Kürzlich setzte die CSU Wössen ihre sehr gut besuchte Veranstaltungsreihe der Ortsspaziergänge bzw. Ortstermine bei schönstem Sommerabendwetter fort. Der fünfte Ortsspaziergang respektive 25. Ortstermin widmete sich der Stromversorgung Unterwössen.
Rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter Erster Bürgermeister und Ortsvorsitzender Johannes Weber, Dritte Bürgermeisterin Andrea Größ, CSU-Fraktionssprecherin und Gemeinderatsmitglied Katharina Wagner sowie die Gemeinderatsmitglieder Matthias Schweigl, Martin Nieß, Michael Weikl, Philip Spanier und Andreas Nieß, nutzten die Gelegenheit, sich direkt vor Ort zu informieren. Besichtigt wurden auf der Tour die Elektrizitätswerke in der Garbmühle, am Kaltenbach und am Daxenberg. Anlagen, die seit Generationen einen wichtigen Beitrag zur Stromversorgung in Unterwössen leisten. Bereits seit Anfang der 1900er Jahre wird hier mit Wasserkraft Strom erzeugt – eine beeindruckende Erfolgsgeschichte nachhaltiger Energieversorgung.
Als Referenten führten Anton Döllerer, Mitinhaber und Mitgeschäftsführer der Stromversorgung Unterwössen Döllerer & Greimel GmbH mit den E-Werken in der Garbmühle und am Daxenberg, sowie Thomas Döllerer, Inhaber des E-Werks am Kaltenbach, durch die Geschichte und Technik ihrer Anlagen. Besonders beeindruckend ist die Anlage im Ortsteil Garbmühle, die bereits seit 1913 zuverlässig elektrische Energie liefert.
Anschaulich erläuterten Toni Döllerer und Tom Döllerer die Funktionsweise der Wasserkraftwerke: von der Wasserfassung über Druckleitungen und Turbinen bis hin zur Stromerzeugung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfuhren, wie die Energie des fließenden Wassers in den Generatoren in elektrische Energie umgewandelt wird. Gleichzeitig wurde deutlich, dass regelmäßige Wartung, technische Modernisierung und ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur entscheidend für den langfristigen Betrieb der Kraftwerke sind. Die historischen Hintergründe beleuchtete mit seinem umfangreichen heimatkundlichen Wissen Kreisbaumeister a.D. Bernhard Greimel. Er schilderte die Anfänge der Elektrifizierung Unterwössens zu Beginn des 20. Jahrhunderts und die Geschichte der besuchten Anlagen und gab Einblicke in die Lebensumstände zu diesen Zeiten.
Der Ortsspaziergang machte deutlich, dass die kleinen Wasserkraftwerke bis heute ein wichtiger Bestandteil der örtlichen Energieversorgungsinfrastruktur sind und zugleich ein Stück lebendige Heimatgeschichte. Ein herzliches Dankeschön richteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Anton Döllerer, an Thomas Döllerer sowie an Bernhard Greimel. Eine wieder sehr informative, rundum gelungene Veranstaltung.
Bericht und Foto: Klaus Hellmich


