Kultur

Konrad Schmid – NATURNAH

Veröffentlicht von Günther Freund

Stimmungsvolle Ausstellungseröffnung im Waldgeschichtlichen Museum St. Oswald. Es sind filigrane Blätter, Strukturen von Waldrändern oder Hügeln, gewundene Flusslandschaften oder auffällige Formen im Gestein, die Konrad Schmid inspirieren.

Seit Donnerstag, 1. Oktober, sind Werke des renommierten und mehrfach ausgezeichneten Künstlers unter dem Titel „NATURNAH“ im Waldgeschichtlichen Museum in St. Oswald zu sehen. Die stimmungsvolle Ausstellungseröffnung vergangenen Donnerstag ließen sich rund 60 kunst- und kulturinteressierte Gäste nicht entgehen. „Nicht mit der Fülle der Farben und Formen, die das Auge hinreißen und überschwemmen, möchte ich Begeisterung wecken, sondern mit ganz entgegengesetzten Mitteln, mit Andeutungen mit Abstraktion und Reduktion“, sagte Konrad Schmid einst selbst über seine Kunst. „Schönheit entfaltet sich nur im freien Raum.“ Wie sehr die reduzierten Holzschnitte des Künstlers aus dem Landkreis Passau mit viel Raum für Interpretation Geist und Fantasie anregen, betonte auch Stefan Rammer in seiner Laudatio. „Alle Arbeiten von Konrad Schmid bestehen letztendlich aus Linien. Sie gehen fort, sie münden im Horizont, sie enden nicht, wirken weiter, verweisen auf das Ferne, zu dem sie streben.“ Jedes Bild sei nur ein kleiner Ausschnitt eines großen Ganzen. „Wenn sie sich tief in die Bilder versenken, sich einlassen auf diese Begegnung, dann landen sie vielleicht in den Landschaften ihrer eigenen Seele.“ Rammer lud die Besucher ein, an Flussläufen Rast zu machen, an Ackerrainen oder über Spuren nachzusinnen, die sich in der Weite verlieren.

 

 Freuten sich über eine gelungene Vernissage: (von links) Laudator Stefan Rammer, Künstler Konrad Schmid und Museumsleiter Christian Binder. (Foto: Julia Reihofer/Nationalpark Bayerischer Wald)

Dieser Einladung folgend, streiften die Gäste nach der feierlichen Eröffnung durch die Ausstellung und lauschten den Klängen der Gruppe „Pine Cone“, die den Abend musikalisch umrahmten.

Christian Binder, Leiter vom Waldgeschichtlichen Museum, bedankte sich bei den zahlreichen Besuchern und beim Museumsverein St. Oswald-Riedlhütte, der die neue Ausstellung unterstützte.

Die Werke von Konrad Schmid sind von bis zum 4. April 2027 von Dienstag bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr (Montag Ruhetag, außer an Feiertagen) im Waldgeschichtlichen Museum St. Oswald zu sehen.


Redaktion

Günther Freund

1944 in Bad Reichenhall geboren, Abitur in Bad Reichenhall, nach dem Studium der Geodäsie in München 3 Jahre Referendarzeit in der Vermessungs- und Flurbereinigungsverwaltung mit Staatsexamen, 12 Jahre Amtsleiterstellverteter am Vermessungsamt Freyung, 3 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Zwiesel und 23 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Freyung (nach Verwaltungsreform mit Vermessungsamt Zwiesel als Aussenstelle). Seit 2009 im Ruhestand, seitdem in Prien am Chiemsee wohnhaft.

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