Neu-Erscheinung im Pustet-Verlag: „Grüße aus dem Wilden Osten! Kulturgeschichte des Bayerischen Waldes“
Eine Geschichtsexkursion der besonderen Art von München über Kellberg bis Haidmühle: Lesetour Teil II – Dr. Richard Loibl mit sechs weiteren Terminen
Einer glücklichen Fügung ist es zu verdanken, dass Dr. Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, eine umfangreiche Ansichtskartensammlung zum Bayerischen Wald entdeckte, darin das Archiv des Heimatschriftstellers Max Peinkofer erkannte und im Nachlass seines verstorbenen Vaters Georg Loibl ein Pendant fand. Die Entdeckung ist in der Zwischenzeit in den Bestand des Medienarchivs des Hauses der Bayerischen Geschichte übergegangen und eine Schatzkammer für Geschichten aus der Geschichte geworden.
Für Richard Loibl, aufgewachsen in Hengersberg und von Kindesbeinen an im Bayerischen Wald unterwegs und verwurzelt, begann mit dem Fund vor zwei Jahren eine ganz besondere Spurensuche: Er hat die Karten erforscht und die Geschichten dazu recherchiert. Dabei entstand ein ganz neues Bild des Bayerischen Waldes – als Bayerisch Sibirien verspottet, bestenfalls als Bayerns Wilder Osten gerühmt. Er zeigt nun auf, was hinter den Klischees steckt: der Wald, der Nachhaltigkeit verpflichtet, eng mit der Donauregion und Südböhmen verknüpft, Säkularisationsopfer, schlechter Politik ausgeliefert, trotzdem Boomregion um 1900. Eine besondere Geschichtsexkursion, erzählt in bayerischer Manier.
In nur einem halben Jahr zum Bestseller
Kurz vor Weihnachten 2025 auf den Markt gekommen und schon fast vergriffen! Autor Dr. Richard Loibl bleibt 2026 fleißig auf Tour und stellt von München über Kellberg bis Haidmühle das 320 Seiten starke Werk an sechs weiteren Orten vor. Mit dabei haben wird er von ihm erforschte und verifizierte, erstaunliche und humorige Geschichten aus der Heimat mit Aha-Effekt – garniert mit ein paar historischen Filmen – ganz analog und noch in schwarz-weiß.
An folgenden Orten wird Richard Loibl die „Grüße aus dem Wilden Osten“ persönlich übermitteln und vorstellen:
- Sonntag, 28. Juni 2026, 11.00 Uhr, Matinée
Theater im Fraunhofer in München
Fraunhoferstraße 9, 80469 München
Eintritt: 5,– Euro, Reservierungen erbeten unter Vorverkaufslink, siehe https://www.hdbg.de/events
- Freitag, 31. Juli 2026, 18.30 Uhr
Gasthof Pension Strohmaier in Haidmühle
Kirchbergstraße 25, 94145 Haidmühle
Der Eintritt ist frei!
- Montag, 28. September 2026, 19.00 Uhr
Volksmusikakademie in Bayern, Saal „Schwarzer Bua“
Langgasse 7, 94078 Freyung
Der Eintritt ist frei!
- Mittwoch, 4. November 2026, 18.30 Uhr
Nationalparkzentrum Falkenstein, Haus zur Wildnis
Eisensteiner Straße 20, 94227 Lindberg
Der Eintritt ist frei!
- Donnerstag, 19. November 2026, 19.00 Uhr
Kurgästehaus Kellberg
St.-Blasius-Straße 10, 94136 Thyrnau / Kellberg
Der Eintritt ist frei!
- Donnerstag, 10. Dezember 2026, 19.00 Uhr
Gäste- und Bürgerhaus Waldkirchen
Ringmauer Str. 14
94065 Waldkirchen
Der Eintritt ist frei!
Münchens Profit aus dem Wilden Osten
Am Sonntag, 28. Juni 2026, 11 Uhr präsentiert Dr. Richard Loibl die „Grüße aus dem Wilden Osten“ an prominenter Stelle in München: in der Kultgaststätte „Wirtshaus und Theater zum Fraunhofer“ im Rahmen einer Matinee – also quasi zu Weißwurst und Weißbier. Mit dabei haben wird er zahlreiche Bezüge des Wilden Ostens zur Landeshauptstadt. Denn: München ist ohne Importe aus dem Bayerwald gar nicht denkbar, Rindviecher und Vitamine gingen en masse in die Landeshauptstadt. Schritt für Schritt geht man heute noch auf Bayerwald-Granit. Für die Versorgung Münchens mit Nahrungsmittel in der Revolutionszeit bürgte der USPD-Politiker Ludwig Gandorfer, Ökonom aus Pfaffenberg bei Straubing, der mit Kurt Eisner Arm in Arm den Revolutionszug anführte. Sein Bruder Karl Gandorfer war eine der prägenden Gestalten des Bauernbundes, der in Niederbayern immer wieder Landtags- und Reichstagsmandate eroberte.
Dr. Richard Loibl selbst stammt aus einem traditionsreichen Familien-unternehmen, der Metzgerei Loibl in Hengersberg. So finden sich in der umfangreichen Postkartensammlung auch zahlreiche Bezüge zur eigenen Familiengeschichte. Beispielsweise zu Vetter Franz Loibl aus Spiegelau, der auf der Abbildung vom Volksfestzug der Hengersberger Metzgerschaft anno 1950 zu sehen ist. Loibl über seinen Vetter: „Seine Karriere verlief für einen Waidler nicht ganz untypisch. Im Sommer arbeitete er in München am Bau, anschließend über 30 Jahre (!) im Ausschank des Löwenbräufestzeltes am Oktoberfest. Im Winter wurde gestempelt bzw. bei uns in Hengersberg mitgearbeitet. Seine besondere Eigenart war, dass er sich den Lohn in Zehnern auszahlen ließ, wie in der Löwenbräu-Festschrift extra vermerkt wurde.“ Da passt es doch wunderbar, dass ein Löwenbräu-Austragler auch zum Selfie-Hotspot im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg geworden ist, dem Dr. Richard Loibl als Direktor vorsteht. Der originale Austragler von der Münchner Wiesn schmückt seit 2019 das 16 Meter hohe Licht durchflutete Foyer und begrüßt in neuem Amt und Würden die Besucherinnen und Besucher des Museums.
Dr. Richard Loibl wird am 28. Juni 2026, 11 Uhr, im Wirtshaus zum Fraunhofer in München einen spannenden Geschichtsreigen zwischen dem „Wilden Osten“ und der Landeshauptstadt München bereithalten. Der Eintritt kostet 5,– Euro. Reservierungen sind erbeten unter Vorverkaufslink, siehe https://www.hdbg.de/events. Nach dem Vortrag steht Dr. Richard Loibl für Signierung und Verkauf seines Buches persönlich zur Verfügung.
Bericht: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Plakat und Bildnachweise: © Haus der Bayerischen Geschichte





