Kultur

Virtuoses im Ettendorfer Kircherl

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Alpenbaroque – virtuose Musik an historischen Orgeln  – In Südbayern und angrenzenden Gebieten in Österreich wurden ab dem 17. Jahrhundert eine Vielzahl von Orgeln gebaut. Zum Glück sind einige davon erhalten, die nun heute einen Eindruck von Klangästhetik und historischen Bauweisen geben und sich perfekt in das wachsende Interesse an Originalklang-Konzerten einfügen.

So kuratiert Robert Schlegl aus Bad Reichenhall am 15.08.26 um 19.30 Uhr ein Konzert an der historischen Orgel von 1669 im ‚Ettendorfer Kircherl‘:

Im Zusammenspiel mit dieser einmaligen Orgel wird der aus Linz stammende Bassus Stefan Zenkl, begleitet von Robert Schlegl an unterschiedlichen Barockposaunen, Werke von Monteverdi, Frescobaldi und weiteren italienischen Komponisten des 17. Jahrhundert zu Gehör bringen. Zudem wird die Orgel auch solistisch ihre Klangschönheit entfalten. Das Zusammenspielen von Barockposaune und Vokalstimme ist eine feine, aber in dieser Zeit übliche Kombination. Die Instrumentalisten waren damals angehalten, die menschliche Stimme als Ideal anzunehmen und eine perfekte Klangsymbiose mit dieser zu entwickeln: “per imitar la voce humana” – die menschliche Stimme zu imitieren. Dies ist umso bedeutsamer, da ein Zusammenspiel der Orgel mit Blasinstrumenten lange Zeit nicht möglich war. Erst seitdem durch ein Crowdfunding im Jahre 2021 speziell angefertigte Blasinstrumente maßgefertigt werden konnten, ist dies möglich.

Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten. Informationen zu dem Konzert sind erhältlich:
https://www.kultur-gut.org  – St. Vitus und Anna, Ettendorfer Kircherl  – Georgistraße  – 83362 Surberg


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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