Land- & Forstwirtschaft

Besuch bei Privatmolkerei Bauer

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Kaniber würdigt neues Produktionsgebäude der Privatmolkerei Bauer als Beispiel für starken Mittelstand

Wasserburg am Inn Die bayerische Milchwirtschaft ist mit 52 Molkereien stark mittelständisch geprägt. Ein Beispiel hierfür ist die Privatmolkerei Bauer, die gerade ein neues Produktionsgebäude eingeweiht hat. Das Unternehmen reagiert mit dieser Investition auf die steigende Nachfrage nach pflanzlichen Produkten und bleibt zugleich ein starker Akteur im Bereich der Milchverarbeitung.

Bei der Einweihungsfeier hob Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber die Bedeutung des Mittelstands für den Wirtschaftsstandort Bayern hervor: „Die Privatmolkerei Bauer wartet nicht ab, sondern packt an: Die Investition steht für unternehmerische Zuversicht, Innovationskraft und Verantwortung gegenüber den Beschäftigten und der Region.“ Und weiter sagte Kaniber: „Zukunft entsteht dort, wo Forschung, Entwicklung und Praxis zusammenkommen; dort, wo Ideen nicht nur gedacht, sondern umgesetzt werden. Gerade im ländlichen Raum entscheiden solche Investitionen darüber, ob Arbeitsplätze erhalten bleiben, junge Menschen eine Perspektive in ihrer Heimat finden und regionale Wirtschaftskreisläufe funktionieren.“ Ländliche Räume seinen keine Räume zweiter Klasse, sondern Kraftzentren des Freistaates, betonte die Ministerin. „Wer im ländlichen Raum investiert, stärkt nicht nur einen einzelnen Betrieb. Er stärkt die ganze Region. Diese Investition gibt auch unseren landwirtschaftlichen Familienbetrieben verlässliche Perspektiven.“

Zugleich unterstrich Kaniber die Bedeutung einer engen Partnerschaft zwischen Landwirtschaft und verarbeitender Wirtschaft. „Eine starke Lebensmittelwirtschaft ist auf leistungsfähige landwirtschaftliche Betriebe angewiesen. Landwirtschaft wiederum braucht verlässliche Partner in Verarbeitung und Vermarktung. Das eine funktioniert nicht ohne das andere.“ Wer Ernährungssouveränität ernst nehme, dürfe die heimische Lebensmittelproduktion nicht durch immer neue Belastungen und Auflagen schwächen. „Wir können nicht ständig von Versorgungssicherheit sprechen und gleichzeitig die Betriebe ausbremsen, die sie tagtäglich gewährleisten. Wer Ernährungssouveränität will, muss die landwirtschaftlichen Betriebe, Molkereien und regionalen Verarbeitungsstrukturen erhalten und stärken“, machte Kaniber deutlich.

Gerade die Krisen der vergangenen Jahre hätten deutlich gezeigt, wie verletzlich internationale Lieferketten seien. „Wenn Märkte unter Druck geraten und Lieferketten ins Wanken kommen, zeigt sich, worauf sich ein Land wirklich verlassen kann. Bayern weiß, was es an seiner Land- und Ernährungswirtschaft hat. Diese Stärke dürfen wir nicht leichtfertig aufs Spiel setzen“, so die Ministerin abschließend.

Bericht und Foto: Bayerisches Landwirtschaftsministerium / Judith Schmidhuber/StMELF -Bild zeigt Staatsministerin Michaela Kaniber im Gespräch mit Heiko Modell (CEO Bauer Gruppe) und weiteren Ehrengästen beim Rundgang durch das neue Produktionsgebäude der Privatmolkerei Bauer.

 


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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