Zum Internationalen Tag der Streuobstwiese zeigt sich der Erfolg des Bayerischen Streuobstpakts. „Streuobstwiesen sind lebendige Kulturlandschaft, Klimaschützer und Lebensraum für tausende Tier- und Pflanzenarten zugleich. Diese Vielfalt stärken wir mit dem Bayerischen Streuobstpakt und schaffen Angebote und Unterstützung für Pflanzungen, Pflege, Projekte und Vermarktung“, betonten Michaela Kaniber, Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus und Thorsten Glauber, Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, zum Tag der Streuobstwiese in einer Mitteilung.
Ziel des Bayerischen Streuobstpaktes ist es, die bayerischen Streuobstbestände zu erhalten und bis 2035 zusätzlich eine Million neue Streuobstbäume zu pflanzen. Seit 2021 sind bereits Förderungen für rund 250.000 neu gepflanzte Bäume und für die Pflege von über 125.000 weiteren bewilligt worden. „Damit entwickelt sich der Streuobstpakt auch im fünften Jahr nach seiner Unterzeichnung zu einer wahren Erfolgsgeschichte“, unterstrichen beide Minister.
Ministerin Kaniber ergänzte: „Wir reden hier nicht nur über schöne Landschaft – wir handeln ganz konkret. Mit der bayernweiten Erfassung der Streuobstbestände haben wir erstmals eine gute Datengrundlage: Rund vier Millionen Bäume wurden durch automatisierte Fernerkundung als Streuobstbäume ermittelt. Das hilft uns, gezielt zu fördern und die Bestände wirklich zu sichern.“ Und weiter hob die Ministerin hervor: „Mit dem Genuss von Streuobstprodukten können übrigens auch die Verbraucherinnen und Verbraucher direkt an der Ladentheke einen Beitrag zum Erhalt der bayerischen Streuobstbestände leisten.“
Umweltminister Glauber betonte: “Streuobstwiesen sind Hotspots der Artenvielfalt und prägen unsere bayerische Kulturlandschaft seit Jahrhunderten. Rund 5.000 Tier- und Pflanzenarten finden hier einen einzigartigen Lebensraum. Streuobstwiesen sind ein Gewinn für die Artenvielfalt und für die Wertschöpfung vor Ort. Bayern zeigt eindrucksvoll, wie engagiert Menschen sich vor Ort für den Erhalt und die Pflege der Streuobstwiesen einsetzen. Dieses Engagement ist unverzichtbar. Streuobst ist gelebter Naturschutz und ein Stück Heimat, das wir gemeinsam für kommende Generationen sichern. Die Staatsregierung zieht gemeinsam mit den acht unterzeichnenden Verbänden an einem Strang. Mit dem umfassend ausgestatteten Maßnahmenpaket, leistungsfähigen Förderwerkzeugen und einer breiten Vielfalt an Praxis- und Fachprojekten ist die Grundlage für eine Trendwende beim Streuobstanbau geschaffen.“
Kaniber und Glauber rufen zum Internationalen Tag der Streuobstwiese am Wochenende vom 24. bis 26. April dazu auf, lokale Aktionen zu unterstützen und Informationsangeboten zu nutzen. Gemeinsam mit Verbänden, Kommunen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern stärken wir die Streuobstvielfalt – durch neue Pflanzungen, fachgerechte Pflege und eine starke regionale Vermarktung.
Informationen und Veranstaltungen zum Internationalen Tag der Streuobstwiese finden Sie online unter https://orchardseverywhere.com/de/
Einen Überblick zu aktuellen Streuobst-Veranstaltungen in Bayern bietet der gemeinsame Veranstaltungskalender unter https://www.streuobst-in-bayern.de/veranstaltungen-1
Weitere Informationen zum Bayerischen Streuobstpakt erhalten Sie unter www.streuobstpakt.bayern.de.
Übersichtskarten zu den bereits gepflanzten Bäumen finden Sie unter https://www.streuobstpakt.bayern.de/projekte/baeume_gepflanzt.html.
Bericht: Bayerisches Landwirtschaftsministerium – Bild 1 zeigt Staatsministerin Michaela Kaniber gemeinsam mit Staatsminister Thorsten Glauber in einem Streuobstbestand von Judith Schmidhuber/StMELF – Bild 2 zeigt einen Streuobstbestand mit aus Streuobst gelegter Jahreszahl von Thomas Weltner/LWG




