Helferkreis Ternopil berichtet über aktuelle Projekte und dringende Hilfsbedarfe
Der Helferkreis für die Diözese Ternopil–Ukraine e.V. informiert in seinem Sommer-Infobrief 2026 über die aktuelle Lage in der Ukraine sowie über laufende und geplante Hilfsprojekte. Seit der Jahreshauptversammlung im Frühjahr hat sich die Situation in vielen Regionen weiter zugespitzt. Besonders die anhaltenden Angriffe auf die Energieinfrastruktur treffen auch die Diözese Ternopil schwer.
Stromversorgung bleibt kritisch – Speicher für Photovoltaikanlage benötigt
Bei ihrem Besuch im Juni schilderten Bischof Firman und Pfarrer Vynnyk die Herausforderungen vor Ort. Um die Stromversorgung im Flüchtlingshaus in Zarvanytsja auch bei längeren Ausfällen sicherzustellen, wäre die Anschaffung eines Stromspeichers notwendig. Die Kosten belaufen sich auf rund 15.000 Euro. Der Helferkreis wurde um finanzielle Unterstützung gebeten und prüft eine Beteiligung je nach Kassenlage.
6.000 Euro für Kinderklinik – Hilfe für autistische und psychisch kranke Kinder
Ein Herzensanliegen von Bischof Firman ist der Aufbau einer Station für autistische und psychisch kranke Kinder in einem Kinderkrankenhaus in Ternopil. Dank der Benefizkonzerte „Klassik für die Mission“ in Aschau und Rohrdorf konnte der Helferkreis 6.000 Euro für dieses Projekt übergeben. Bischof Firman dankte allen Mitwirkenden für ihr großes Engagement.
Sommercamps für über 1.000 Kinder – Erholung vom Kriegsalltag
Seit Juni finden in den Karpaten und im Wallfahrtsort Zarvanytsja Kinder- und Jugendcamps statt, an denen über 1.000 Kinder teilnehmen. Unter psychologischer Betreuung können sie eine Woche lang Abstand vom Kriegsalltag gewinnen. Parallel dazu bieten alle 400 Pfarrgemeinden der Diözese an den Wochenenden Freizeitprogramme für Kinder an – getragen von kirchlichen Mitarbeitern und speziell geschulten Ehrenamtlichen. Die Ausbildungskosten für diese Helfer hatte der Helferkreis bereits im vergangenen Jahr übernommen. Für das diesjährige Jugendprogramm wurde ein Förderantrag bei „Sternstunden“ gestellt.
Behindertengerechtes Fahrzeug übergeben – weitere Hilfsmittel dringend gesucht
Ein großer Wunsch konnte bereits erfüllt werden: Der Helferkreis finanzierte ein behindertengerechtes Fahrzeug für den Transport von Rollstuhlfahrern. Dennoch bleibt der Bedarf hoch. Bischof Firman bittet weiterhin um Rollstühle, Rollatoren und Gehhilfen. Viele Verwundete erhalten diese Hilfsmittel während ihres Klinikaufenthalts, müssen sie jedoch bei der Entlassung zurücklassen und stehen dann ohne Unterstützung da.
Kühltransporter für gefallene Soldaten – ein besonders sensibles Anliegen
Ein weiterer dringender Wunsch betrifft die Anschaffung eines Kühltransporters. Damit sollen gefallene Soldaten würdevoll in ihre Heimatorte überführt werden können. Der Helferkreis prüft Möglichkeiten, dieses Anliegen zu unterstützen.
Kleidung für Verwundete und Bedürftige
Zudem berichtete Bischof Firman von zahlreichen Verwundeten und Kranken, die oft nur mit dem Nötigsten in die Kliniken kommen und keine Möglichkeit haben, persönliche Kleidung nachzubekommen. Der Helferkreis wird daher neue Kleidung beschaffen, um diese Menschen mit dem Allernotwendigsten zu versorgen.
„Es gibt so viele Dinge, über die wir gar nicht nachdenken“
„Für viele Betroffene in der Ukraine sind alltägliche Dinge zu unüberwindbaren Hindernissen geworden“, betont Vorsitzende Kathi Schmid. „Wir möchten weiterhin tun, was uns möglich ist – gemeinsam mit unseren Mitgliedern, Helfern, Freunden und Unterstützern.“
Helferkreis für die Diözese Ternopil – Ukraine e.V.
Bilder: Diözese Ternopil / hö – Weitere Informationen und Kontakt: www.helferkreis-ternopil.de
Spendenkonto: Sparkasse Rosenheim–Bad Aibling IBAN: DE44 7115 0000 0000 0535 38 (Bitte im Verwendungszweck die vollständige Anschrift angeben, damit eine Spendenquittung ausgestellt werden kann).










