Natur & Umwelt

BGL: “Tag der Streuobstwiese”

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Rund 50 Teilnehmende folgten der Einladung zum fünften „Tag der Streuobstwiese“ im Sortenerhaltungsgarten Haberland und nutzten die Gelegenheit für fachlichen Austausch, praxisnahe Einblicke und neue Impulse rund um das Thema Streuobst.

Zum Auftakt führte Georg Loferer, Pomologe des „Apfel.Birne.Berge.Projekts“, gemeinsam mit Kreisfachberater Sepp Stein über den Erhaltungsgarten und vermittelte fundiertes Wissen zu den verschiedenen Sorten sowie die Entstehung und Pflege der Anlage.

Landrat Bernhard Kern und Saaldorf-Suheims Bürgermeister und Flächeneigentümer Andreas Buchwinkler richteten Grußworte an die Anwesenden. Beide hoben die Bedeutung des politischen Rückhalts für Streuobst im Berchtesgadener Land hervor.  Es folgten drei kurze Impulsvorträge, die spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Initiativen gaben.

Alexander Diethardt vom „Hof der alten Sorten“ in Anthering stellte seine Arbeit zur Erhaltung traditioneller Obst- und Getreidesorten vor. Der Salzburger baut seit vier Jahren eine Baumschule mit alten, seltenen und Lokalsorten aus dem Rupertigau auf, auch einige Sorten aus dem „Apfel.Birne.Berge-Projekt“ werden auf seinem Hof vermehrt. Karin Heinrich von der Verwaltungsstelle Biosphärenregion Berchtesgadener Land berichtete über den „Schatzbewahrerweg“ in Surheim und dessen Beitrag zur Bewusstseinsbildung für regionale Natur- und Kulturschätze. Sepp Stein senior erläuterte das System der Bio-Sammelzertifizierung der ORO Obstverwertung eG in Rosenheim und zeigte Wege auf, wie kleinere Betriebe und Landwirte gemeinsam von einer Sammelzertifizierung profitieren können.

Nach den Vorträgen nutzten die Teilnehmenden – darunter Baumwarte, Hobbygärtner, Mitarbeitende von Landschaftspflegeverbänden sowie Kreisfachberater aus anderen Landkreisen – die Gelegenheit zum intensiven Austausch. Katharina Buchwinkler lud zu Köstlichkeiten ein, die größtenteils auf dem eigenen Biohof produziert wurden. Dazu konnten sortenreine Säfte, Edelbrände der „Apfel.Birne.Bergesorten“ und Most verkostet werden. Bei strahlendem Sonnenschein im Schatten von Apfelbäumen wurden Erfahrungen geteilt, Kontakte geknüpft und neue Ideen für die Praxis diskutiert. Die Veranstaltung verdeutlichte einmal mehr die große Bedeutung von und das Interesse an Streuobstwiesen als wertvolle Lebensräume, die wie kein zweite Landnutzung Naturschutz und Landwirtschaft vereint.

Bericht: LRA BGL – Foto: Privat –  Kreisfachberater Sepp Stein vermittelte den Besuchern fundiertes Wissen zu den verschiedenen Sorten sowie zur Entstehung und Pflege des Sortenerhaltungsgartens Haberland.

 


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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