Kammermusik auf höchstem Niveau mit virtuosen Interpreten – Der „Chiemgauer Musikfrühling“ findet von 17. bis 25. Mai in Traunstein und Kloster Seeon statt
Das Eröffnungskonzert des international bekannten Kammermusikfestivals, des 23. „Chiemgauer Musikfrühling“, findet heuer am Samstag, 9. Mai, um 19.30 Uhr im Kulturforum Klosterkirche statt. Darauf folgen bis Sonntag, 17. Mai, täglich Konzerte meist in Kloster Seeon und dem Kulturforum Traunstein.
Beim Eröffnungskonzert kommen vier Werke der Hochromantik zur Aufführung: Das „Prélude à l´après-midi d´une faune“ von Claude Debussy, L.86 für Klarinette, Flöte und Klavier, bearbeitet von Michael Webster. Das zweite Stück ist von Albert Roussell das Trio für Flöte, Viola und Violoncello, opus 40 sowie von Camille Saint-Saens die Tarantelle für Klarinette, Flöte und Klavier, opus 6. Nach der Pause erklingt das Streichquintett Nr.2 in G-Dur, opus 111 von Johannes Brahms.-
„Lied an den Mond“ ist die Matinee am Sonntag, 10. Mai, um 11 Uhr im Festsaal von Kloster Seeon überschrieben. Gespielt wird das berühmte Klarinettenquintett in A-Dur, KV 581 von Wolfgang Amadeus Mozart und danach das Trio für Flöte, Violoncello und Klavier in C-Dur, H. 300 des tschechischen Komponisten Bohuslav Martinú. Zwei Stücke von Antonin Dvorak erfreuen das Publikum nach der Pause: “Lied an den Mond“ aus „Rusalka“ für Violoncello und Klavier sowie das Klavierquartett Nr. 2 in Es-Dur, opus 87.
Programme für jedes Alter
Sehr beliebt beim Musikfrühling sind immer die Kinderkonzerte im Kulturforum Klosterkirche, heuer am Montag, 11. Mai, um 9.30 Uhr und 11.15 Uhr. Die internationalen Künstler des Musikfrühlings werden über die Magie auf der Bühne erzählen unter dem Titel „Die Zauberer – wie wird man Musiker und Zuhörer?“ Die Musiker erzählen mündlich und musikalisch, warum sie Musiker geworden sind, welche Abenteuer ein Musiker erleben kann und wie Aufmerksamkeit und Präsenz zu einem unvergesslichen Konzerterlebnis führen können. Dazu berichten sie, wie Akustik und Architektur das Zuhören beeinflussen.
Viele freuen sich beim Musikfrühling schon auf die Jam-Session mit einem Überraschungsprogramm der Künstler des 23. Chiemgauer Musikfrühlings – diesmal am Dienstag, 12. Mai, um 19.30 Uhr im Klosterstüberl von Kloster Seeon. „Lebhaft“ heißt das Konzert am Mittwoch, 13, Mai um 19 Uhr in der Kirche St. Walburg von Kloster Seeon. Zur Aufführung kommt die Sonate in G-Dur für zwei Violoncelli von Jean-Baptiste Barrière, die „Syrinx“ für Flöte Solo, L. 129 von Claude Debussy, von Maurice Ravel die Sonate für Violine und Violoncello, M73, sowie von Wolfgang Amadeus Mozart das Quartett für Flöte, Violine, Bratsche und Cello in D-Dur, KV 285.
Eine Besonderheit bei dem sorgfältig zusammengestellten Programm ist es wie in jedem Jahr, dass neben bekannten Musikwerken großer Komponisten auch immer wieder seltene Perlen der Musikliteratur von oft weithin vergessenen Musikern gespielt werden. So auch beim siebten Konzert des Musikfrühlings am Donnerstag, 14. Mai, um 19.30 Uhr im Kulturforum Klosterkirche, überschrieben „The Secret Garden“. Zur Aufführung kommt „Fantasia on Greensleeves“ für Violine und Klavier des englischen Komponisten Ralph Vaughan Williams, das Klavierquartett in d-Moll von William Walton und das Klavierquintett in a-Moll, opus 84, von Edward Elgar.
„Fantasia Latina“ heißt es am Freitag, 15. Mai, um 19.30 Uhr im Kulturforum Klosterkirche in Traunstein. Latin Jazz und Traditionals, von Bach bis Südamerika, mit dem weltberühmten Alexis Cardena Quartett werden die Zuhörer begeistern. „Tanz-Tropfen“ sind am Samstag, 16. Mai, um 19 Uhr im Festsaal von Kloster Seeon zu hören. Von Camille Saint -Saens kommt die „Barcarolle“ für Klavierquartett, opus 108 zur Aufführung und von Francis Poulenc die Sonate für Violoncello und Klavier, FP 143. Nach der Pause erklingt das große Klavierquartett Nr. 2 in g-Moll, opus 45 von Gabriel Fauré.
Das Abschlusskonzert „Licht und Schatten“ des Kammermusikfestivals im Festsaal von Kloster Seeon ist am Sonntag, 17. Mai, um 11 Uhr. Dabei kommen „Zwei Lieder ohne Worte“ von Stücke Felix Mendelssohn Bartholdy für Viola und Klavier zur Aufführung, von Franz Schubert (die Fantasie für Klavier vierhändig in f-Moll, D940 und von Robert Schumann „Adagio e Allegro“ für Violoncello und Klavier, opus 70. Nach der Pause folgt das Klaviertrio in g-Moll von Clara Schumann und von George Gershwin und Igor Frolov die Konzertfantasie nach Themen aus „Porgy and Bess“ für Violine und Klavier, opus 19.
International bekannte Musiker
Initiator und Intendant des 23. Chiemgauer Musikfrühlings ist der weltweit bekannte Bratschist Razvan Popovici, der im Jahr 2004 das Festival ins Leben gerufen hatte. Das gelang ihm nicht zuletzt durch die tatkräftige Unterstützung seiner aus Rumänien stammenden Eltern, Mugurel und Catalina Popovici, die seit Jahrzehnten im Achental, wo Razvan aufwuchs, konzertierten und Musik unterrichteten.
Seit der Gründung des Kammermusikfestivals ist zusammen mit Razvan Popovici die musikalische Leiterin Diana Ketler, Professorin für Klavier an der Royal Academy of Music in London. Die weiteren renommierten Künstler des 23. Chiemgauer Musikfrühlings sind für Violine: Alissa Margulis, Erik Schumann, Alexandra Conunova und Alexis Cardenas, für Viola, Razvan Popovici und Mariko Haselsteiner. Violoncello: Justus Grimm und László Fenyo, Klarinette: Thorsten Johanns, Klavier: Diana Ketler und Silke Avenhaus, Flöte: Irina Stachinskaya.
Karten gibt es im Vorverkauf bei München Ticket, dem Traunsteiner Tagblatt, Marienstraße 12 in Traunstein und dem Klosterladen in Seeon, Klosterweg 15. Weitere Infos unter www.chiemgauer-musikfruehling.de.
Bericht und Archiv-Bilder: Christiane Giesen – von einem der Konzerte des 22. Chiemgauer Musikfrühlings in der Klosterkirche mit Razvan Popovici, und Diana Ketler / Musiker bei einem der Konzerte.



