Das Bayerische Landesamt für Statistik teilt mit, dass die 11 410 im Juni 2026 geöffneten Beherbergungsbetriebe*) in Bayern knapp 4,1 Millionen Gäste und knapp 10,1 Millionen Übernachtungen melden. Damit liegt die Zahl der Gästeankünfte insgesamt 1,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, während die Zahl der Übernachtungen dieses um 1,3 Prozent unterschreitet. Bei den deutschen Gästen steht einem schwachen Zuwachs der Ankünfte um 0,6 Prozent ein Übernachtungsrückgang um 2,4 Prozent gegenüber.
Für Internationale Gäste können sowohl mehr Ankünfte (+3,2 Prozent) als auch mehr Übernachtungen (+3,9 Prozent) registriert werden.
Das gesamte erste Halbjahr 2026 beschert den Beherbergungsbetrieben*) rund 18,6 Millionen Gäste (+2,0 Prozent) und knapp 46,3 Millionen Übernachtungen (+0,5 Prozent).
Schweinfurt. Das Bayerische Landesamt für Statistik meldet nach den vorläufigen Ergebnissen der Monatserhebung im Tourismus die Zahlen für Juni 2026. Die 11 410 geöffneten Beherbergungsbetriebe*) im Freistaat dürfen knapp 4,1 Millionen Reisende willkommen heißen, die insgesamt knapp 10,1 Millionen Mal übernachten. Somit ergibt sich für die Gästeankünfte eine Zunahme um 1,1 Prozent und für die Übernachtungen eine Abnahme um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Bei Betrachtung der Gästeherkunft zeigen sich deutliche Unterschiede: während für internationale Gäste Zuwächse sowohl bei den Ankünften (+3,2 Prozent) als auch bei den Übernachtungen (+3,9 Prozent) verzeichnet werden, registrieren die Beherbergungsbetriebe lediglich 0,6 Prozent mehr Ankünfte und 2,4 Prozent weniger Übernachtungen bei Gästen aus Deutschland. Die Top-Herkunftsländer der Auslandsgäste im Juni 2026 sind die Vereinigten Staaten (Ankünfte: 121 095; Übernachtungen: 256 926), Österreich (Ankünfte: 100 565;
Übernachtungen: 185 881) und die Niederlande (Ankünfte: 95 987; Übernachtungen: 178 225).
Das gesamte erste Halbjahr 2026 bringt der bayerischen Tourismusbranche positive Ergebnisse. Die Zahl der Gästeankünfte steigt im Zeitraum Januar bis Juni um 2,0 Prozent auf rund 18,6 Millionen, die Übernachtungen zeigen mit knapp 46,3 Millionen ein leichtes Plus von 0,5 Prozent.
Stärkster Zuwachs für Erholungs-, Ferien- und Schulungsheime
Die Betriebe der Hotellerie dürfen sich im Juni 2026 über eine positive Entwicklung freuen: die Gästezahlen steigen um 3,4 Prozent und die Übernachtungszahlen um 1,6 Prozent im Vergleich zu Juni 2025. Dabei schließen Hotels garnis (Ankünfte: +7,0 Prozent; Übernachtungen: +3,6 Prozent) und Hotels (Ankünfte: +3,5 Prozent; Übernachtungen: +2,3 Prozent) den Juni mit einem Plus ab. Dem gegenüber stehen Gasthöfe (Ankünfte: -3,4 Prozent; Übernachtungen: -4,5 Prozent) und Pensionen (Ankünfte: -5,0 Prozent; Übernachtungen: -5,9 Prozent) mit einem negativen Ergebnis verglichen mit dem Vorjahresmonat.
Bei den anderen Betriebsarten verbuchen Erholungs-, Ferien- und Schulungsheime starke Zuwächse um 18,2 Prozent bei den Gästeankünften und um 10,0 Prozent bei den Übernachtungen. Auch Vorsorge- und Reha-Kliniken zeigen sowohl bei den Gästeankünften (+2,3 Prozent) als auch bei den Übernachtungen (+1,1 Prozent) ein Plus. Bei Jugendherbergen, Hostels und Hütten (Ankünfte: -4,2 Prozent; Übernachtungen: -3,1 Prozent) sowie Ferienzentren, -häusern,
-wohnungen, -zimmern und -dörfern (Ankünfte: -4,9 Prozent; Übernachtungen: -5,6 Prozent) werden rückläufige Zahlen registriert. Am stärksten fallen die Ankünfte- (-12,9 Prozent) und Übernachtungszahlen (-14,4 Prozent) bei Campingbetrieben.
Höchste Zuwächse unter den Regierungsbezirken in Oberbayern
Die Tourismusbetriebe in Oberbayern (Ankünfte: +4,6 Prozent; Übernachtungen: +1,5 Prozent) und Mittelfranken (Ankünfte: +3,5 Prozent; Übernachtungen: +1,1 Prozent) begrüßen mehr Gäste als im Vorjahresmonat und registrieren auch mehr Übernachtungen. Die Beherbergungsbetriebe in Nürnberg konnten einen zweistelligen Zuwachs von 11,0 Prozent bei den Gästezahlen und 12,3 Prozent bei den Übernachtungszahlen melden. Open-Air-Festivals und Konzerte zogen im Juni zahlreiche Besucher in die mittelfränkische Stadt.
In Unterfranken (Ankünfte: +2,9 Prozent; Übernachtungen: -1,5 Prozent) sind mehr Reisende zu Gast, übernachten jedoch weniger häufig als im Juni 2025. Alle anderen Regierungsbezirke, Schwaben (Ankünfte: -5,4 Prozent; Übernachtungen: -4,6 Prozent), Niederbayern (Ankünfte: -4,7 Prozent; Übernachtungen: -3,9 Prozent), die Oberpfalz (Ankünfte: -4,1 Prozent; Übernachtungen: -7,9 Prozent) sowie Oberfranken (Ankünfte: -2,4 Prozent; Übernachtungen: -4,9 Prozent), schließen den Monat Juni mit rückläufigen Zahlen sowohl bei den Ankünften als auch bei den Übernachtungen ab.
Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik – Archiv-Foto: Hötzelsperger (Gasthof Zur Post in Törwang auf dem Samerberg)
Hinweise:
*) Geöffnete Beherbergungsstätten mit zehn oder mehr Gästebetten, einschließlich geöffneter Campingplätze mit zehn oder mehr Stellplätzen.


