Wirtschaft

Burghausens Zukunftsprojekte

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Wie gelingt die Transformation eines der bedeutendsten Industriestandorte Bayerns? Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich eine Fachexkursion der Regierung von Oberbayern, die am Donnerstag nach Burghausen führte. Rund 40 Vertreterinnen und Vertreter der Höheren Landesplanungsbehörde sowie der Stabsstelle Energiewende informierten sich vor Ort über die Entwicklung des Chemiedreiecks, den Ausbau der Energieinfrastruktur und zentrale Projekte der Stadtentwicklung.

Zum Auftakt begrüßte Erster Bürgermeister Florian Schneider die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Helmbrechtsaal: „Burghausen gehört zu den Standorten, an denen die Energiewende und die Transformation der Industrie ganz konkret sichtbar werden. Die anstehenden Veränderungen betreffen Wirtschaft, Energieversorgung, Infrastruktur und Stadtentwicklung gleichermaßen. Umso wichtiger ist der enge Austausch zwischen Kommunen, Behörden, Unternehmen und allen beteiligten Akteuren. Ich freue mich sehr, dass die Regierung von Oberbayern Burghausen als Ziel ihrer Fachexkursion gewählt hat und wir unsere Projekte und Zukunftsperspektiven vorstellen konnten.“

Im ersten fachlichen Teil der Veranstaltung gab Dr. Christian Hackl, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Burghausen GmbH, einen Überblick über die Transformation des Chemiedeltas. Anschließend wurden aktuelle Planungen zum Ausbau der Energieinfrastruktur vorgestellt. Themen waren unter anderem die 380-kV-Leitung und das Umspannwerk von TenneT, die Windenergieplanung sowie ein geplantes wasserstofffähiges Gaskraftwerk. Die Vorträge boten den Teilnehmern Gelegenheit zum fachlichen Austausch über die Herausforderungen und Chancen der Energiewende für den Wirtschaftsstandort Burghausen.

Im zweiten Teil präsentierten Vertreter der Stadt Burghausen wichtige kommunale Zukunftsprojekte. Vorgestellt wurden die Planungen zur Ortsumfahrung, aktuelle Entwicklungen in der Neustadt, Maßnahmen zur Klimaanpassung im Sinne der Schwammstadt sowie der Stand der kommunalen Wärmeversorgung. Im Mittelpunkt standen dabei die Auswirkungen der Transformation auf die Stadtentwicklung und die kommunale Daseinsvorsorge.

Neben den Zukunftsthemen stand auch die Geschichte Burghausens auf dem Programm: Bei einer Führung durch die weltlängste Burg konnten die Teilnehmer das Wahrzeichen der Stadt aus nächster Nähe erleben. Anschließend ging es gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Burghausen GmbH auf eine Rundfahrt durch das Industriegebiet. Stationen waren unter anderem das OMV- und Wacker-Gelände, das Güterterminal, der Bannwald sowie das Kombiterminal. Vor Ort erhielten die Teilnehmer weitere Einblicke in die Entwicklung des Industriestandorts und die aktuellen Planungen im Bereich der Energieinfrastruktur.

Mit der Fachexkursion unterstrich die Regierung von Oberbayern die Bedeutung Burghausens als zentralen Wirtschafts- und Energiestandort in Südbayern. Der intensive Austausch zwischen Landesplanung, Stadtverwaltung, Wirtschaft und Fachbehörden soll dazu beitragen, die anstehenden Transformationsprozesse gemeinsam und vorausschauend zu gestalten.

 Bericht und Foto: Stadt Burghausen – köx –  Erster Bürgermeister Florian Schneider begrüßte rund 40 Vertreterinnen und Vertreter der Regierung von Oberbayern zur Fachexkursion im Helmbrechtsaal. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Transformation des Chemiedreiecks, die Energiewende und die Stadtentwicklung Burghausens.

  

 

 


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Toni Hötzelsperger

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