Gesundheit Tourismus

Barrierefrei von der Beratung bis hin zum Erlebnis

Veröffentlicht von Günther Freund

Austausch von Nationalpark, Ferienregion und VdK zu Angeboten in der Region

Sowohl „Indoor als auch outdoor“ wollen sich die Nationalparkverwaltung und die Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald als Destination präsentieren, in der barrierefreier Urlaub bestens möglich ist. Dies beginnt bei der Beratung in den Tourist-Informationen und endet bei der Wanderung im Gelände oder beim Besuch eines Nationalpark-Zentrums. Damit die bestehenden Angebote auch zum passenden Publikum finden, gab es nun ein Treffen in der Touristinfo Frauenau.

„Oftmals denken die Menschen bei einer Mittelgebirgsregion nicht daran, dass hier ein barrierefreier Urlaub möglich ist“, sagte Ursula Schuster, Leiterin des Nationalparks Bayerischer Wald. Dabei habe man im Schutzgebiet mittlerweile einiges zu bieten, angefangen bei den Besuchereinrichtungen, die von „Reisen für alle“ zertifiziert sind, bis hin zu fünf barrierearmen Wegen, die auch für Rollstuhlfahrer geeignet sind. „Wir wollen ein Nationalpark für alle sein, deshalb werden wir nicht müde, neue Angebote und unsere Infrastruktur entsprechend zu gestalten.“ Auch Führungen, die speziell auf Menschen mit Handicap abgestimmt sind, gebe es – wenn gewünscht auch im geländegängigen Elektro-Rollstuhl.

Barrierefrei von der Beratung bis hin zum Erlebnis: Ziehen beim Thema Barrierefreiheit an einem Strang: Kurt Joachimsthaler, Leiter der Touristinfo Frauenau, Helmut Plenk, Ursula Schuster, Robert Kürzinger und Nationalpark-Mitarbeiterin Kathrin Köck. (Foto: Annette Nigl / Nationalpark Bayerischer Wald)

Für dieses Engagement erntete die Nationalparkverwaltung von Robert Kürzinger, Geschäftsführer der Ferienregion, sowie Helmut Plenk, Geschäftsführer des VdK Arberland in Regen, ein großes Kompliment. „Das Angebot bei uns im Nationalpark ist hervorragend“, lobte Kürzinger und betonte, dass auch Urlaubsgäste immer wieder begeistert sind von der Infrastruktur, die hier für Menschen mit Behinderungen geschaffen worden ist. Auch die Ferienregion habe hierzu bereits einen wesentlichen Beitrag geleistet. „Viele unserer Tourist-Informationen sind als barrierefrei zertifiziert. So können wir dem Gast von der Beratung bis zum Erlebnis ein stimmiges Paket schnüren.“

Allerdings wäre es sinnvoll, den Bayerischen Wald nicht nur als Urlaubsregion bei Menschen mit Behinderung noch besser zu bewerben, sondern das Angebot auch der Bevölkerung nahezubringen. „Das Bewusstsein für barrierefreie Angebote muss weiter gestärkt werden“, so Plenk. Denn in seiner Funktion als VdK-Kreisgeschäftsführer erhalte er immer wieder Nachfragen von Einheimischen, was Menschen mit Behinderungen in der Region unternehmen und erleben können. „Wenn ich das Haus zur Wildnis oder das Hans-Eisenmann-Haus anschaue, weiß ich, dass ich jedes Familienmitglied mitnehmen kann – von der Oma bis hin zum Kleinkind.“ Diese Infos müssen ganz nach dem Motto „Tue Gutes und rede darüber“ unter die Menschen.

Um hier Abhilfe zu schaffen, wollen Schuster, Plenk und Kürzinger an einem Strang ziehen und gezielt Informationsveranstaltungen für Leiterinnen und Leiter von Senioren‑ und Behinderteneinrichtungen in den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen veranstalten. „Dabei können wir nicht nur das barrierefreie Angebot vorstellen, sondern auch konkret Ansprechpartner vermitteln und Hilfestellungen bei der Planung eines Besuchs geben“, so Ursula Schuster. „Wenn sich alle Beteiligten gut vernetzen, dann sind wir hier auf einem sehr guten Weg.“

Infos zum Thema Barrierefreiheit gibt es auf den Internetseiten von Nationalpark (https://link2.bayern/c2v7) und Ferienregion (https://link2.bayern/5d46).


Redaktion

Günther Freund

1944 in Bad Reichenhall geboren, Abitur in Bad Reichenhall, nach dem Studium der Geodäsie in München 3 Jahre Referendarzeit in der Vermessungs- und Flurbereinigungsverwaltung mit Staatsexamen, 12 Jahre Amtsleiterstellverteter am Vermessungsamt Freyung, 3 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Zwiesel und 23 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Freyung (nach Verwaltungsreform mit Vermessungsamt Zwiesel als Aussenstelle). Seit 2009 im Ruhestand, seitdem in Prien am Chiemsee wohnhaft.

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