„Alles auf Position – drehfertig – wir drehen – Ton ab – Klappe!“ Viele Male hörte man in den zurückliegenden Tagen diese Angaben bei den Filmaufnahmen zum Kriminalfilm „Mimi und ihr Krimi“, die am Marktplatz in Neubeuern gedreht wurden.
Techniker, Kameraleute, Komparsen und Helfer wurden von der Regieleitung positioniert – ebenso die Schauspieler, darunter Jutta Speidel und Max von Thun. Der Straßenverkehr war über zwei Tage eingeschränkt, zahlreiche Zuschauer verfolgten das Geschehen. Fast wie in den frühen 50er‑Jahren, als Neubeuern ein Filmdorf war und zahlreiche Produktionen entstanden, etwa „Die Landärztin“ mit Marine Koch. Wie schnell ein Dorfbild verändert werden kann, zeigte sich in den Vorbereitungen: Aus dem Verkehrsamt/Gästeinfo wurde das Rathaus, der ehemalige Kramerladen im Maierhofer‑Anwesen verwandelte sich in eine Polizeistelle, der Eingang zur ärztlichen Praxis wurde zum Eingang der Bäckerei, und aus dem Traditionsgasthaus „Zum Stangenreiter“ wurde „Die Alte Post“.
Wer einen fertigen Film sieht, weiß nicht, wie oft eine Szene gespielt wird, bis sie passt. Mal ist es der Text, der nicht richtig rüberkommt, dann bestimmte Bewegungen, plötzlich verändert sich das Tageslicht – oder die Kirchenglocken schlagen die Viertelstunde im unpassenden Moment. Alles noch einmal! Die Zeit darf dabei keine Rolle spielen.
Bericht und Bilder: Thomas Schwitteck











