Gastronomie

2. Apfelfest in Haberland

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Berchtesgadener Land. „Phänomenal“ und „spätestens jetzt weiß jeder, wo Haberland liegt. So viele Leute waren wohl noch nie in unserem Dorf“ – so klangen die Kommentare vor drei Jahren beim ersten Apfelfest im Sortenerhaltungsgarten in Haberland. Nun ist es wieder so weit: Am Sonntag, 27. September 2026, findet von 10 bis 16 Uhr das zweite Apfelfest in Haberland, Saaldorf‑Surheim, statt.

Vor drei Jahren hatten die 19 Gartenbauvereine des Berchtesgadener Landes zu einem gemeinsamen Fest eingeladen, um nach Corona wieder Schwung zu holen, ihre Arbeit vorzustellen, den neu entstandenen Sortenerhaltungsgarten zu präsentieren – und vor allem, um gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen. Mit dem folgenden Besucherandrang hatten selbst die ehrenamtlichen Helfer nicht gerechnet. Schnell waren sich alle einig: Dieses Fest darf keine einmalige Angelegenheit bleiben. Im Mittelpunkt steht auch beim zweiten Mal natürlich der Apfel – in all seinen Farben, Formen und Geschmacksrichtungen. Die Besucherinnen und Besucher erwartet eine Sortenausstellung mit rund 100 Apfel‑ und zahlreichen alten Birnensorten.

Ein besonderer Publikumsmagnet werden wohl auch in diesem Jahr die eingeladenen Pomologen, also Fachleute für Obstsorten. Sie bestimmten die von Besuchern mitgebrachten Früchte – und hatten dabei beim ersten Apfelfest alle Hände voll zu tun. Die Schlange vor dem Bestimmungstisch wurde so lang, dass dieses Jahr zwei weitere Sortenkundler eingeladen wurden. Die Fachleute freuen sich bereits auf viele knifflige und interessante Fruchtproben. Wer den Namen eines unbekannten Obstbaumes herausfinden möchte, sollte mindestens vier gut ausgereifte Früchte aus der besonnten Oberkrone mitbringen. So stehen die Chancen für eine zuverlässige Bestimmung am besten.

Wer kein eigenes Obst in seinem Garten pflücken kann, wird beim Apfelfest fündig. Es werden Früchte aus regionalen Streuobstbeständen verkauft. Zwar sind diese nicht so makellos wie die Supermarktware, dafür haben diese Früchte – und auch die Bäume – noch nie Pestizide gesehen und leisten im Vergleich zu Apfelplantagen einen großen Beitrag zur Artenvielfalt und einer ästhetisch ansprechenden Kulturlandschaft.

Für diejenigen, die bereits beim ersten Apfelfest in Haberland dabei waren, dürfte besonders die Entwicklung des Sortenerhaltungsgartens interessant sein. Er entstand im Rahmen des Projekts „Apfel.Birne.Berge – alte Obstsorten im Alpenvorland“ und hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Waren beim ersten Apfelfest erst knapp die Hälfte der geplanten 200 Bäume gepflanzt, stehen inzwischen jeweils 100 Spindel‑ und Hochstämme im Sortenerhaltungsgarten. Die Bäume sind gut angewachsen und machen die Entwicklung des Projekts unmittelbar erlebbar. Wie der Sortenerhaltungsgarten entstanden ist und welche Idee dahintersteckt, erfahren Interessierte bei zwei Führungen um 10:30 Uhr und um 14 Uhr. Treffpunkt ist jeweils an der Infotafel unter dem Nussbaum.

Nach den Erfahrungen des ersten Apfelfestes rechnen die Gartenbauvereine auch heuer mit vielen Besuchern. Deshalb wurden das Angebot und der Platz erweitert. Ein Zirkuszelt mit Kinderprogramm sorgt dafür, dass auch die jüngsten Besucher wieder voll auf ihre Kosten kommen. Für musikalische Unterhaltung und gemütliche Stimmung sorgen drei Jugendblaskapellen. Auch das kulinarische Angebot wird erweitert: Mehr Verpflegung und familienfreundliche Preise sollen dafür sorgen, dass niemand hungrig nach Hause gehen muss.

Beim Wetter wollen die Veranstalter nichts dem Zufall überlassen. Ein Festzelt für rund 200 Personen mit festem Boden bietet ausreichend Platz und macht das Apfelfest weitgehend wetterunabhängig.

Die 19 Gartenbauvereine freuen sich darauf, am Sonntag, 27. September, zahlreiche Obst‑ und Gartenfreunde, Familien und alle Interessierten in Haberland begrüßen zu dürfen. Die Anreise mit dem Auto ist von der Laufener Landstraße kommend bis zum Dorf Haberland möglich. Dort stehen Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Wer mit dem Fahrrad kommt, spart sich rund 200 Meter Fußweg. Fahrradständer befinden sich direkt am Festgelände.

Das Apfelfest findet bei jedem Wetter statt.

Text:  Landratsamt Berchtesgadener Land – Fotos: Sepp Stein


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Toni Hötzelsperger

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