In Gemona/ Italien fanden vom 31.05. bis 14.06.2026 die Weltmeisterschaft der Starrflügler und die Europameisterschaft in der flexiblen Klasse statt. Mit 2 Goldmedailien, einer Silbermedallie und 2 Bronzemedaillien stellt Deutschland das erfolgreichste Team bei dieser Welt- und Europameisterschaft.
Die beiden Mannschaften (je 5 Piloten) wurden betreut von den beiden Teamchefs Regina Glas (Waakirchen) und Rudl Bürger (Samerberg).
Gold ging erstmalig in der Geschichte an das deutsche Team vor Österreich und Japan. In der Einzelwertung sicherte sich Markus Baisch vor dem Österreicher Andreas Sand und seinem Vater Karlheinz Baisch den Weltmeistertitel.
In der flexiblen Klasse siegte Italien vor Deutschland und Österreich.
Silber und Bronze bei den Drachenflug Europameisterschaften 2026 in Gemona-Italien
Mit insgesamt sieben gewerteten Durchgängen bei den Europameisterschaften in Gemona/Italien vom 1. – 13. Juni 2026 sind die Titelkämpfe nun entschieden.
Primoz Gricar gewinnt Bronze in der Einzelwertung
Bei den Drachenflug-Europameisterschaften sicherte sich Primoz Gricar (Abentheuer/Rheinlandpfalz) hinter den beiden Italienern Alex Ploner und Christian Ciech die Bronzemedaille unter 90 Teilnehmern aus 23 Nationen.
Deutschland gewinnt die Silbermedaille in der Teamwertung
Auch in der Teamwertung sprach Team Deutschland ein Wörtchen mit und holte Silber hinter Italien und vor Österreich.
Nationalteam-Piloten der FAI-Class 1 – Flexible Drachen
- Primoz Gricar (Abentheuer/Rheinland Pfalz)
- Gerd Dönhuber (Ruhpolding/Bayern)
- Roland Wöhrle (Baden Württemberg)
- Marco Gröbner (/Wiehl/NRW)
- Kajo Clauß (Siegsdorf/Bayern)
Teamchef FAI-Class 1
- Rudl Bürger (Samerberg/Bayern)
Erfolgreicher Abschluss nach sieben Durchgängen
Die deutschen Piloten blicken auf einen grandiosen Erfolg zurück: Vize-Europameister im Team und Bronzemedaille für Primoz Gricar in der Einzelwertung. Dieser Erfolg ist eine beeindruckende Bilanz und unterstreicht einmal mehr die internationale Stärke des deutschen Drachenflugsports.
Teamchef Rudl Bürger: „Es war beeindruckend, wie das Team zusammengearbeitet hat. So eine positive Grundstimmung im Team habe ich selten erlebt. Der letzte Durchgang über 100 km hat allerdings meine Nerven nochmals strapaziert. Bei einem Wendepunkt hat der Livetracker von Primoz einen Fehler angezeigt. Angeblich hatte er die Wende um ein paar Meter verpasst. Zum Glück zeigte bei der Auswertung sein GPS die Richtigkeit seines Kurses an und er konnte einen Tagessieg im letzten Durchgang verbuchen. Damit war die Bronzemedaille endgültig gesichert und auch das Team gewann mit einem tollen Finish von Gerd Dönhuber (Ruhpolding/Bayern), Roland Wöhrle (Gutach/BaWü), Kajo Clauß (Siegsdorf/Bayern) und Marco Gröbner (Wiehl/NRW) die Silbermedaille.“
Gemona del Friuli (Region Friaul-Julisch Venetien) – Etabliertes Fliegermekka
Bereits 2019 fand in der Gegend Gemona/Tolmezzo eine Weltmeisterschaft im Drachenfliegen statt. Die Gastgeber sind sehr erfahren und das Fluggelände ist grandios. Die Flugaufgaben dieser Weltmeisterschaft 2026 waren zwischen 90 km und 175 km und führten nach Slowenien Richtung Kobarid, ins Flachland in Richtung Udine und Meduno und weit in den Norden Richtung Plöckenpass.
Zur allgemeinen Information
Drachenpiloten nutzen Sonne, Wind und Thermik (aufsteigende Luft), um sich am Himmel motorlos fortzubewegen und aufsteigen zu können. Von einem Aufwind zum anderen versuchen sie eine vorgegebene Route abzufliegen. Mit Hilfe eines GPS-Gerätes orientieren sich die Piloten beim Navigieren und Einhalten der Luftraumgrenzen. Die Instrumente zeichnen den Flug auf. Am Ende einer Wettbewerbsaufgabe, die je nach Wind und Wetter vom Wettbewerbsleiter festgelegt wird, werden die Tracks ausgelesen und kontrolliert, ob alle festgelegten Wendepunkte regelkonform angeflogen wurden. Das Ziel ist, die vorgegebene Strecke möglichst schnell zu bewältigen. Bei Drachen-Wettbewerben werden in der Regel Strecken von 80 bis 200 km geflogen.
Pilotenportraits gibt es unter: https://www.dhv.de/verband/pressecorner/alle-dhv-news/detail/drachenfliegen-em-wm-nominierung-2026/
Text und Bildmaterial: DHV e.V. – Deutscher Gleitschirmverband und Drachenflugverband







