Gesundheit

Behandlungen in bayerischen Krankenhäusern

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden im Jahr 2025 insgesamt 2,71 Millionen Patienten (Fallzahl) in den 345 bayerischen Krankenhäusern vollstationär behandelt. Die Anzahl der vollstationären Behandlungen steigt damit um 0,3 Prozent gegenüber 2024. Die Berechnungs- und Belegungstage im Jahr 2025 summieren sich auf 19,53 Millionen und liegen damit leicht unter dem Vorjahreswert (-0,3 Prozent). Die durchschnittliche Verweildauer pro Fall beläuft sich auf 7,2 Tage (Vorjahr: 7,3 Tage).

Im Jahresdurchschnitt 2025 standen in den bayerischen Krankenhäusern insgesamt 73 205 Betten zur Verfügung (-0,9 Prozent gegenüber 2024), darunter 3 675 Intensivbetten (-0,6 Prozent). Die Bettenauslastung beträgt im Jahr 2025 durchschnittlich 73,1 Prozent gegenüber einem Vorjahreswert von 72,5 Prozent. Im Jahr 2025 beträgt die jahresdurchschnittliche Bettenauslastung bei den Intensivbetten 69,0 Prozent (-0,2 Prozentpunkte).

Schweinfurt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, wurden im Jahr 2025 insgesamt 2,71 Millionen Patienten (Fallzahl) in den 345 Krankenhäusern mit Sitz in Bayern vollstationär behandelt. Damit erhöht sich die Anzahl der behandelten Fälle im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent. Die Anzahl der Berechnungs- und Belegungstage beläuft sich im Berichtsjahr 2025 auf insgesamt 19,53 Millionen Tage (-0,3 Prozent gegenüber 2024). Die Verweildauer eines Patienten beträgt im Jahr 2025 durchschnittlich 7,2 Tage und liegt damit leicht unter dem Vorjahreswert (7,3 Tage).

Durchschnittliche Bettenauslastung liegt bei knapp drei Viertel
In den bayerischen Krankenhäusern sind im Jahr 2025 im Jahresdurchschnitt insgesamt 73 205 Betten aufgestellt (-0,9 Prozent gegenüber 2024), darunter 3 675 Intensivbetten (-0,6 Prozent im Vergleich zu 2024).

Die durchschnittliche Bettenauslastung beträgt im Jahr 2025 bezogen auf alle bayerischen Krankenhäuser 73,1 Prozent (2024: 72,5 Prozent). Bei den Intensivbetten ist der jahresdurchschnittliche Nutzungsgrad um 0,2 Prozentpunkte gesunken und liegt nach 69,2 Prozent im Vorjahr nun bei 69,0 Prozent.

Mit 67,9 Prozent überwiegt der Anteil aufgestellter Betten in Krankenhäusern in öffentlicher Trägerschaft, während 21,8 Prozent in Krankenhäusern mit privater Trägerschaft und 10,3 Prozent in Häusern mit freigemeinnützigen Trägern vorhanden sind.

Von den 345 Krankenhäusern mit Sitz in Bayern verfügen 90,1 Prozent bzw. 311 über weniger als 500 Betten. 7,5 Prozent der Einrichtungen, also 26, umfassen zwischen 500 und 999 Betten. Acht Krankenhäuser, das ist ein Anteil von 2,3 Prozent, sind als große Häuser mit 1 000 oder mehr aufgestellten Betten einzuordnen.

Relative Anzahl der Krankenhäuser auf niedrigstem Stand seit 2010
Die Anzahl der Krankenhäuser befindet sich im Jahr 2025 mit 345 auf dem relativ gesehen niedrigsten Stand im Betrachtungszeitraum von 2010 bis 2025 (in 2010: 373).

Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik – Foto: Hötzelsperger  (RoMed Krankenhaus in Prien a. Chiemsee)

Hier sehen Sie eine Tabelle mit dem zeitlichen Verlauf der Krankenhäuser insgesamt und aufgestellter Betten insgesamt seit 2010 - Öffnet große Ansicht

Der Rückgang ist primär auf Klinikschließungen sowie Krankenhauszusammenschlüsse zurückzuführen. Durch die Fusion mehrerer eigenständiger Häuser zu einer wirtschaftlichen Einheit reduziert sich die statistische Gesamtzahl, wobei die Häufigkeit dieser Zusammenschlüsse von Jahr zu Jahr variiert.

Auch bei der Zahl der aufgestellten Betten gab es gegenüber dem Vergleichsjahr 2010 einen Rückgang (-3,4 Prozent). Die durchschnittliche Verweildauer pro Behandlungsfall liegt mit 7,2 Tagen ebenfalls unter dem Vergleichswert aus 2010 (7,7 Tage).

Hier sehen Sie eine Grafik mit der Entwicklung der Krankenhausdaten in Bayern seit 2010. - Öffnet große Ansicht

Im Jahr 2025 sind im Jahresdurchschnitt 169 680 Vollkräfte mit einem direkten Beschäftigungsverhältnis (ohne Schüler und Auszubildende sowie Personal der Ausbildungsstätten) in den bayerischen Krankenhäusern tätig. Davon gehören 29 447 zum ärztlichen Dienst und 140 234 zum nichtärztlichen Dienst. Darunter befinden sich wiederum allein 66 513 Vollkräfte im Pflegedienst.

Im Vergleich zum Vorjahr nimmt die Zahl der in den bayerischen Krankenhäusern beschäftigten Vollkräfte im ärztlichen Dienst um 610 (+2,1 Prozent) und im nichtärztlichen Dienst um 2 227
(+1,6 Prozent) zu. Die Anzahl der Vollkräfte im Pflegedienst steigt um 2 130 Vollzeitäquivalente bzw. um 3,3 Prozent.

Methodische Hinweise:
Die berichteten Zahlenwerte stammen aus der jährlich durchgeführten Statistik „Grunddaten der Krankenhäuser“. Die Statistik wird jährlich als Vollerhebung durchgeführt. Maßgeblich für die statistische Erfassung einer Einrichtung ist grundsätzlich die Wirtschaftseinheit. Ein Krankenhaus als Wirtschaftseinheit kann zudem mehrere selbstständig geleitete Fachabteilungen oder Fachkliniken umfassen. In der Statistik wird nur die Wirtschaftseinheit als solches gezählt.

Bitte beachten Sie: Der Berichtskreis der Krankenhausstatistik enthält alle klinischen Einrichtungen, auch solche, die keine staatliche Förderung erhalten. Gegenüber anderen offiziellen Veröffentlichungen (wie z. B. der Bayerische Krankenhausplan oder der Bundes-Klinik-Atlas) kann die Anzahl der Einrichtungen daher aus methodischen Gründen abweichen.

Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen zur statistischen Geheimhaltung und um
sicherzustellen, dass keine Rückschlüsse auf einzelne Einrichtungen gezogen werden können, stehen regionalisierte Zahlen nicht zur Verfügung.

Die hier berichtete einrichtungsbezogene „Fallzahl“ wird durch folgende Formel ermittelt:

(Vollstationäre Aufnahmen + Vollstationäre Entlassungen + Sterbefälle)/2.

Der Nutzungsgrad der Betten (durchschnittliche Auslastung) wird in Prozent angegeben und ermittelt sich anhand der folgenden Formel:

Berechnungs-/Belegungstage

Nutzungsgrad (in %) = —————————————————– x 100

Aufgestellte Betten x Kalendertage


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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