Wirtschaft

Bahnplanung München-Rosenheim aktuell

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Deutsche Bahn hat angekündigt hat, das Konzept für die Korridorsanierung München –Rosenheim zu überarbeiten. Landrat Otto Lederer sieht in der Entscheidung ein wichtiges Signal für die Region:

„Ich begrüße ausdrücklich, dass die Deutsche Bahn ihr ursprüngliches Konzept für die Generalsanierung der Bahnstrecke Rosenheim–München überarbeitet hat. Die geplante mehr als fünfmonatige Vollsperrung im Jahr 2028 hätte Pendlerinnen und Pendler, Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie die regionale Wirtschaft vor enorme Herausforderungen gestellt. Dass nun eine etappenweise Sanierung vorgesehen ist, ist ein wichtiges Signal und zeigt, dass die berechtigten Einwände aus Bayern gehört wurden. Gerade für unsere Region hat die Strecke Rosenheim–München eine herausragende Bedeutung. Hier bündeln sich die Verbindungen aus Richtung Salzburg und Kufstein. Die vorgesehenen Umleitungsstrecken verfügen aus unserer Sicht nicht über die notwendigen Kapazitäten, um einen solchen Verkehrsausfall aufzufangen. Auch ein großflächiger Schienenersatzverkehr mit Bussen wäre angesichts der langen Fahrzeiten für die Fahrgäste kaum zumutbar gewesen.

Deshalb freut es mich besonders, dass sich der gemeinsame Einsatz vieler Beteiligter ausgezahlt hat. Neben der Bayerischen Staatsregierung, der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, dem Güterverkehr und der Wirtschaft haben sich auch die Landkreise Rosenheim und Ebersberg nachdrücklich für eine Überarbeitung des Konzepts eingesetzt. Die Belastungen durch die anstehenden Bauarbeiten bleiben hoch, doch viele Pendler können nun aufatmen. Entscheidend ist jetzt, dass die alternativen Bau- und Verkehrskonzepte konsequent fahrgastfreundlich ausgestaltet werden. Dazu gehören ausreichende Kapazitäten im Zugverkehr und bei unvermeidbaren Ersatzverkehren, durchgehende Barrierefreiheit sowie eine verlässliche und frühzeitige Fahrgastinformation. Zudem soll die Mangfalltalbahn ertüchtigt werden. Die Modernisierung der Schiene ist notwendig und richtig – sie darf aber nicht dazu führen, dass unsere Region während der Bauarbeiten vorübergehend vom Bahnverkehr quasi abgehängt wird.“

Bericht: LRA Rosenheim – Archiv-Foto: Hötzelsperger 

 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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