Land- & Forstwirtschaft

App-Erleichterungen für Landwirte-Alltag

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Bundesweite Vorreiterrolle durch App-Service ─ Neue Funktionen erleichtern den Alltag für Landwirte

„Wo darf ich heute mulchen?“ „Wo darf ich heute mähen?“ – Viele Landwirte stellen sich solche Fragen oder sind unsicher, welche Vorgaben und Auflagen bei Fördermaßnahmen und dem Flächenmonitoring gelten. Seit 2023 gibt es Unterstützung vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus (StMELF).  Eine Foto-App für Landwirtschaftliche Förderung in Bayern (FAL-BY) hilft dabei, schnell die richtigen Informationen zu finden und die Anforderungen einfach umzusetzen. FAL-BY wird fortlaufend weiterentwickelt und wurde nun um die Funktionen Feldinfo und Mini-Merkblatt erweitert.

In Vertretung für Michaela Kaniber, Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, stellte der Amtschef des Landwirtschaftsministeriums, Hubert Bittlmayer, auf Flächen von Landwirt Johannes Köpke in Feldkirchen-Westerham (Landkreis Rosenheim) die neuen Funktionen vor. Zu diesem Anlass betonte die Bayerische Landwirtschaftsministerin, Michaela Kaniber: „Im Bereich der Flächenförderung sorgen wir für Entlastung und entwickeln in FAL-BY integrierte Serviceangebote, um unseren bayerischen Bauern im Umgang mit der Bürokratie die notwendigen Hilfsmittel an die Hand zu geben. Bundesweit nehmen wir damit eine Vorreiterrolle ein“.

Der neue Bereich Feldinfo gibt durch selbsterklärende Darstellungen einen schnellen Überblick auf einzuhaltende Vorgaben. Drängende Fragen zur Arbeitserledigung lassen sich zügig draußen am Feld klären und Landwirte erhalten die Sicherheit, die förderrechtlichen Vorgaben einzuhalten. Über einen Kalender können die Antworten zum aktuellen Tag oder zu einem bestimmten Datum abgerufen werden. Mit einfacher Farbgebung (rot, gelb, grün) werden die Ergebnisse übersichtlich in einer Liste sowie auf einer Karte dargestellt. Auf diese Kurzinformation folgt deren Erklärung.

Das Mini-Merkblatt ergänzt kurze Informationen zu den jeweils beantragten Fördermaßnahmen. Aktuell sind Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (KULAP, Ökolandbau, VNP, Moorbauernprogramm) und Öko-Regelungen enthalten. Basis des Mini-Merkblatts sind die regulären Merkblätter. In Kurzform werden die Informationen zu Förderauflagen zusammengefasst, die in der Bewirtschaftung der jeweiligen Fläche für den Landwirt relevant sind. „Ziel beider Erweiterungen ist die Unterstützung des Landwirts, die förderrechtlichen Vorgaben einzuhalten. Die neuen Funktionen liefern tagesaktuelle Informationen zu auf der jeweiligen Fläche beantragten Förderprogrammen. Sich daraus ergebende Verpflichtungen und anstehende Arbeiten werden erklärt. Dies erleichtert den Umgang mit notwendiger Bürokratie.“, informiert Ministerin Kaniber über die Weiterentwicklung von FAL-BY.

Seit der Einführung von FAL-BY steigt deren Nutzerkreis stetig und das StMELF erreichen positive Rückmeldungen zur Feldinfo. Ministerin Kaniber freut sich über den Erfolg der App und betont, dass die Landwirtschaftsverwaltung auch weiterhin die online verfügbaren Service-Angebote ausbaut. So soll die Feldinfo um weitere Fragestellungen wie beispielsweise „Wo darf ich heute pflügen?“ erweitert werden. Auch im Mini-Merkblatt folgen weitere Inhalte, u. a. aus dem Bereich Konditionalität. „Die Entwicklung von modernen IT-Anwendungen und deren Einsatz in der Praxis liefern einen wichtigen Beitrag zur Stärkung unserer leistungsfähigen, zukunftsorientierten, heimischen Landwirtschaft“, fasst die Bayerische Landwirtschaftsministerin anlässlich des Termins zusammen.

Bericht und Foto: StMELF/Prem / Nitzsche (Landwirtschaft auf dem Samerberg) –  In der Praxisanwendung: Das Bild zeigt den Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, Hubert Bittlmayer, auf den Flächen von Betriebsleiter Johannes Köpke, gemeinsam mit Interessierten an FAL-BY.


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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