Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, gibt es in Bayern zum 1. März 2026 insgesamt 10 541 Kindertageseinrichtungen, in denen 652 861 Kinder betreut werden. Ein Jahr zuvor waren es 658 326 Kinder. Zum Stichtag liegt die Zahl der Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen bei 155 086 Personen. Hiervon sind 128 521 im pädagogischen Bereich1 tätig.
Zum 1. März 2026 werden außerdem 10 804 Kinder in öffentlich geförderter Tagespflege betreut, was im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang um 9,4 Prozent entspricht.
Die Betreuungsquote der unter Dreijährigen sinkt von 33,8 Prozent zum 1. März 2025 auf 33,3 Prozent, die der Drei- bis unter Sechsjährigen steigt leicht auf 94,9 Prozent.
Schweinfurt. Zum 1. März 2026 gibt es in Bayern laut Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik 10 541 Kindertageseinrichtungen. Das sind 30 Einrichtungen mehr als im März 2025. In diesen Einrichtungen stehen 772 325 Betreuungsplätze zur Verfügung, was im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 1,0 Prozent bzw. 8 025 Plätzen entspricht. Die Zahl der betreuten Kinder in Kindertageseinrichtungen ist um 0,8 Prozent von 658 326 im März 2025 auf jetzt 652 861 gesunken. Damit ist die Zahl der betreuten Kinder erstmals rückläufig. Die Zahl der Kinder liegt zwar weiterhin auf einem hohen Niveau, der Zuwachs an Kindern war aber in den letzten Jahren stetig abgeflacht von zuletzt 3,2 Prozent in 2022 über 2,6 Prozent in 2023 und 1,4 Prozent in 2024 auf 0,6 Prozent in 2025.
Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik – Foto: Martin Jungbauer (Luftbild Johanniter-Einrichtung Wildenwart)
KiTa-Personal vermehrt in Teilzeit tätig
Zum 1. März 2026 sind in Bayern insgesamt 155 086 Personen in Kindertageseinrichtungen tätig, davon 128 521 im pädagogischen Bereich, also in der direkten Betreuung der Kinder. Die Zahl der Vollzeitäquivalente2 im pädagogischen Bereich liegt bei 94 717. Im Zeitverlauf wird deutlich, dass die Zahl der tätigen Personen in den letzten Jahren stärker angestiegen ist, als die Zahl der Vollzeitäquivalente. In den letzten zehn Jahren ist die Kopfzahl des Personals im pädagogischen Bereich um rund 48,6 Prozent gestiegen, während die Anzahl der Vollzeitäquivalente mit 43,6 Prozent weniger stark zugenommen hat. Das ist ein Hinweis darauf, dass Teilzeitbeschäftigung bei pädagogischem Personal in Kindertageseinrichtungen an Bedeutung gewonnen hat.
Zahl der Kinder in öffentlich geförderter Kindertagespflege sinkt erneut
Eine gesetzlich gleichrangige Alternative zur Betreuung in einer Kindertageseinrichtung ist die öffentlich geförderte Kindertagespflege. Hier findet die Betreuung von bis zu fünf Kindern durch eine Tagesmutter oder einen Tagesvater meist im Haushalt der Betreuungsperson statt. Bei öffentlich geförderter Kindertagespflege finanziert das zuständige Jugendamt die Betreuung und prüft regelmäßig die Eignung der Pflegeperson. Betreut werden können Kinder bis 14 Jahre, überwiegend wird diese Art der Betreuung jedoch für Kinder unter drei Jahren genutzt. In der öffentlich geförderten Kindertagespflege zählt das Bayerische Landesamt für Statistik zum 1. März 2026 insgesamt 10 804 Kinder, die von 2 712 Tagespflegerinnen und Tagespflegern betreut werden. Die Zahl der Kinder sinkt gegenüber dem Vorjahr erneut um 9,4 Prozent, die der Betreuerinnen und Betreuer nimmt um 6,8 Prozent ab.
Betreuungsquote der unter Dreijährigen regional unterschiedlich
Insgesamt sind am 1. März 2026 in Bayern 663 367 Kinder in Kindertagesbetreuung. Kinder, die sowohl in einer Kindertageseinrichtung als auch in der öffentlich geförderten Kindertagespflege betreut werden, werden hierbei nur einmal gezählt. Gegenüber 2025 entspricht das einem Rückgang um 1,0 Prozent.
Die Betreuungsquote3, also die Anzahl der Kinder in Kindertagesbetreuung je 100 Kinder gleichen Altersgruppe, liegt für Kinder unter drei Jahren bayernweit bei 33,3 Prozent. Die Betreuungsquote von Kindern im Alter von drei bis unter sechs Jahren beträgt 94,9 Prozent. Im Vorjahr lagen die Quoten bei 33,8 bzw. 94,8 Prozent.
Von allen bayerischen Regierungsbezirken weisen Oberfranken (41,3 Prozent) und Unterfranken (41,0 Prozent) die höchsten und Niederbayern (26,6 Prozent) und Schwaben (26,8 Prozent) die niedrigsten Betreuungsquoten für unter Dreijährige auf. Im Mittelfeld liegen die Oberpfalz (30,9 Prozent), Oberbayern (33,9 Prozent) und Mittelfranken (35,9 Prozent).
Die bayerischen Kreise und kreisfreien Städte mit den höchsten Betreuungsquoten in dieser Altersgruppe sind der Landkreis Coburg (48,1 Prozent), gefolgt von der kreisfreien Stadt Coburg (47,0 Prozent) und dem Landkreis Würzburg (46,6 Prozent). Die niedrigsten Betreuungsquoten bei den unter Dreijährigen gibt es bayernweit im Berchtesgadener Land (19,5 Prozent), dem Landkreis Ostallgäu (21,0 Prozent) und der Stadt Kaufbeuren (21,3 Prozent).
Hinweise:
1Im ersten oder zweiten Arbeitsbereich.
2Vollzeitäquivalente beschreiben den Anteil des Beschäftigungsumfangs von Teilzeitkräften an einer Vollzeitstelle (Eine Vollzeitstelle entspricht 39 Wochenstunden, z. B. bilden zwei 50%-Teilzeitbeschäftigte ein Vollzeitäquivalent). Dadurch wird das tatsächlich aufgebrachte Arbeitsvolumen deutlich.
3 Die Betreuungsquote bildet die Zahl der Kinder in Kindertagespflege (die nicht zusätzlich eine Kindertageseinrichtung oder eine Ganztagsschule besuchen) und in Kindertageseinrichtungen je 100 Kinder der gleichen Altersgruppe ab. Für die Berechnung der Betreuungsquoten werden die Bevölkerungszahlen auf Basis der Fortschreibung des Zensus 2022 herangezogen.


