Bittgang des Trachtenvereins Griesstätt nach Berg – ein Bekenntnis zum Glauben, zur Hoamat und zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder
Es hat schon eine lange Tradition und ist ein echtes Bekenntnis zum Glauben, zur Hoamat und zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder, der alljährliche Bittgang des Trachtenvereins, der dieses Jahr am Sonntag, den 13. September stattfand. Bei schönem Wetter machten wir uns von der Pfarrkirche Griesstätt auf den 3 km langen Weg nach Berg. Angeführt von den Ministranten mit Kreuz wurde dabei fleißig der Rosenkranz gebetet. Den feierlichen Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Jakubowski. Lesung und Fürbitten wurden, wie immer, sehr schön vorgetragen von Helmut Schuster.
Pfarrer Jakubowski stellt in den Mittelpunkt das Evangelium diesen Sonntags: Ein Knecht ging zu seinem Herrn und flehte inniglich um Aufschub seiner Schulden, daraufhin erließ er ihm sogar alle Schulden! Jedoch gewährte er selbst einem anderen Knecht nicht mal die Stundung seiner Schuld bei ihm, als der ihn um Aufschub bat, sondern er ließ ihn ins Gefängnis werfen. Dieses Verhalten wurde seinem Herrn vorgetragen, der ihn dann ebenfalls ins Gefängnis werfen ließ. Hätte der Knecht, dem alle Schulden erlassen wurden, nicht vielmehr auch Mitleid mit seinem Mitknecht haben müssen!
Die zentrale Botschaft des Evangeliums und von Jesus lautet: Wir sind aufgefordert zu vergeben, nicht einmal, nicht siebenmal, sondern 7×70 mal sollen wir vergeben, was soviel bedeutet wie immer und immer wieder! Jeder Mensch hat einen wertvollen Schatz in sich, den hl. Geist, den Pfarrer Jakubowski symbolhaft als Vogel auslegte. Dieser erfüllt uns mit Liebe! So können auch wir unseren Mitmenschen immer wieder vergeben und auch wir können darauf vertrauen, dass uns vergeben wird. Als symbolisches Zeichen verteilte Pfarrer Jakubowski dann kleine Vogelfiguren an die anwesenden Kinder, was diese sichtlich erfreute.
Wunderbar und feierlich musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Griesstätter Gruppen (Musikanten und Sängerinnen unter Leitung von der Brigitte Huber sowie jungen Ziacherern). Dann gings wieder betend zurück nach Griesstätt. Im Anschluss traf man sich gemütlich im Jugendheim zum Frühschoppen. Herzlichen Dank für die gute Bewirtung und Vergelts Gott allen die beim Gottesdienst mitgewirkt und die mitgegangen sind, auch wenn wir beim Bittgang nicht so viele waren. Erfreulicher Weise war die Kirche beim Gottesdienst in Berg dann gut gefüllt.
Text : Hanslmeier Pankraz, Pressewart
Fotos: Pankraz Hanslmeier, Konrad Angerer









