Allgemein

Traunstein: Abschlussfeier in Sparz

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Bei strahlendem Sonnenschein konnte die Abschlussfeier der Erzbischöflichen Maria-Ward-Mädchenrealschule Traunstein Sparz für die drei Abschlussklassen Wieder im Freien unter dem Blätterdach der alten Bäume stattfinden. Die beiden Absolventinnen mit der Traumnote 1,0 ist Lena Fenninger (10B) und Kim Luft (10C). Weitere sehr gute Absolventinnen mit Notendurchschnitten unter 1,3 sind Johanna Wolfgruber und Magdalena Meier mit dem Schnitt von 1,08, Teresa Moser mit 1,17 sowie Stefanie Waldherr mit 1,23. Auf der Bühne geehrt wurden jeweils die beiden Besten aus einer Klasse. Zusammen mit ihren Zeugnissen bekamen die besten Absolventen einen Büchergutschein von der Schule. Alle erhielten ihr Zeugnis der Mittleren Reife aus den Händen von Schulleiter Günther Miller und dem stellvertretenden Schulleiter Alexander Posch, sowie dem jeweiligen Klasslehrer, für die 10A Bernhard Daffner, 10B Thomas Bruschek und 10C Thomas Riebesehl.

Der Abschlussfeier ging eine feierliche ökumenische Andacht mit Stadtpfarrer Konrad Roider und Pfarrerin Hannah von Schroeders voraus, die die Religionspädagogen Franziska Hofmann, Karin Leitner, Peter Klein und Matthias Kubatko gestalteten, umrahmt von schönen musikalischen Einlagen und Chorgesang.  Nach den Fürbitten durch die scheidenden Schüler gaben Pfarrer und Religionslehrer den Schulabgängern Gottes Segen und die besten Wünsche für die Zukunft mit auf den Weg.

„Sparz – mehr als Wissensvermittlung“

In seiner Abschiedsrede nahm Schulleiter Günther Miller Bezug auf die Fußballweltmeisterschaften. Heute sei der Finaltag der Absolventinnen nach Jahren des Trainings, der Spielzüge zwischen Hausaufgaben, Projekten, Prüfungen, vielleicht auch Verlängerungen. „Die Zeugnisse sind euer Pokal“, so Miller. Alle hätten ein Ergebnis hingelegt, dass jeder Nationalmannschaft zur Ehre gereichen würde. Besonders freue ihn, wie viele von den Mädchen nicht nur mit Noten glänzen, sondern auch mit Persönlichkeit. Denn viele hätten im Klassen- und Schulleben Verantwortung übernommen, Teamgeist und Fairplay gelebt. Das sei die Art von Tabellenführung, die zählt. Das Spielfeld in Sparz aber habe noch eine weitere Dimension, denn „wir sind eine kirchliche Schule. Hier verstehe man Bildung als mehr als Wissensvermittlung, nämlich als Herzensbildung. „Ihr habt gelernt, euch selbst als von Gott gewollt und begabt zu sehen, den Mitmenschen im Blick zu behalten, Schwächere mitzunehmen und nicht nur nach dem schnellen Tor zu jagen, sondern nach dem guten Spiel.

Kompetenz, Mut und christlicher Kompass

Drei Dinge gab der Schulleiter den Scheidenden mit auf den weiteren Weg: eure Kompetenz, euren Mut, und euren Kompass, denn „christliche Werte sind kein Regelheft zum Abhaken, sondern die Linie, die euch trägt, wenn es hektisch wird“. Der Schulleiter lud die Scheidenden herzlich ein, immer wieder zu kommen. „Ihr bleibt ein Teil dieser Schule und wir sind immer interessiert, wie euer Lebensweg weitergeht.“

Für den Elternbeirat gratulierte Marina Schmitzberger  in waschechtem Bayrisch im Namen der Eltern. „Ihr habts glernt Hindernisse z´meistern, Verantwortung z´übernehma und euren ganz eigenen Weg z´finden. Und darauf derfts richtig stolz sei“. Sie würdigte nicht nur die Schülerinnen, sondern auch die Eltern. Mit großem Dank verabschiedete sie die langjährige Schriftführerin des Elternbeirats Susanne Niederbuchner, die sehr viel Gutes unauffällig im Hintergrund bewirkt habe.

Auch die Schülersprecherinnen Susanne Niederbuchner und Maria Moser für die 10A, Karola Breitling und Veronika Ebert für die 10B  sowie Yilmaz Hava und Sabine Bayer, blickten in einem kurzen humorvollen Rückblick auf ihre Schulzeit seit dem Jahr 2020 und erwähnten die ereignisreichen Abschlussfahrten nach Prag und Wien. Sie und die Klassensprecher dankten Lehrerkollegium, Direktorat, Verwaltung und Eltern für die liebevolle und umsichtige Begleitung in den vergangenen Schuljahren und überreichten mit Bedacht ausgesuchte Geschenke an viele Lehrer.

Am Ende des Festakts zeichnete Günther Miller eine ganze Reihe von Schülerinnen jeweils für ihren Einsatz für soziale Projekte der Schule oder die Mitgliedschaft in Schulchor oder Schulorchester aus. Unterhaltsam und schön war die musikalische Gestaltung der Feier durch viele musizierende und in Gruppen singende Schülerinnen, vorbereitet von den Musiklehrern Margarete Zahnbrecher und Rupert Schmidhuber. Zu Beginn der Feier gab es einen Sektempfang, wo die nun ehemaligen Schülerinnen und ihre Eltern den Beginn der Ferienzeit und den neuen Lebensabschnitt feiern konnten.

Bericht und Bilder: Christiane Giesen


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich geschützt!