Im Alter von 93 Jahren verstarb auf seinem Bauernhof in Pfifferloh bei Wildenwart der Asen-Austragsbauer Ulrich Fischer. Bei der Trauerfeier in der voll besetzten Pfarrkiche “Christkönig” in Wildenwart wurde an den bäuerlichen Fleiß, an den Familiensinn des 12-fachen Großvaters und 12-fachen Urgroßvater ebenso erinnert wie an sein ehrenamtliches Wirken für die Ortsvereine und für die Ortskirche. Den Trauergottesdienst gestalteten Pater Livio vom Pfarrverband Westliches Chiemseeufer und der Wildenwarter Kirchenchor. Enkel Franz dankte in einem Nachruf namens der großen Familie für das Viele, das Ulrich Fischer für die Seinigen getan hat.
Hervorgehoben wurde Ulrich Fischers bäuerlicher Fleiß, sein Hof in Pfifferloh war für ihn stets Mittelpunkt seines Wirkens, den er mit großer Hingabe und Verantwortungsbewusstsein führte. Ebenso wurde sein ausgeprägter Familiensinn hervorgehoben: als Opa und Uropa war er ein verlässlicher Halt für eine große Familie, die ihm immer am Herzen lag. Aufgewachsen war Ulrich Fischer zusammen mit seiner Zwillingsschwester Irmgard mit sechs weiteren Geschwistern auf dem Asenhof, seine Schulzeit absolvierte zum Teil im Zweiten Weltkrieg in Wildenwart. Nachdem 1958 sein Vater nach zweijähriger schwerer Krankheit verstarb, musste der 26jährige bereits den Hof übernehmen. 1962 heiratete er seine Frau Sieglinde, vier Kinder erfüllten diese Ehe zudem. Trotz schwerer Krankheit Anfang 1963 und einem Arbeitsunfall 1971 konnte er den Hof mit seiner Familie gut weiterbewirtschaften. Nach der Hofübergabe an seinen Sohn Uli waren ihm mit seiner Frau Sieglinde und mit Freunden noch viele und schöne Reisen gegönnt. Die letzte Zeit seines Daseins auf dem Asenhof wurde er von seiner Frau, seiner Familie und vom Ökumenischen Sozialdienst Priental liebevoll betreut.
Neben seiner Arbeit auf dem Hof prägte Ulrich Fischer auch das gesellschaftliche Leben im Ort. Über viele Jahre engagierte er sich in den Ortsvereinen und brachte sich mit großem Pflichtbewusstsein in die Ortskirche ein. So dankte Pater Livio für jahrelangen und ehrenamtlichen Dienst in der Kirchenverwaltung, in dieser Zeit waren viele Projekte, insbesondere der Bau des neuen Pfarrheimes verwirklicht worden. Für den Trachtenverein „Die Lustigen Wildenwarter“ dankte Vorstand Helmut Freund für ganz 77 Jahre der Vereinszugehörigkeit und Vereinstreue. Bereits unmittelbar nach Kriegsende trat Ulrich Fischer dem GTEV Wildenwart bei und blieb diesem stets verbunden und treu. Dem letzten Fahnengruß vom Trachtenverein folgten weitere Fahnen-Ehrerbietungen der Freiwilligen Feuerwehr Wildenwart (dessen Fähnrich er einige Zeit war) und des Rauchclubs Wildenwart.
Sterbefoto: Ulrich Fischer, Pfifferloh – verstarb im Alter von 93 Jahren



