PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM für Bettina Gräfin Bernadotte af Wisborg und Nikolaus Turner – Blume: „Sie haben Lindau zur Plattform der internationalen Wissenschaftselite gemacht“
Wissenschaftsminister Markus Blume überreicht gemeinsame Auszeichnung beim Foundation Dinner der Lindauer Nobelpreisträgertagung – Würdigung für jahrzehntelanges Engagement für den internationalen Wissenschaftsdialog – „Sie verbinden die Besten von heute mit den Besten von morgen“
MÜNCHEN/LINDAU. Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume hat Bettina Gräfin Bernadotte und Nikolaus Turner am Sonntagabend beim Foundation Dinner der Lindauer Nobelpreisträgertagung mit der Auszeichnung PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM geehrt. Mit der gemeinsamen Auszeichnung würdigt das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst ihre herausragenden Verdienste um die Lindauer Nobelpreisträgertagungen und ihren jahrzehntelangen Einsatz für den internationalen Austausch zwischen Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträgern sowie jungen Forschenden aus aller Welt.
„Sie haben Lindau zur Plattform der internationalen Wissenschaftselite gemacht. Seit Jahrzehnten bringen Sie Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger mit den Talenten der nächsten Forschungsgeneration zusammen. Hier treffen wissenschaftliche Exzellenz und junge Neugier aufeinander, hier wird Wissen weitergegeben und Zukunft gestaltet. Aus den Lindauer Nobelpreisträgertagungen haben Sie gemeinsam ein weltweit einzigartiges Forum des wissenschaftlichen Austauschs geformt – offen, international und inspirierend“, betonte Blume.
Die Lindauer Nobelpreisträgertagungen verbinden seit Jahrzehnten Generationen, Disziplinen und Ländergrenzen. Kaum ein anderes Format bringt wissenschaftliche Spitzenleistungen und die Förderung des Nachwuchses so eindrucksvoll zusammen. Jedes Jahr aufs Neue werden in Lindau Wissen weitergegeben, junge Talente inspiriert und internationale Netzwerke geknüpft.
„Bettina Gräfin Bernadotte und Nikolaus Turner stehen beispielhaft für die Kraft persönlicher Leidenschaft im Dienst der Wissenschaft. Mit Weitblick, Beharrlichkeit und großem Engagement haben sie dazu beigetragen, dass Lindau weit über Bayern hinaus zu einem Symbol für wissenschaftlichen Dialog, internationale Verständigung und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses geworden ist. In einer Zeit globaler Herausforderungen senden die Lindauer Nobelpreisträgertagungen seit 75 Jahren ein starkes Signal für Offenheit, Erkenntnis und Zusammenarbeit über Grenzen hinweg“, so Blume bei seiner Laudatio.
Zwei Persönlichkeiten, ein gemeinsames Lebenswerk
Bettina Gräfin Bernadotte prägt die Lindauer Nobelpreisträgertagungen seit mehr als zwei Jahrzehnten. Seit 2005 gehört sie dem Kuratorium an, seit 2008 steht sie ihm als Präsidentin vor. In dieser Zeit hat sie das internationale Netzwerk wissenschaftlicher Partnerinstitutionen kontinuierlich ausgebaut und die Bildungsarbeit der Tagungen gezielt weiterentwickelt. Dabei war es ihr ein wichtiges Anliegen, Wissenschaft über den Kreis der Spitzenforschung hinaus in Schulen und Gesellschaft zu vermitteln. Als langjährige Geschäftsführerin der Mainau GmbH sowie durch ihr umfangreiches ehrenamtliches Engagement ist Gräfin Bernadotte als Unternehmerin und Expertin für Nachhaltigkeit und Bildung hoch anerkannt und engagiert sich unter anderem als Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung.
Nikolaus Turner ist seit mehr als einem Vierteljahrhundert eng mit den Lindauer Nobelpreisträgertagungen verbunden. Als geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertagungen und Vizepräsident des Kuratoriums hat er die Internationalisierung der Tagungen sowie die langfristige Sicherung dieses weltweit anerkannten Forums maßgeblich vorangetrieben. Der Jurist und Stiftungsexperte engagiert sich darüber hinaus seit Jahrzehnten in zahlreichen gemeinnützigen Organisationen und wurde für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Internationale Strahlkraft für Wissenschaft und Nachwuchs
Gemeinsam haben Bettina Gräfin Bernadotte und Nikolaus Turner die Entwicklung der Lindauer Nobelpreisträgertagungen entscheidend geprägt. Die Tagungen bringen seit Jahrzehnten Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger mit herausragenden Nachwuchs-wissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern aus aller Welt zusammen. Sie gelten heute als eines der bedeutendsten internationalen Foren für den generationenübergreifenden Austausch in der Wissenschaft und stehen für die Verbindung von wissenschaftlicher Exzellenz, Bildung, Neugier, Dialog und internationaler Verständigung.
„Für Ihre außergewöhnlichen Verdienste um Wissenschaft und Gesellschaft gebührt Ihnen höchste Anerkennung. Es ist mir eine große Freude, Ihnen beiden die Auszeichnung PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM zu überreichen“, erklärte Blume bei der Übergabe.
Die Auszeichnung PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verleiht seit dem Jahr 2000 die Auszeichnung PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM an herausragende Persönlichkeiten für deren Verdienste um Wissenschaft und Kunst, seit 2008 in Form eines Bronze-Reliefs. Ziel der Ehrung ist es, Wissenschaft und Kunst als Einheit zu begreifen und ihre Bedeutung für Gesellschaft und Zukunft sichtbar zu machen. Pro Jahr werden nur bis zu acht Auszeichnungen vergeben.
Bericht und Foto: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst / Axel König, StMWK – Staatsminister Markus Blume (Mi.) mit Bettina Gräfin Bernadotte af Wisborg und Nikolaus Turner



