Kultur

Neues Leitungstrio für Münchner Kammerspiele

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Münchner Kammerspiele bekommen ab der Spielzeit 2028/29 eine neue Intendanz: Anja Dirks, Antú Romero Nunes und Jörg Pohl werden das Theater vom 1. September 2028 an zunächst für fünf Spielzeiten gemeinsam leiten. Dem hat der Kulturausschuss des Münchner Stadtrats heute zugestimmt und ist damit einer Empfehlung des Kulturreferenten auf der Grundlage der Ergebnisse der vorgelagerten Findungskommission gefolgt. Die endgültige Entscheidung hierzu trifft der Stadtrat in seiner kommenden Vollversammlung am 25. November 2026. Das neue Leitungsteam soll damit Barbara Mundel nachfolgen, die das Haus von der Spielzeit 2020/21 an übernommen hat und noch bis zum Ende der Spielzeit 2027/28 leiten wird. 

Dirks, Nunes und Pohl konnten sich in mehreren Abstimmungsrunden unter zahlreichen, renommierten Mitbewerbenden durchsetzen. Derzeit leitet das Trio als kollegiales Team erfolgreich die Schauspielsparte am Theater Basel. Bürgermeisterin und Juryvorsitzende Mona Fuchs: „Ich bin überzeugt, dass das Team aus Anja Dirks, Antú Romero Nunes und Jörg Pohl unser traditionsreiches Schauspielhaus hervorragend leiten wird. Die Münchner Kammerspiele gehören zu den bedeutendsten Bühnen des Landes und stehen für ein Theater, das neue Perspektiven eröffnet und künstlerisch ganz eigene Wege geht. Unter den zahlreichen Bewerbungen konnte uns das Team mit seinem partizipativen Führungsmodell und dem Anspruch, den avantgardistischen Charakter des Hauses ebenso wie seinen inklusiven Schwerpunkt zu erhalten und weiterzuentwickeln, am meisten überzeugen. Ich bin sicher, dass es damit wichtige Impulse für ein erfolgreiches und diverses Sprechtheater auch weit über München hinaus setzen wird.“

Kulturreferent Marek Wiechers: „Über die Auswahl von Anja Dirks, Antú Romero Nunes und Jörg Pohl als künftiges Leitungsteam der Münchner Kammerspiele freue ich mich sehr und danke dem Kulturausschuss des Stadtrats für die Unterstützung dieser Wahl. Ihre gemeinsame künstlerische Leitung wurde bereits in Basel vielfach gefeiert. Ich bin sicher, das Trio kann das Profil der Kammerspiele kenntnisreich, umsichtig und mit neuen Impulsen erweitern und stärken. Die unterschiedlichen, einander ergänzenden Expertisen sind bestens geeignet, das Haus in eine erfolgreiche, theaterstarke Zukunft zu führen und dem Publikum der Stadt ein großartiges Theatererleben zu bieten. Ich freue mich auf die Kammerspiele hoch drei.“

Anja Dirks, Jörg Pohl, Antú Romero Nunes: „Wir freuen uns außerordentlich darauf, die große und inklusive Ensembletradition der Münchner Kammerspiele in die Zukunft weiterzuspinnen. Mit internationalen Perspektiven, Durchlässigkeit zur Stadtgesellschaft und dem Bewusstsein für Geschichte und Identität des Hauses möchten wir die Kammerspiele als Weltstadttheater prägen – lokal verankert, mit kosmopolitischem Horizont. Wir stehen für ein Theater als Anderswelt in der Welt, analog, sinnlich, körperlich, mit der Kunst gemeinschaftlich agierender Schauspieler*innen im Zentrum.“ Anja Dirks ist eine Kuratorin und Dramaturgin mit langjähriger Erfahrung in der nationalen und internationalen Theater- und Festivalszene. Der Schauspieler Jörg Pohl spielte vor Basel erst am Schauspielhaus Zürich, dann am Thalia Theater Hamburg. 2023 erhielt er mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring einen der renommiertesten Theaterpreise im deutschsprachigen Raum. Regisseur Antú Romero Nunes arbeitet an bedeutenden deutschsprachigen Bühnen wie dem Thalia Theater Hamburg, Berliner Ensemble und Wiener Burgtheater. Er ist bekannt für seine verspielten, bildstarken Inszenierungen und war bereits zweimal beim Berliner Theatertreffen eingeladen.

Bericht und Foto: Stadt München, Presseamt / Michael Nagy –  Foto von (v.l.) Bürgermeisterin Mona Fuchs mit dem neuen Leitungstrio Antú Romero Nunes, Anja Dirks und Jörg Pohl sowie Kulturreferent Marek Wiechers  

 

 

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Schöne Grüße

Christopher Haarhaus

 

Landeshauptstadt München

Presse- und Informationsamt


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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