Tourismus

Waging: Camping in Bayern boomt

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Camping liegt in Bayern weiter voll im Trend. Im vergangenen Jahr verbuchten die bayerischen Campingplätze rund 2,9 Mio. Ankünfte und 8,6 Mio. Übernachtungen. Beide Werte lagen 3,3 Prozent über dem Vorjahr.  Wie vielfältig und modern Campingurlaub heute sein kann, hat sich Tourismusministerin Michaela Kaniber bei einem Besuch des Strandcampingplatzes Waging am See angesehen.

„Camping trifft einen Nerv unserer Zeit: Die Menschen wollen raus, Natur erleben, gemeinsam etwas unternehmen und dabei nicht auf Qualität verzichten. Genau dafür bietet Bayern beste Voraussetzungen. Unsere Campingplätze verbinden traumhafte Landschaften mit engagierten Gastgebern und immer vielfältigeren Angeboten. Dass die Übernachtungszahlen weiter steigen, zeigt: Dieses Gesamtpaket kommt bei unseren Gästen an“, sagte Kaniber.

Der Strandcampingplatz Waging am See zeigt beispielhaft, wie breit sich die Branche inzwischen aufstellt. Neben klassischen Stellplätzen für Wohnmobile bietet der Betrieb Ferienwohnungen, Wood Lodges und Schlaffässer. Dazu kommen zahlreiche Freizeitmöglichkeiten für die ganze Familie – von Beachvolleyball und Fußballgolf über Badespaß bis zum Segeln auf dem Waginger See. „Vom klassischen Camping bis zum komfortablen Glamping:  Hier finden ganz unterschiedliche Gäste ihren Urlaub nach Maß. Genau diese Vielfalt macht modernes Camping aus“, so Kaniber.

Camping erweist sich seit Jahren als eine der am schnellsten wachsenden Tourismusbranchen Bayerns. Mit 532 Campingplätzen verfügt der Freistaat über ein besonders dichtes und vielfältiges Angebot. 2025 entfielen 7,2 Prozent aller touristischen Ankünfte und 8,4 Prozent aller Übernachtungen in Bayern auf Campingplätze. Dabei profitieren nicht nur die Plätze selbst von der steigenden Nachfrage. Campinggäste besuchen Gaststätten und Hofläden, nutzen Freizeitangebote und kaufen vor Ort ein. So entsteht zusätzliche Wertschöpfung gerade in ländlichen Räumen. „Camping schafft Wertschöpfung dort, wo Bayern besonders schön ist: in unseren ländlichen Räumen. Davon profitieren Campingplätze genauso wie Wirtshäuser, Hofläden, Freizeitanbieter und viele weitere Betriebe in der Region. Gerade auch für landwirtschaftliche Betriebe können touristische Angebote ein wertvolles zusätzliches Standbein sein. So wird aus Urlaub in der Natur Wertschöpfung vor Ort“, hob Kaniber hervor.

Eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung der Branche spielt der Landesverband der bayerischen Campingwirtschaft. Ministerin Kaniber würdigte insbesondere das Engagement der Vorsitzenden Simone Strauß und ihres Vorgängers Georg Spätling. Der Verband unterstützt seine Mitgliedsbetriebe unter anderem bei Zukunftsthemen wie digitalen Buchungsmöglichkeiten und Angeboten für Elektromobilität. Zum Abschluss ihres Besuchs dankte die Ministerin den Beschäftigten und Verantwortlichen des Campingplatzes: „Eine schöne Landschaft allein macht noch keinen gelungenen Urlaub. Entscheidend sind die Menschen, die ihre Gäste herzlich empfangen, ihre Betriebe mit Ideen weiterentwickeln und jeden Tag für Qualität sorgen. Ihnen gilt mein großer Dank. Sie machen aus einem Stellplatz ein Urlaubserlebnis und aus Gästen im besten Fall Stammgäste.“

Wer seinen nächsten Campingurlaub in Bayern plant, findet über das Buchungsportal des Landesverbandes für Camping in Bayern passende Angebote unter: https://camping-bayern.info/campingplätze.

Bericht: Bayerisches Landwirtschafts- und Tourismusministerium / Judith Schmidhuber – Foto zeigt Bayerns Tourismusministerin Michaela Kaniber gemeinsam mit Wagings Bürgermeister Martin Dandl (links) sowie dem Geschäftsführer des Strandcampings Waging am See, Andreas Barmbichler.


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich geschützt!