des Denksports: Max Schamberger vom Rosenheimer Tabletop Club, Ayla Durukan vom Bridge-Club Rosenheim und Béla Arnoczky vom Schachklub Mangfalltal (von links) laden zum ersten Rosenheimer Mind-Sport-Tag ein.


