Kirche

St. Salvator: Am Grab vom „Stockhammer Nik“

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Im Alter von 82 Jahren verstarb nach langer Krankheit und Pflegeheim-Aufenthalt Nikolaus Kerner aus dem Stockhammer-Anwesen in Prien-Bachham. Bei der Trauerfeier mit Pater Livio in der Filial- und Wallfahrtskirche von St. Salvator wurde an den Landwirt und auch an seine vielen musikalischen Talente und Aktivitäten erinnert.   

Zur Welt kam der „Stockhammer-Nik“ zum Ende des Zweiten Weltkrieges als erstes von vier Geschwistern, seine Kindheit und Jugend waren geprägt von viel Arbeit und von der Schulzeit in Wildenwart. Bereits in seiner Jugend kam er zur Musikkapelle Wildenwart, alsdann wechselte er zur Blaskapelle Prien und war auch dort ob seiner vier Instrumente, die er spielen konnte, vielseitig im Einsatz. Anfang der 60er Jahre gründete er zusammen mit Peter Huber, Siegi Strasser, Wast Reiter und Georg Potzler die „Preaner Buam“. Lange Zeit war er mit ihnen und mit einer Alphornbläser-Besetzung weit über den Chiemgau hinaus unterwegs. Seine Frau Heidi lernte er bei einem Atzinger Waldfest im Jahr 1978 kennen als diese dort zusammen mit ihrer Schwester Marianne als die bekannten „Obern-Dirndl“ auftrat. Seiner Frau Heidi half er dann bei der Bewirtschaftung des Obernhofes in Chieming, die doppelte landwirtschaftliche Arbeit wurde dann zu einer starken Herausforderung. Wie weiters erinnert wurde, gehörte Nikolaus Kerner viele Jahre den Trachtenvereinen von Atzing und Prien an. Bei der Verabschiedung in St. Salvator am Leichenhaus und auf dem Friedhof bei der Urnenbestattung erklangen als letzter irdischer Gruß Weisen der Aschauer Alphornbläser.

  • Sterbefoto Nikolaus Kerner
  • Aschauer Alphornbläser bei der Verabschiedung in St. Salvator
  • Der „Stockhammer-Nik“ mit den „Preana Buam“ auf dem Arber

Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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