Land- & Forstwirtschaft

Schwend-Einsatz auf der Steinbergalm

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Achental/Kampenwand. Am 19. September 2026 fand auf der Steinbergalm (Gemeinde Schleching/Gemeinde Aschau) eine Schwendaktion im Rahmen des Projekts „Almen.Leben.Achental“ statt.

Gemeinsam mit den Almbauern packten 12 Freiwillige tatkräftig mit an, um die wertvolle Almfläche am Südhang der Kampenwand von kleinen Fichten, Astmaterial und Gehölzen zu befreien. Dabei stand für Achental-Gebietsbetreuerin Magdalena Bahr auch das Gemeinschaftserleben im Vordergrund. Für jeden der Teilnehmenden war an diesem Samstagvormittag sowohl deutlich sichtbar und spürbar, was die eigenen Hände schaffen können, als auch, was geleistet werden kann, wenn viele Hände gemeinsam mitanpacken. Mit der eigenen Arbeit etwas Gutes für die Natur zu tun und die Almbauern durch die Hilfe zu entlasten, stifte Sinn und sei erfüllend, beobachtet Magdalena Bahr. Für sie und Projektmanagerin Christiane Mayr war die Aktion ein voller Erfolg.

Die offenen, lichtreichen Almweiden sind nicht nur prägend für das Landschaftsbild und wichtiges Kulturerbe, sondern auch ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche seltene und bedrohte Arten und somit für den Erhalt der Biodiversität in Bayern. Die aufwendige Schwendarbeit der Almbauern trägt ganz wesentlich zum Erhalt dieser besonderen Kulturlandschaft und ihrer Artenvielfalt bei. Dennoch ist die Schwendarbeit auf den weitläufigen Hochlagen für viele Almbauern in der heutigen Zeit allein kaum mehr zu meistern und so wächst ihnen das Ganze buchstäblich über den Kopf.

Das vom Bayerischen Naturschutzfond und dem Bezirk Oberbayern geförderte Projekt „Almen.Leben.Achental“, für das die Ökomodellgemeinden die Trägerschaft übernommen haben, unterstützt die Almbauern bei diesen Maßnahmen. Mit der Helferdatenbank können darüber hinaus Almbauern und Helfende unmittelbar zusammengebracht werden. Almbauern können ihre Projekte unter https://www.oekomodell.de/helferdatenbank/ anmelden, wenn sie Hilfe brauchen.

Ein Win-Win für beide Seiten, findet Magdalena Bahr. Es entstehe eine Kultur der gegenseitigen Wertschätzung und ein ganz neuer Blick sowohl bei den Almbauern als auch bei den Freiwilligen. So sei der gemeinsame Arbeitstag vor traumhafter Kulisse für die Helfenden immer wieder ein prägendes Erlebnis und ein spannender Einblick in die Almwirtschaft. Aber auch den Almbauern gebe es viel, wenn Menschen sich Zeit nähmen, sie zu unterstützen. Bei der anschließenden, liebevoll von den Frauen der Almbauern hergerichteten Brotzeit kam manch einer ins Schwärmen und die Zufriedenheit stand allen ins Gesicht geschrieben.

Wenn auch Sie sich entweder als Helfer registrieren wollen oder als Almbauer oder Landwirt ein Projekt planen, bei dem Sie auf Hilfe angewiesen sind, können Sie sich gern über die Helferdatenbank melden.

Text und Bildmaterial: Katharina Bellerich


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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