Leitartikel

40 Jahre Burschenverein Altenbeuern

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Mit einem imposanten Auftakt begannen die Festlichkeiten zum 40‑jährigen Bestehen des Burschenvereins Altenbeuern. Zufrieden zeigte sich Sepp „Wagner“ Schneebichler über die einheitliche Gesamtleistung in der Vorbereitung am und rund um das Anwesen beim Scheurer zwischen Altenbeuern und Holzham. Die Tenne und das weitläufige Freigelände mit schattenspendenden Bäumen waren bestens hergerichtet, um die zahlreichen Gäste zu empfangen.

Die tropischen Temperaturen veranlassten die Verantwortlichen zu einem schnellen Umbau: Der geplante Bieranstich wurde vom Innenbereich ins Freie verlegt, ebenso der Platz für die Musikanten des „Beirer Blech“, die die Besucher bestens unterhielten. Aufgrund des starken Andrangs musste der Bieranstich um knapp eine Stunde verschoben werden. Als schließlich jeder seinen Platz gefunden hatte, konnte Bürgermeister Christoph Schneider das erste Fass gekonnt anzapfen. Vorstand Sepp Schneebichler begrüßte die Gäste und übermittelte den Dank an die Hausherren Georg und Anni Stephan für die Bereitschaft, das Jubiläumsfest ausrichten zu können. Mit Bürgermeister Schneider, Vorstand Schneebichler und den Hausleuten stießen auch Markus Waldmann von der Firma Auerbräu sowie Zweiter Bürgermeister Konrad Stuffer an.

Der Verein zählt derzeit 86 Mitglieder, insgesamt waren bisher rund 180 Burschen Mitglied. Der überwiegende Teil ist aufgrund von Verehelichung ausgeschieden – die Verbundenheit blieb jedoch bei den meisten bestehen. Von den 15 Gründungsmitgliedern konnten 12 begrüßt und im Foto festgehalten werden. Verstorben ist Josef Stuffer, Saxenkam. Andi Paul („Nockl“) fand aus dem fernen Pfaffenwinkl den Weg zurück zu seinen Gründungsfreunden. Die große Verbundenheit zum Burschenverein zeigte sich durch den zahlreichen Besuch, der bis in die späteren Abendstunden anhielt. Die Bewirtung mit Kesselfleisch sorgte für eine sichere Grundlage.

Bereits eine Stunde vor dem offiziellen Beginn des Bier- und Weinfestes am Folgetag setzte erneut ein starker Besucherandrang ein, um die besten Plätze zu ergattern. Weit über 1000 Besucher belegten die Anziehungskraft, die den Festen des Burschenvereins innewohnt. Die Lustigen Bergla spielten zur stimmungsvollen Unterhaltung, sodass viele Gäste erst spät den Heimweg antraten. Eine laue Sommernacht, gute Stimmung und beste Bewirtung trugen sicher dazu bei.

Festsonntag – Gemeinschaft im Glauben

Die Verbundenheit über die Vereinsgrenzen hinaus zeigte sich am Festsonntag. Das Feldkreuz, das der Burschenverein vor mehr als drei Jahrzehnten an der Eichendorffstraße nach Holzham errichtete – entstanden aus einer gemeinsamen Aktion –, war Treffpunkt des Festgottesdienstes mit Pfarrer Christoph Rudolph. Im Kirchenjahr wird dort bei der Fronleichnamsprozession der erste Altar aufgebaut.

„Gemeinsamkeit“ war die zentrale Aussage des Ortsgeistlichen: So wie dieses Miteinander die Bindung im Burschenverein stärkt, Ideen entwickelt, Aufgaben löst und Freude schafft, so solle es auch Grundlage christlichen Handelns sein. Gemeinsam im Glauben stark zu sein, sei das Ziel. Pfarrer Rudolph bedankte sich für Aktionen wie das Ponyreiten im Ferienprogramm oder die gemeinsame Gestaltung eines Jugendgottesdienstes mit dem Dirndlverein. In den Fürbitten gedachte man aller Verantwortlichen in den Vereinen, die Aufgaben für die Gemeinschaft übernommen haben. Vorstand Sepp Schneebichler und seine Vorstandskollegen gedachten mit einer Kranzniederlegung am Altar der Verstorbenen. „Großer Gott, wir loben dich“ und die Bayernhymne waren Bekenntnis zu Glauben und Heimatverbundenheit. Mit einem Blumenstrauß bedankte sich Schneebichler bei Sabine Fischer für die langjährige Pflege des Feldkreuzes. Die Nachfolge ist durch ihre jüngere Schwester geregelt, die diese Aufgabe seit einiger Zeit übernommen hat und ebenfalls mit Blumen bedacht wurde.

Festzug und Ausklang

Das einmalige Ereignis eines Festzuges nach Holzham und zum Scheurer-Anwesen führte die Musikkapelle unter der Leitung von Florian Paul an, gefolgt vom Festverein, den Fahnenabordnungen der Vereine und zahlreichen Festgästen. Ein geselliges Treiben in der Tenne und auf dem Freigelände mit herzlicher Verbundenheit rundete ein gelungenes Jubiläum ab.

Bericht und Fotos: Thomas Schwitteck

Foto 380: Bürgermeister Christoph Schneider hat gekonnt angezapft – verbunden mit den besten Glückwünschen für den Burschenverein. Mit dabei: Markus Waldmann von der Firma Auerbräu (Mitte) sowie rechts Vorstand Sepp Schneebichler.

Foto 384: Ein zufriedener Vorstand Sepp Schneebichler über ein gelungenes Fest. Mitte: Zweiter Bürgermeister Konrad Stuffer, links Bürgermeister Christoph Schneider.

Foto 423: Die Gründungsmitglieder hinten stehend, vorne die aktuelle Vorstandschaft: v. l. Johann Heiß, Ludwig Paul, Josef Schneebichler (Vorstand), Lorenz Poll, Felix Paul, Elias Gigler, Christoph Stocker, Michael Poll.


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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