Nußdorf am Inn – Mit einem symbolischen Spatenstich hat die Gemeinde Nußdorf am Inn gestern ein Projekt vorgestellt, das in der Region für Aufmerksamkeit sorgen dürfte: Am Fuße des Heubergs soll mit der „Blaubären Arena“ eine neue Heimspielstätte für den EHC Blaubären Nußdorf entstehen.
Das Vorhaben gilt als sportlich ambitioniert und ist nach Angaben aus dem Umfeld der Beteiligten auf langfristige Entwicklung angelegt. Geplant ist eine moderne Arena mit rund 2.000 Zuschauerplätzen, Funktionsräumen für den Spielbetrieb, Kabinen, Trainingsmöglichkeiten sowie einem Bereich für Vereinsveranstaltungen und Nachwuchsarbeit. Für besondere Spieltage und Turniere sei zudem eine spätere Erweiterung grundsätzlich mitgedacht.
Bürgermeisterin Susanne Grandauer sprach beim Spatenstich von einem Projekt mit sportlicher und gesellschaftlicher Strahlkraft:
„Mit der Blaubären Arena schaffen wir einen Ort für Gemeinschaft, Ehrenamt und sportliche Begeisterung. Das Vorhaben passt zu Nußdorf, weil es Zukunftsorientierung mit regionaler Identität verbindet.“
Auch beim EHC Blaubären Nußdorf ist die Vorfreude groß. Der Verein, der erst vor vergleichsweise kurzer Zeit gegründet wurde, verfolgt nach außen zwar einen bodenständigen Kurs, intern wird die neue Arena jedoch bereits als wichtiger Meilenstein für die weitere sportliche Entwicklung gesehen. Ziel sei es, dem Eissport in Nußdorf eine dauerhafte Heimat zu geben und zugleich neue Impulse für den Vereinssport in der Region zu setzen.
Ein Vereinsvertreter formulierte es beim Termin so:
„Wir wollen Schritt für Schritt etwas aufbauen, das Bestand hat – sportlich, organisatorisch und für die Menschen im Ort.“
Auch wirtschaftlich verspricht man sich positive Effekte. Insbesondere Gastronomie, örtliche Betriebe und das Vereinsleben könnten von zusätzlichen Besuchern an Spiel- und Veranstaltungstagen profitieren. In sportinteressierten Kreisen wird bereits darüber spekuliert, welche regionalen Begegnungen künftig besondere Aufmerksamkeit auf sich ziehen könnten. Als mögliche Gradmesser werden dabei immer wieder Teams aus dem Inntal, vom Samerberg und aus der Umgebung genannt.
Besonderen Wert legen die Planer nach eigenen Angaben auf eine Architektur, die sich trotz ihrer markanten Erscheinung in die landschaftliche Kulisse einfügt. Die Arena soll funktional sein, zugleich aber auch als sichtbares Zeichen eines neuen sportlichen Selbstverständnisses in Nußdorf wahrgenommen werden.
Der Zeitplan ist ambitioniert. Nach optimistischen Einschätzungen könnten erste Teilbereiche bereits rechtzeitig zur nächsten Wintersaison nutzbar sein – vorausgesetzt, Wetter, Baufortschritt und sportlicher Ehrgeiz entwickeln sich gleichermaßen günstig.
In Nußdorf blickt man jedenfalls mit spürbarem Selbstbewusstsein auf das Projekt. Oder, wie ein Beteiligter beim Spatenstich augenzwinkernd bemerkte:
„Andere reden lange über neue Stadien. Wir haben schon einmal angefangen.“




