Ende Juni 2026 beträgt der Auftragsbestand im bayerischen Bauhauptgewerbe nominal 18,75 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung um 5,7 Prozent gegenüber dem Wert des Vorjahres. Dabei erhöht sich der Tiefbau preisbereinigt seit 2021 um gut 30 Prozent, während der Auftragsbestand im Wohnungs- und Hochbau zuletzt stagniert.
Schweinfurt. Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik verzeichnet das bayerische Bauhauptgewerbe Ende Juni 2026 Auftragsbestände von insgesamt 18,75 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreswert entspricht dies einem Plus von 1,01 Milliarden Euro bzw. 5,7 Prozent.
Wohnungsbau: Leichte Erholung, aber weiter verhalten
Der Wohnungsbau legt im Vorjahresvergleich nominal um 0,8 Prozent auf einen Bestand von über drei Milliarden Euro zu. Preisbereinigt liegt der Auftragsbestand jedoch um 2,4 Prozentpunkte unter Vorjahresniveau. Seit 2021 ist insgesamt eine Phase rückläufiger bzw. stagnierender Entwicklungen zu beobachten. Aktuell liegen die Hochbausparten preisbereinigt knapp 25 Prozent unter dem Durchschnittsniveaus des Basisjahres 2021.
Tiefbau: Deutliche Zuwächse seit 2021
Demgegenüber zeigt der Tiefbau eine anhaltend dynamische Entwicklung: Ende des zweiten Quartals 2026 liegt der preisbereinigte Auftragsbestand 33,1 Prozent über dem Wert des Basisjahres 2021.
Zuwächse in fünf Regierungsbezirken zwischen 2,0 und 36,6 Prozent
In fünf der sieben bayerischen Regierungsbezirke steigen die Auftragsbestände gegenüber dem Vorjahr. Die nominalen Zuwächse liegen dabei in Oberbayern, Oberfranken und Unterfranken im einstelligen Bereich zwischen 2,0 und 5,6 Prozent. Zweistellige Zuwächse werden in Schwaben mit 26,2 Prozent und in Mittelfranken mit 36,6 Prozent realisiert. Bestandsrückgänge werden in Niederbayern mit 3,3 Prozent und der Oberpfalz mit 4,7 Prozent verbucht.
Auftragsbestand je Betrieb
Insgesamt wurden 1 744 Betriebe in die Erhebung einbezogen. Der durchschnittliche Auftragsbestand pro Betrieb beträgt damit 10,7 Millionen Euro gegenüber 10,1 Millionen Euro im Vorjahresmonat. Das entspricht einem nominalen Anstieg von sechs Prozent.
Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik – Foto: Hötzelsperger


