Aktuell rund 5,5 Hektar Fläche betroffen – Rund 200 Einsatzkräfte im Einsatz
Übersee. Ein Waldbrandeinsatz beschäftigt seit den Nachtstunden die Einsatzkräfte im Gemeindebereich Übersee (Landkreis Traunstein). In einem Waldstück nahe der Ortschaft Damberg brennen derzeit rund 5,5 Hektar Wald-, Gestrüpp- und Moorfläche. Rund 200 Einsatzkräfte der Feuerwehren, des Bayerischen Roten Kreuzes, der Bergwacht, des Technischen Hilfswerks und der Polizei sind aktuell vor Ort im Einsatz. Aufgrund der starken Rauchentwicklung musste die Autobahn A8 zwischen den Anschlussstellen Grabenstätt und Bernau gesperrt werden. Zudem wurde über das Modulare Warnsystem (MoWaS) eine Gefahreninformation veröffentlicht. Eine akute Gefahr für die Bevölkerung besteht derzeit nicht. Was das Feuer ausgelöst hat, ist derzeit noch unklar.
Gegen 23:45 Uhr am 28. Juni wurde zunächst Alarm für die Feuerwehren Bernau (Landkreis Rosenheim) und Umgebung ausgelöst. Bei der Erkundung stellte sich heraus, dass es sich um einen Waldbrand beim Damberger Filz (Chiemseemoos) im Gemeindebereich Übersee handelt. Daraufhin wurde die Alarmierung angepasst. Aufgrund des erhöhten Koordinierungsbedarfs wurde Kreisbrandrat Christof Grundner zum Örtlichen Einsatzleiter bestellt.
In der ersten Einsatzphase wurden umfangreiche Riegelstellungen mit Strahlrohren aufgebaut und die direkte Brandbekämpfung eingeleitet. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung errichteten die Einsatzkräfte mehrere lange Schlauchleitungen. Zusätzlich wurde mithilfe von
Kreisregnern eine Feuerwiderstandslinie eingerichtet. Die Maßnahmen zeigen derzeit Wirkung, sodass die Brandausbreitung innerhalb weniger Stunden eingedämmt werden konnte. Zur Lagebeurteilung kommen Drohnen der Bergwacht und der Polizei zum Einsatz. Darüber hinaus konnte bereits in der Nacht ein Hubschrauber eine erste Übersicht aus der Luft liefern.
In den Morgenstunden sollen außerdem Hubschrauber der Bayerischen Polizei eingesetzt werden, die mit Außenlastbehältern Löschwasser über dem Brandgebiet abwerfen. Derzeit sind rund 200 Einsatzkräfte im Einsatz. Beteiligt sind Feuerwehren aus den Landkreisen Traunstein und Rosenheim sowie Einheiten des Bayerischen Roten Kreuzes, der Bergwacht, des Technischen Hilfswerks und der Polizei. Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung musste die Autobahn A8 zwischen den Anschlussstellen Grabenstätt und Bernau gesperrt werden. Eine Umleitung wurde eingerichtet. Darüber hinaus wurden nördlich und östlich des Chiemsees Messfahrten durchgeführt. In diesem Bereich kann es zu Geruchsbelästigungen durch Rauch kommen. Für die betroffenen Gebiete wurde eine entsprechende MoWaS-Gefahreninformation veranlasst.
Die Bevölkerung wird gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten.
Der Einsatz wird voraussichtlich einige Zeit andauern.
Über den weiteren Verlauf werden wir regelmäßig informieren. Die Bevölkerung wird eindringlich darum gebeten, das betroffene
Gebiet möglichst meiden, Einsatzkräfte nicht behindern und keine Drohnen im Umkreis zu starten.
Bericht: Gemeinde Übersee am Chiemsee / Hubert Hobmaier / Kreisfeuerwehrverband Traunstein – Fotos: Wolfgang Gasser / Kreisfeuerwehrverband Traunstein.
Stand: 6:00 Uhr









