Kultur

Jubiläum beim FLM Glentleiten

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

2026 wird das Freilichtmuseum Glentleiten des Bezirks Oberbayern 50 Jahre alt. Diesen runden Geburtstag feiert die Kultureinrichtung oberhalb des Kochelsees mit sogenannten FeierTagen immer am ersten Sonntag im Monat. Jeweils eines der historischen Gebäude und ein dazu passendes Thema stehen bei den vielfältigen Programmen im Mittelpunkt. Am Sonntag, 6. September, dreht sich alles um den Werkstoff Holz und um die Zollingerhalle aus Warngau, in der bis 1971 ein Sägewerk in Betrieb war.

Unter dem Motto „von Hand gemacht“ erwartet Besuchende an diesem Aktionstag ein buntes Programm mit Handwerksvorführungen, Mitmachangeboten und Führungen: Die historische Säge aus Potzmühle ist in Betrieb. Zimmerer, ein Drechsler, Holzbildhauer und ein Edelweißschnitzer sind bei der Arbeit zu sehen. Wer wissen will, wie ein Blockbau entsteht und in sich aufgebaut ist, kann beim Errichten eines kleinen Blockbaus zusehen. Außerdem ist das Grünholzmobil zu Gast; dort dürfen nicht nur Kinder mit frischem Holz werkeln – sägen, hobeln, drechseln, klopfen, hämmern. Und an einem der historischen Museumsgebäude wird gearbeitet: Die Glentleitner Zimmerer erneuern an diesem Tag ein Holzschindeldach.

Spannende Einblicke bieten Führungen durch die aktuellen Sonderausstellungen „AlltagsSchätze“ und „ZeitRäume“ sowie durch die Zollingerhalle. Mit einem Förster erkunden Große und Kleine die an der Glentleiten vorkommenden kleinen Wälder und Baumarten. Für musikalische Unterhaltung sorgt die Musikkapelle Wall. Für Bürgerinnen und Bürger aus der Gemeinde Warngau, der Heimatgemeinde der Zollingerhalle, ist der Eintritt an diesem Tag frei (bitte Nachweis mitbringen).

Die Zollingerhalle
Das ehemalige Sägewerk erhielt im Freilichtmuseum Glentleiten den Namen „Zollingerhalle“ wegen seiner besonderen Dachkonstruktion, dem Lamellendach, das nach seinem Ingenieur und Erfinder Friedrich Zollinger benannt ist. Für ein Sägewerk bot diese Bauweise eine große Grundfläche ohne platzraubende Ständer. Das Gebäude wurde 1928 erbaut und bis 1971 von Marinus Bichler und seiner Familie betrieben. Unter anderem ein Rucksack samt Zubehör und Werkzeug, den seine Tochter dem Museum spendete und der an der Zollingerhalle präsentiert wird, erzählt heute von Marinus’ Arbeitsalltag im Sägewerk.

Besuchsinformation
Das Freilichtmuseum Glentleiten ist am 6. September von 9 bis 18 Uhr geöffnet, die Adresse lautet An der Glentleiten 4 in 82439 Großweil. Die Reihe der Glentleitner FeierTage wird am 4. Oktober fortgesetzt mit „Drehmomente – von Wasserkraft und Pferdestärken“ rund um die historische Tankstelle aus Brem.

Details zum Programm und aktuelle Infos unter www.glentleiten.de/programm.

Bericht und Bilder:  Bezirk Oberbayern, FLM Glentleiten, Foto: Nixdorf / Sauer / Bauer


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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