Tiroler Festspiele in Erl – Entdeckungen mit Mitgliedern der Münchner Philharmoniker – drittes Kammerkonzert der neuen Serie am 18. April 2026 – Werke von Mozart, MAias Alyamani und Jenny Peña Campo
Die Tiroler Festspiele Erl setzen demnächst ihre neue Kammermusik-Serie fort, die mit Beginn der aktuellen Spielzeit startete. Seit vergangenen Herbst gastieren jeweils Musiker:innen der Münchner Philharmoniker und des Bayerischen Staatsorchesters mit kammermusikalischen Formationen in Erl . Am 18. April 2026 folgt nun der nächste Konzerttermin, diesmal mit dem Philharmonischen Streichquartett München, das sich aus Mitgliedern der Münchner Philharmoniker zusammensetzt. Das Programm trägt den Titel Entdeckungen – und zu entdecken gibt es einiges.
Die erste Entdeckung machten Musikwissenschaftler:innen: 2024 fiel Mitarbeiter:innen der Internationalen Stiftung Mozarteum in Salzburg in der Städtischen Musikbibliothek Leipzig eine Abschrift mit einem bis dahin unbekannten Werk Wolfgang Amadeus Mozarts in die Hände. Das mit „Serenate ex C“ übertitelte Streichtrio stammt aus Mozarts Jugendjahren. In kürzester Zeit hat sich der Sensationsfund als „Ganz kleine Nachtmusik“ eine Fangemeinde erobert. Kein Jugendwerk, sondern Mozarts letztes Streichquartett ist das KV 590. Er schrieb es für den Violoncello spielenden König Friedrich Wilhelm II. von Preußen; dementsprechend „königlich“ wertete er die Cellostimme auf.
Dieses Kammerkonzert hält noch zwei weitere Entdeckungen bereit. Der syrische Geiger MAias Alyamani (der seinen Vornamen tatsächlich so schreibt) gilt als einer der führenden arabischen Künstler und hat als Solist und Improvisator mit Musikern wie Yo-Yo Ma, Daniel Barenboim und Gidon Kremer zusammengearbeitet. Sein Werk Omar stellt Mozarts Serenade ein Werk mit Einflüssen aus dem nahöstlichen Raum entgegen: Tonsysteme und Ornamente, die nicht nur anders klingen, sondern auch einen anderen Blick auf die Welt offenbaren.
Die in Havanna geborene Komponistin, Arrangeurin und Geigerin Jenny Peña Campo lebt derzeit in München. Ihre Kompositionen wurden unter anderem beim Rheingau Musik Festival und in der Philharmonie de Paris aufgeführt. Ihre Werke Camino por vereda und Variationen über „Nanga ti feo“ verbinden lateinamerikanische und afro-karibische Elemente zu neuen Idiomen. Am Schluss des Programmes steht die spannende Rückkehr zum vertrauten Mozart – wobei: Vielleicht hören Sie das Streichquartett KV 590 nun mit anderen Ohren?
Programm:
Entdeckungen
Samstag, 18. April 2026, 19.00 Uhr
Festspielhaus Erl
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Serenade für Streichtrio C-Dur KV 648 „Ganz kleine Nachtmusik“
MAias Alyamani (*1981)
Omar
Jenny Peña Campo (*1983)
Camino por vereda
Variationen über „Nanga ti feo“
Wolfgang Amadeus Mozart
Streichquartett F-Dur KV 590
Philharmonisches Streichquartett München
(Mitglieder der Münchner Philharmoniker)
Clement Courtin, Violine
Bernhard Metz, Violine
Konstantin Sellheim, Viola
Manuel von der Nahmer, Violoncello
Karten
sind erhältlich unter
www.tiroler-festspiele.at
Bericht: Tiroler Festspiele Erl – Foto: Philharmonisches Quartett von Jano Lisboa



