Bayerisch Gmain. Bei strahlendem Sommerwetter feierte der Klosterhof gleich zwei besondere Jubiläen: das 525-jährige Bestehen des historischen Anwesens sowie den zehnten Geburtstag des modernen Hideaway-Hotels. Zahlreiche Gäste und Ehrengäste kamen zusammen, um unter dem Motto „Begeisterung leben“ die außergewöhnliche Geschichte und Gegenwart des Hauses zu würdigen.
Hotelbetreiber Dr. Andreas Färber erinnerte an die Ursprünge des Klosterhofs als Ökonomie des Klosters St. Zeno, die bis zur Säkularisation im Jahr 1803 bestand. Heute wolle man die lange Tradition mit modernen Impulsen verbinden und den Klosterhof als Ort der Gesundheit, Inspiration und Begegnung weiterentwickeln. Dabei stünden die Verbundenheit mit der Natur, mit anderen Menschen und mit sich selbst im Mittelpunkt.
Henrike Färber hob die vielfältigen Angebote des Hauses hervor und freute sich besonders über das dreitägige musikalische Festprogramm, das die enge Verbindung des Klosterhofs mit Kloster, Sole, Salz und Musik eindrucksvoll widerspiegelte (siehe eigenen Bericht). Der Dank des Ehepaars galt zahlreichen Wegbegleitern, darunter Architekt Wolf Scherer, Künstler Wolfgang Gerner sowie den früheren Eigentümerinnen Steffi und Alex Lederer. Ein Rückblick erinnerte an die wechselvolle Geschichte des Gebäudes, das nach 1803 im Laufe der Jahrhunderte unter anderem als Bauernhof, Internat, Goethe-Institut und seit den 1980er-Jahren als Hotel genutzt wurde. In ihren Grußworten würdigten die Ehrengäste die Leistungen der Familie Färber. Alle Redner gratulierten zu den Jubiläen, dankten für den Einsatz und drückten Gratulations- und Segenswünsche aus.
Landrat Michael Koller betonte die Vorbildfunktion des Klosterhofs und seiner Geisteshaltung. Das Motto „Begeisterung leben“ bezeichnete er als gelebte Haltung und lobte die Gastfreundschaft des Hauses. Bürgermeister Armin Wierer sprach von einem Juwel als touristisches Aushängeschild und einem wichtigen Partner der Gemeinde, der bayerische Tradition mit zukunftsorientiertem Fortschritt verbindet. Staatsministerin Michaela Kaniber dankte im Namen der Bayerischen Staatsregierung und lobte die Unternehmerfamilie Färber am Heimatort, ihr Herzblut, ihre Liebe und Leidenschaft: „Ihr stellt dar, was die bayerische Identität ausmacht“. In ihrem Rückblick auf die Geschichte erwähnte sie die Schanklizenz ab 1860 für den Klosterhof als erstes Wirtshaus in der Region. Sie freute sich auch, dass bei diesem Fest mit dem ökumenischen Segen der beiden Kirchen „das christliche Abendländische gezeigt und gelebt“ werde. Sie fragte, wer in dieser digitalen Welt noch wisse, was seine Seele brauche und würdigte den Klosterhof als Leuchtturmprojekt, das Tradition, Innovation und Nachhaltigkeit beispielhaft vereine. Besonders hob sie die regionale Verwurzelung, das ökologische Engagement – EU-Eco-Label für den Klosterhof im Jahr 2022 – und die Bedeutung des Hauses für den Tourismus und den Arbeitsmarkt hervor. Als eines der Beispiele für Nachhaltigkeit nannte Kaniber eine Spende von 5,- € an die Bergwacht, wenn ein Gast auf den täglichen Handtuchwechsel verzichtet.
Den feierlichen Abschluss bildete ein ökumenischer Segen durch Dekan Markus Moderegger und Pfarrer Thomas Huber. Auch Kirche sei dem Wandel unterworfen, so Pfarrer Thomas Huber, der die Werte der Demut und des Gottvertrauens herausstellte. Nach Gebeten und Segensworten für Haus und Gäste und dem gemeinsamen „Vater unser“ durften alle „als „Gesegnete des Hauses in den Festabend an der 525 dm langen Tafel gehen“.
So wurde das Doppeljubiläum zu einem eindrucksvollen Fest der Gemeinschaft, das die reiche Geschichte des Klosterhofs würdigte und zugleich den Blick voller Zuversicht in die Zukunft richtete.
Bericht und Fotos: Brigitte Janoschka
3982: Dekan Markus Moderegger, Pfarrer Thomas Huber, Staatsministerin Michaela Kaniber, Landrat Michael Koller und Bürgermeister Armin Wierer
3998: Steffi und Alex Lederer, die früheren Hotelbesitzerinnen
4004: Nach dem gemeinsamen Gebet von Pfarrer Thomas Huber und Dekan Markus Modereger segnet letzterer das Haus und alle Gäste.
4020: Das Gemüse für die Salate steht bereit.
4024: Hier werden die Pancakes gebacken.
7587: Ein Freund der Familie Färber bringt ein Gastgeschenk mit.
7593: Der Saxofonist Federico Ramon sorgt für gute Stimmung.










