Wirtschaft

Erdwärme-Projekt Burghausen

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) Gluckstraße 2-9 hat sich im Rahmen ihrer Eigentümerversammlung für den Anschluss an das geplante Erdwärmenetz entschieden. Mit 84 Wohnungen zählt die Anlage zu den wichtigen frühen Kunden der ersten Ausbaustufe.

Auch die Eigentümer der Wohnanlage Brucknerstraße 43/45 sprechen sich für eine künftige Wärmeversorgung durch die Energieversorgung Burghausen (EBG) aus. Beide Liegenschaften werden von der Hausverwaltung Bader betreut und eng im Entscheidungsprozess begleitet. „Wenn bei unseren Objekten ein Heizungstausch nötig ist, prüfen wir immer, ob ein Fernwärmeanschluss möglich ist, da diese Heizungsart in Bezug auf Verlässlichkeit und Wartungsbedarf bei uns punktet“, so Katrin Bader-Schwaninger.

„Die Beschlüsse senden ein starkes Signal für das Projekt und zeigen die Bereitschaft vor Ort, auf nachhaltige Energieversorgung zu setzen“, freute sich EBG-Geschäftsführerin Tanja Erb. Im Rahmen eines Vor-Ort-Termins – auch im Beisein von Bürgermeister Florian Schneider – wurden die nächsten Projektschritte gemeinsam besprochen. Dabei wurde klar: Für die wirtschaftliche Umsetzung und den Start der ersten Ausbaustufe werden weitere Anschlüsse benötigt. „Die bisherigen Zusagen sind ein wichtiger Schritt, reichen jedoch noch nicht aus“, betonte Tanja Erb. „Die aktuellen Entscheidungen zeigen, dass das Projekt Fahrt aufnimmt. Dieses Signal ist entscheidend, um weitere Anschlussnehmer zu gewinnen und die Umsetzung voranzubringen“, ergänzte Bürgermeister Florian Schneider. Mit ihren Beschlüssen leisteten die beteiligten Eigentümergemeinschaften einen wichtigen Beitrag zur Energiewende in Burghausen.

Nachhaltige Wärmeversorgung ab 2028

Die Energieversorgung Burghausen (EBG) treibt gemeinsam mit der Stadt Burghausen und der Naturwärme Kirchweidach-Halsbach den Aufbau eines geothermischen Fernwärmenetzes für Burghausen voran. Ziel ist eine klimafreundliche und langfristig sichere Wärmeversorgung für die Stadt. Der Ausbau soll schrittweise erfolgen. In einem ersten Abschnitt sollen ab 2028 Teile der Neustadt mit größeren und kleineren Wohngebäuden mit Erdwärme versorgt werden. Als erste Ausbaugebiete wurden unter anderem die Robert-Koch-Straße, Mozartstraße, Brucknerstraße, Unghauser Straße und die Stegerwaldstraße festgelegt. Um die Wärme aus der Erde von der Geothermiebohrung Halsbach nach Burghausen zu bringen, ist eine rund zehn Kilometer lange Verbindungsleitung geplant. Für dieses Vorhaben ist die Naturwärme Kirchweihach-Halsbach verantwortlich und erhielt vor kurzem die Zusage für eine Bundesförderung in Höhe von rund 19,5 Millionen Euro. Der Baubeginn der Überlandleitung ist noch für 2026 vorgesehen.

Bericht und Foto: Stadt Burghausen / tg –  Die Bewohner der Gluckstraße 2-9 können künftig mit sicherer und nachhaltiger Energie durch Fernwärme heizen. Zum Vor-Ort-Termin kamen (v.l.) Tanja Erb, Geschäftsführerin EBG, Umweltreferent und Beirat Gunter Strebel, Mit-Eigentümerin und Beirätin Christin Moll, Erster Bürgermeister Florian Schneider, Stefan Huber (EBG) und Hausverwalterin Katrin Bader-Schwaninger.


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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