Solidarität & Lichtblicke

JHV beim Verein „Priener helfen“

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Seit fünf Jahren gibt es in der Marktgemeinde Prien a. Chiemsee den Verein „Hilfe für Bürgerinnen und Bürger Prien am Chiemsee e.V.“, dessen finanzielle Grundlage hierfür der verstorbene Priener Ehrenbürger Hans-Jürgen Schuster schuf.   Wie helfend und aktiv der Verein mit seinen inzwischen 80 Mitgliedern ist, zeigte die gut besuchte Jahresversammlung im Gasthaus Alpenblick.

 „In Prien gibt es viele Vereine, die Gutes tun, da ist es schon eine tolle Sache, dass es auch noch einen Verein gibt, der ergänzend zu den gemeindlichen Hilfen schnell, täglich und unkompliziert für Andere da ist“ – so Zweiter Bürgermeister Michael Anner junior bei seinem Grußwort im Beisein von Priens ehemaligem Dritten Bürgermeister Martin Aufenanger und dem ehemaligen Vereinereferenten des Gemeinderates Michael Voggenauer, die beide den Helfer-Verein von Anfang an unterstützten. Den beiden galt auch der Dank der Zweiten Vorsitzenden Gudrun Orth, die für den erkrankten Ersten Vorsitzenden Fritz Seipel die Versammlung leitete. Sie informierte, dass derzeit 32 Leute als aktive Helferinnen und Helfer im Einsatz sind. Zu den Hauptaufgaben der Frauen und Männer gehören (mit Hilfe eines Sieben-Sitzer-Fahrzeuges und eines vereinseigenen Anhängers) Unterstützungen bei Wohnungsauflösungen, bei Umzügen oder bei Arztbesuchen. „Zwischen unserem Vorsitzenden Fritz Seipel und der gesamten Vorstandschaft besteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Sozialamt und gesamten Rathaus ebenso wie mit den Wohlfahrtsverbänden Caritas, Arbeiterwohlfahrt und Diakonie. Gleichwohl lebt unser Verein von den Mitgliedsbeiträgen und Spenden“ – so die Zweite Vorsitzende. Erfreulich ist, dass es ab Juni in Bernau ein Sozialkaufhaus der Diakonie gibt und dass sich weitere Ergänzungen bei den individuellen Hilfsmaßnahmen durch die Ukraine-Hilfe-Community ergeben.

Über 1.400 ehrenamtliche Stunden plus Unterrichts-Nachhilfe

Regina Seipel erläuterte als Einsatzleiterin, dass die Koordinierung von Helfern und Bedürftigen nicht immer ganz einfach ist und dass es dabei viel Abstimmungsbedarf gibt. Über 1.400 ehrenamtliche Stunden haben sich bei den verschiedensten Einsätzen für ältere Mitbürger und Alleinstehende ergeben. „Auch die Helferinnen und Helfer werden älter, so dass wir auch fortan um neue Bereitwillige Ausschau halten“, sagte die Einsatzleiterin. Ein besonderes Anliegen des Vereins ist das Projekt „Allkids“, das von Milena-Marie Preiss koordiniert wird. Zwölf Tutoren (3 Erwachsene und 9 ältere Schüler) leisten Nachhilfe für Familien, die es sich sonst nicht leisten könnten. Insgesamt 28 Spenden mit fast 1.800 Euro kamen im eigens hierfür eingerichteten Sparkassen-Spendenportal zusammen.  Passend hierzu ergänzte Kassier Achim Günther, dass mit den Spenden für Allkids 813 Nachhilfe-Vollstunden geleistet werden konnte und dass insgesamt für den Verein das Spendenaufkommen im letzten Vereinsjahr 11.000 Euro betrug.  Michael Voggenauer informierte nicht nur als Kassenprüfer über die geordneten Finanzen, er bot auch die Zusammenarbeit mit dem Betreuungsverein an. Dankbar zeigte sich Regina Seipel darüber hinaus, dass im Kinderhort, in der Mittelschule, bei der Evangelischen Kirchengemeinde und im Jugendzentrum Räume zur kostenlosen Nutzung für den Verein überlassen werden.

In ihrem Ausblick gab Zweite Vorsitzende Gudrun Orth bekannt, dass neue Mitglieder anhand eines neuen Flyers, der unter anderem auch im Rathaus ausliegt oder über die Internetseite www.priener-helfen.de zu sehen ist,  gewonnen werden sollen, dass sich der Verein beim Neubürgerempfang im Herbst präsentieren will und dass über ein Angebot zum Thema „Bewegung trotz(t) Demenz“ und über eine Handy-Sprechstunde (Service mit Sinn und Spaß), ergänzend zum bestehenden Angebot des Repaircafes und des Seniorenprogramms nachgedacht wird. Ein abschließender Dank galt noch der fleißigen Schriftführerin Andrea Bock.

Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke von der Mitgliederversammlung des Vereins „Hilfe für Bürgerinnen und Bürger Prien am Chiemsee e.V.“

 

 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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