Solidarität & Lichtblicke

Chiemseehospiz – Tag der offenen Tür

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Zum Welthospiztag hat das Chiemseehospiz Bernau am 10. Oktober seine Türen geöffnet und der Bevölkerung einen umfassenden Einblick in die Arbeit des Hauses ermöglicht. Unter dem Motto „Ein‑Blick“ nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, das Hospiz als Teil ihrer Gemeinde kennenzulernen und mit den Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen.

Besonders bemerkenswert: Der Tag der offenen Tür wurde von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern selbst initiiert. Sie hatten den Wunsch, der Gemeinde Bernau nachträglich eine offizielle Möglichkeit zu geben, das Hospiz zu besuchen – denn bei der Eröffnung im November 2020 war aufgrund der Corona‑Pandemie keine öffentliche Feier möglich gewesen. Gemeinsam mit Hospizleiterin Verena Kögl und unterstützt von ehrenamtlichen Kräften plante das Team den gesamten Tag eigenständig.

Führungen, Fachwissen und Begegnungen

Von 11 bis 16 Uhr fanden im halbstündlichen Rhythmus Hausführungen statt, geleitet von den Pflegefachkräften Markus Häckl und Sandra Starzengruber. Die Rundgänge waren durchgehend gut besucht und vermittelten anschaulich, wie im Hospiz ein geborgenes Zuhause auf Zeit entsteht. Auf dem Gelände informierten mehrere Stationen über zentrale Themen der Hospizarbeit: – Aromatherapie – Letzte Hilfe Kurse – Förderverein Chiemseehospiz – Hospizvereine mit Einblicken in die ehrenamtliche Sterbe‑ und Trauerbegleitung. Dank der von der Feuerwehr Bernau geliehenen Zelte konnten alle Infostände trotz des regnerischen Wetters trocken untergebracht werden. Ein besonderes Highlight war das Herzenswunschmobil des Roten Kreuzes, das seinen Krankentransportwagen präsentierte und über seine Arbeit berichtete – schwerstkranken Menschen letzte Reisewünsche zu erfüllen.

Kulinarisches und 5.000 Euro Spende

Im großen Zelt sorgten die Hauswirtschaftskräfte des Hospizes für warme Speisen aus eigener Küche sowie ein reichhaltiges Kuchenbuffet mit selbst gebackenen Kuchen. Essen und Getränke wurden kostenfrei und auf Spendenbasis ausgegeben – ganz im Sinne der Hospizidee. Für einen bewegenden Moment sorgte der Gewerbeverein Bernau, der gegen Ende der Veranstaltung eine Spende von 5.000 Euro an den Förderverein Chiemseehospiz überreichte. Der Betrag stammt aus der 1100‑Jahr‑Feier der Gemeinde. Verena Kögl nahm die Spende stellvertretend für den Förderverein Chiemseehospiz e.V. entgegen. Trotz des unbeständigen Wetters war der Tag der offenen Tür sehr gut besucht. Viele Bernauerinnen und Bernauer nutzten die Gelegenheit, das Hospiz und seine Mitarbeitenden kennenzulernen, Berührungsängste abzubauen und sich über die vielfältige Arbeit zu informieren. Das Team des Chiemseehospiz zeigte sich erfreut über das große Interesse und die positive Resonanz. Das Chiemseehospiz wird getragen von den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land und der Stadt Rosenheim, in Zusammenarbeit mit den dort ansässigen Hospizvereinen.

Fotos: Chiemseehospiz vom Welthospiztag und Tag der offenen Tür – 1. Team Chiemseehospiz – 2. Stand Hospiz


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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