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LRA RO: Ehrenamts-Ehrungen

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Sie helfen Menschen in Not, stehen bei Katastrophen und Unglücksfällen bereit oder sorgen als Feldgeschworene dafür, dass Grenzen verlässlich gewahrt bleiben: Im Landratsamt Rosenheim sind 30 Frauen und Männer für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet worden. Die Geehrten engagieren sich seit 25, 40 oder 50 Jahren beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK), bei der Johanniter-Unfall-Hilfe, beim Technischen Hilfswerk (THW) oder als Feldgeschworene.

Landrat Otto Lederer stellte bei der Feierstunde vor allem die Bedeutung dieses langjährigen Engagements für die Gesellschaft heraus. „Die großen Herausforderungen, die jede Zeit mit sich bringt, sind ohne das Ehrenamt nicht zu stemmen. Die Institutionen des Staates alleine können es nicht richten. Es braucht Menschen, die freiwillig Verantwortung übernehmen“, sagte der Landrat. Wer sich über Jahrzehnte für seine Mitmenschen einsetze, präge damit auch das gesellschaftliche Miteinander. „Sie bestimmen mit, wie wir miteinander umgehen, wie wir zusammenhalten und in welchem gesellschaftlichen Klima wir leben.“

Er gratulierte gemeinsam mit Daniela Ludwig, Parlamentarische Staatssekretärin und Vorsitzende des BRK-Kreisverbands Rosenheim. Ebenfalls unter den Gratulanten waren THW-Geschäftsführer Harald Feckl, Johanniter-Ortsbeauftragter Ralph Bernatzky sowie Falk Brem, Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung. Auch zahlreiche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister waren ins Landratsamt gekommen, um den Geehrten aus ihren Gemeinden persönlich zu gratulieren.

Daniela Ludwig würdigte insbesondere die große Verlässlichkeit der Ehrenamtlichen. Bevölkerungsschutz, Zivilschutz und Katastrophenschutz seien in erheblichem Maße darauf angewiesen, dass Ehrenamtliche bereitstünden, wenn sie gebraucht werden. Die Feierstunde im Landratsamt sei deshalb ein wichtiger Rahmen, um diese Leistung sichtbar zu machen und die Wertschätzung der Gesellschaft zum Ausdruck zu bringen. Beim BRK-Kreisverband Rosenheim engagieren sich rund 2.500 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer – unter anderem in den Bereitschaften, in der Wohlfahrts- und Sozialarbeit, der Bergwacht, der Wasserwacht und im Jugendrotkreuz.

Im Ortsverband Oberbayern Südost der Johanniter-Unfall-Hilfe engagieren sich neben rund 130 hauptamtlichen Kräften etwa 160 Ehrenamtliche. Ihr Einsatz reicht vom Bevölkerungsschutz und Sanitätsdienst über Fahrdienst, Erste-Hilfe-Ausbildung und Hausnotruf bis zur Rettungshundestaffel und Krisenintervention. Hinzu kommen rund 100 Kinder und Jugendliche in Johanniter-Jugend und Schulsanitätsdienst. Auch das Technische Hilfswerk ist in besonderem Maße auf freiwilliges Engagement angewiesen. Die Bundesanstalt wird ganz überwiegend von Ehrenamtlichen getragen. Im Landkreis Rosenheim unterstützt das THW unter anderem bei Hochwasser und Sturmschäden, bei größeren Unglücksfällen oder bei der Notstromversorgung. Fachberater des THW stehen zudem der Führungsgruppe Katastrophenschutz und dem Örtlichen Einsatzleiter zur Seite.

Geehrt wurden außerdem langjährige Feldgeschworene. Sie unterstützen die Vermessungsverwaltung, kennen die Lage von Grenzzeichen und sind für Grundstückseigentümer wichtige Ansprechpartner und nicht selten auch Vermittler. Das Feldgeschworenenwesen gilt als ältestes kommunales Ehrenamt in Bayern.

Landrat Lederer erinnerte zum Abschluss daran, was jahrzehntelanges Ehrenamt ganz konkret bedeutet: unzählige Stunden Freizeit, Einsätze neben Beruf und Familie und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, wenn andere Hilfe brauchen. „Sie zeigen mit Ihrem Einsatz, dass Gemeinschaftssinn auch in Zeiten von wachsendem Individualismus einen hohen Stellenwert hat. Dafür von Herzen Vergelt’s Gott.“

Bericht und Foto: LRA Rosenheim –  Die Geehrten gemeinsam mit Landrat Otto Lederer, der Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig, THW-Geschäftsführer Harald-Feckl sowie Falk Brem, Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung. Zur Feierstunde im Landratsamt waren auch zahlreiche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus den Heimatgemeinden der Geehrten gekommen.

 

 

 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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