Solidarität & Lichtblicke

„Loisachtaler“ Maxkron feiert und spendet

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Unter dem Leitspruch „Hoamat im Herz’n, Brauchtum im Leb’n“ durfte der Gebirgstrachten-Erhaltungsverein „Loisachtaler“ Maxkron e.V. sein 125-jähriges Gründungsjubiläum feiern. Was 1901 mit 14 heimatverbundenen Gründungsmitgliedern begann, fand am Sonntag, den 30. August auf dem Festgelände an der Penzberger Berghalde seinen festlichen Höhepunkt. Den ganzen Festsonntag lang zeigte sich, was Trachtengemeinschaft im Kern ausmacht: lebendige Tradition, tiefe Heimatverbundenheit und ein starker sozialer Zusammenhalt über alle Generationen hinweg.

Schon am frühen Sonntagmorgen herrschte reges Treiben auf der Berghalde. Treu dem Leitgedanken „Loisachtal“ hießen die Maxkroner Trachtler ihre Patenvereine, die Barmstoana Benediktbeuern und die D´Waxnstoana Antdorf, sowie zahlreiche Vereine aus dem Loisachgau und die Ortsvereine herzlich willkommen. Ebenso durften sie erstmals einige jener Trachtenvereine begrüßen, die das „Loisachtal“ im Namen tragen. Von dem Festzelt formierte sich daraufhin der Kirchenzug hinauf zur Barbarakapelle. Vor der imposanten Kulisse des Oberlandes zelebrierte die Festgemeinde unter freiem Himmel einen bewegenden Festgottesdienst. Pfarrer und Zelebranten erinnerten daran, dass das Bekenntnis zu Glaube, Sitte und Tracht auch nach eineinviertel Jahrhunderten das tragende Fundament der Gemeinschaft bildet.
Im Anschluss bot sich den vielen hundert Zuschauern entlang der Straßen ein imposantes Bild: Rund 1.200 Trachtlerinnen und Trachtler, prächtige Fahnenabordnungen, Festkutschen mit den Ehrengästen und Musikkapellen zogen durch die Stadt Penzberg zum Festzelt. Im festlich geschmückten Zelt auf der Berghalde ging es anschließend weiter. Nach den feierlichen Ansprachen überbrachten die Gastvereine ihre Glückwünsche. Die Kinder- und Jugendgruppe sowie die Aktiven zeigten mit schneidigen Plattlern und Tänzen ihr Können. Den runden Abschluss eines unvergesslichen Jubiläumstages bildete am Abend der stimmungsvolle Festausklang mit der „Oana nochn Andan Musi“. Wie tief die Trachtler in der Gemeinschaft verwurzelt sind und dass ihnen mehr als Feiern am Herzen liegt, wurde am Montag beim traditionellen Seniorennachmittag des Penzberger Volksfests deutlich. Als bekannt wurde, dass die Stadt Penzberg aufgrund notwendiger Sparmaßnahmen die traditionelle Bewirtung der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger heuer nicht mehr im gewohnten Rahmen finanzieren konnte, war für die Loisachtaler Maxkron klar: Man ließ die Senioren nicht im Stich.

Kurzerhand initiierte der Verein eine große Spendenaktion. Die Hilfsbereitschaft und Solidarität der Penzberger Bürgerinnen und Bürger, der örtlichen Betriebe sowie zahlreicher Gönner war überwältigend: Fast 19.000 Euro kamen innerhalb kürzester Zeit zusammen.
Dank dieses Spendenergebnisses konnten am Volksfestmontag alle Penzberger Seniorinnen und Senioren ab dem 65. Lebensjahr zu einem halben Bier und einem halben Hendl eingeladen werden. Umrahmt von Musik und Auftritten der Trachtler erlebten hunderte Seniorinnen und Senioren ein paar gesellige, unbeschwerte Stunden. Der Verein steuerte zudem ein reichhaltiges Kaffee- und Kuchenbuffet bei, das ebenfalls kostenfrei allen Besuchern bereitgestellt wurde.
Ein herzliches Vergelt’s Gott galt allen Spenderinnen, Spendern und Betrieben für ihre Großzügigkeit zugunsten des Fests und der Senioren, den Musikanten sowie allen Helferinnen und Helfern vor und hinter den Kulissen. Ebenso wurde allen Trachtenvereinen aus nah und fern für ihr Kommen zum 125-jährigen Gründungsfest und ganz besonders den Vereinsmitgliedern der „Loisachtaler“ Maxkron für ihren unermüdlichen Einsatz gedankt. Mit Stolz blickt der Verein auf 125 Jahre Vereinsgeschichte zurück – und mit Zuversicht in die kommenden Jahre. Treu dem guten alten Brauch

Bericht und Bild: Stefan Jäger, 2. Vorstand G.T.E.V. Loisachtaler Maxkron e.V.

 


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Toni Hötzelsperger

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