Natur & Umwelt

Schulausflug in die Wildnis

Veröffentlicht von Günther Freund

Grundschüler entdecken das Nationalparkzentrum Falkenstein

Raus aus dem Klassenzimmer und rein in die herbstliche Wildnis. Das hieß es jüngst für 33 Kinder der vierten Klassen der Grundschule Aiterhofen. Gemeinsam mit einem Team aus Waldführern und Teilnehmenden am Freiwilligen Ökologischen Jahr galt es das Nationalparkzentrum Falkenstein zu erkunden. Die Entdeckungsreise führte ins Tier-Freigelände und ins Haus zur Wildnis.

Waldführer Rainer Bastl brachte seiner Gruppe etwa Luchs und Wolf näher. Dafür hatte er zwei Stoffmaskottchen dabei. Die Schülerinnen und Schüler tauften das Duo Wolfi und Pinsel, ehe es auf der gesamten Führung immer wieder eingebunden wurde. Bei bewegungsintensiven Spielen lernten die Kinder im Anschluss zum Beispiel viel über die Verhaltensweisen der beiden Tierarten. Ein weiteres Highlight war die grasende Herde der Przewalski-Pferde. Als die Frage „wieviel kostet so ein Wildpferd?“ kam, antwortete Rainer Bastl nur: „Die sind unendlich wertvoll“.

Neben den tierischen Bewohnern lernten die Kinder spannende Fakten über den Wald. Da ging es etwa darum, was einen Nationalparkwald überhaupt ausmacht. Und was ist eigentlich der Unterschied zu einem Wirtschaftswald? Warum ist Totholz gar nicht tot? Was passiert mit dem Chlorophyll in den Blättern, wenn sie sich im Herbst bunt färben? Bei den Antworten auf diese und viele weitere Fragen durften die Schülerinnen und Schüler fleißig mitarbeiten. Als Lohn dafür ließen sich schließlich auch die beiden im Gehege lebenden Wölfe blicken.

Ermöglicht wurde der Ausflug durch den Dichtungshersteller Wallstabe & Schneider aus Niederwinkling. Die Firma tritt seit einigen Jahren als Förderer der Nationalpark-Umweltbildung auf. Ein Teil der Kooperation ist die Bezuschussung von Buskosten für Schulklassen aus dem Landkreis Straubing-Bogen. „Dafür möchten wir uns nochmal herzlich bedanken“, sagt Lisa Keilhofer, pädagogische Mitarbeiterin im Haus zur Wildnis. „Gerade für Schulen aus dem weiteren Nationalparkumfeld ist ein Besuch bei uns ohne finanzielle Unterstützung kaum noch machbar. Dabei ist es in einem Alltag voller Smartphones wichtiger denn je, gemeinsam die Natur zu erleben und über sie zu lernen.“


Redaktion

Günther Freund

1944 in Bad Reichenhall geboren, Abitur in Bad Reichenhall, nach dem Studium der Geodäsie in München 3 Jahre Referendarzeit in der Vermessungs- und Flurbereinigungsverwaltung mit Staatsexamen, 12 Jahre Amtsleiterstellverteter am Vermessungsamt Freyung, 3 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Zwiesel und 23 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Freyung (nach Verwaltungsreform mit Vermessungsamt Zwiesel als Aussenstelle). Seit 2009 im Ruhestand, seitdem in Prien am Chiemsee wohnhaft.

Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich geschützt!