Das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm Wald (VNP Wald) ist ein echtes Erfolgsmodell und wird von Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern stark nachgefragt. Forstministerin Michaela Kaniber und Umweltminister Thorsten Glauber haben heute gemeinsam mit den Verbandsspitzen des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) und des Bayerischen Waldbesitzerverbandes (WBV) ein gefördertes Projekt mit Biotopbäumen im Wald bei Vaterstetten besichtigt. Aber es ging auch um die Zukunft des Programms.
Glauber und Kaniber sind sich einig: Das Vertragsnaturschutzprogramm ist ein voller Erfolg und wird weiter gestärkt. „Über das Förderprogramm konnten wir allein in den vergangenen zehn Jahren 34.000 Anträge genehmigen und Fördergelder auszahlen. Unser Angebot kommt sehr gut an und zeigt, dass wir den richtigen Weg gehen: Naturschutz und Bewirtschaftung gehen bei uns Hand in Hand. Diesen Weg gestalten wir jetzt noch einfacher, schneller und unbürokratischer. Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer stellen künftig ihre Förderanträge online und profitieren von einer vollkommen digitalen Bearbeitung“, so Kaniber. Umweltminister Thorsten Glauber betonte: “Wälder haben wichtige Funktionen für Mensch und Natur: Sie sind Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten, CO2-Senke, Erholungsraum, Lieferant nachwachsender heimischer Rohstoffe und Lebensgrundlage für Waldbesitzer. Die Biodiversität verbessert gleichzeitig die Anpassungsfähigkeit der Wälder an den Klimawandel. Mit unserem Vertragsnaturschutzprogramm Wald haben wir ein Erfolgsmodell der Transformation zu resilienten Wäldern geschaffen. Wir setzen in Bayern auf Freiwilligkeit und Kooperation. Für das Jahr 2027 stehen rund sieben Millionen Euro für das VNP Wald zur Verfügung. Das sind gute Nachrichten für Bayerns Wälder und Menschen.”
Das Förderprogramm umfasst unter anderem den Erhalt von Biotopbäumen und Totholz. Ebenfalls zu den geförderten Maßnahmen zählt das Fortführen der Mittelwaldbewirtschaftung als historische Waldnutzungsform sowie der Erhalt von Lebensräumen für Biber. Seit 2015 hat der Freistaat insgesamt mehr als 85 Millionen Euro ausgezahlt. Den größten Anteil daran haben Biotopbäume und Totholz: Bayernweit wurden seit 2015 mehr als 300.000 Biotopbäume und 130.000 Totholzelemente über VNP Wald gefördert. Die Förderhöhe beträgt bis zu 220 Euro je Biotopbaum. Die neue Antragsperiode startet ab 9. November, heuer erstmals online und volldigital über das bekannte Waldförderportal (https://www.stmelf.bayern.de/ibalis). Bei Interesse und Fragen zum Programm unterstützen die Försterinnen und Förster der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (https://www.waldbesitzer-portal.bayern.de/service/foersterfinder/index.html) sowie die örtlich zuständige untere Naturschutzbehörde.
Weitere Informationen zum Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm Wald finden Interessierte unter:
(https://www.waldbesitzer-portal.bayern.de/unser_angebot/vertragsnaturschutzprogramm/index.html) – ein Angebot des Forstministeriums und
(https://www.stmuv.bayern.de/themen/naturschutz/naturschutzfoerderung/vertragsnaturschutzprogramm_wald/index.htm) – ein Angebot des Umweltministeriums.
Bericht und Foto: Bayerisches Landwirtschaftsministerium / Pia Regnet/StMELF – Bild zeigt Staatsministerin Michaela Kaniber und Staatsminister Thorsten Glauber gemeinsam mit Dr. Norbert Schäffer (Vorsitzender des LBV, 1.v.l.) sowie Bernhard Breitsameter (Präsident des WBV, 4.v.l.) beim Waldbegang zum VNP Wald.




