Brauchtum

Kräuterbuschen-Binden in Bramberg

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Von duftenden Kräutern zu kunstvoll gebundenen Kräuterbuschen

Am Freitag, den 07. August 2026, veranstalteten der Kulturverein TAURISKA und der Obst- und Gartenbauverein Bramberg in der Werkstatt von Klaus Hochwimmer und Christine Graber in Mühlbach einen besonderen Workshop zum Thema Kräuterbuschenbinden. In einem dreistündigen Kurs tauchten die Teilnehmer:innen intensiv in die Welt der Kräuter ein und erfuhren Wissenswertes über die historischen und gegenwärtigen Bräuche rund um den Kräuterbusch.

Unter der fachkundigen Anleitung von Susanne Mitterer, einer erfahrenen Kräuter- und Heilpflanzenmentorin, Naturzauberwerke, lernten die Teilnehmenden verschiedene Bindetechniken sowie die Bedeutung der Kräuter in christlichen und germanischen/heidnischen Traditionen, insbesondere im Zusammenhang mit Maria Himmelfahrt und der Kräuterweihe. Besonders hervorzuheben ist die Tradition des „Frauendreißigers“ – einem Zeitraum von 30 kraftvollen Tagen, in dem die Kräuter zwischen Maria Himmelfahrt und ca. dem 12. September gesammelt werden sollten. In diesen dreißig Tagen steckt die größte Heilskraft.

Der getrocknete und geweihte Kräuterbuschen wird zu Weihnachten in drei Teile geteilt: Ein Teil wird mit Salz vermischt und damit gefüttert, um die Tiere gesund zu halten. Ein weiterer Teil wird zum Räuchern verwendet, während der dritte Teil der Haus- und Hofapotheke dient.

Die eigene Kreativität konnte beim Zusammenstellen von Kräuterbuschen, auch aus den Gärten der Teilnehmer:innen, einschließlich solcher aus dem Gailtal, Kärnten, ausgelebt werden. Schließlich entstanden so rund 25 kunstvoll gebundene Kräuterbuschen.  Für das leibliche Wohl sorgte Christine mit selbstgebackenem Brot, Kräuteraufstrich, Apfelkuchen sowie Getränken wie Brennnessel- und Zirbensirup.

Bericht und Fotos: Verein Tauriska


Redaktion

Toni Hötzelsperger

Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich geschützt!