Zum Ende der sommerlich warmen Pfingstferien zog am Sonntagnachmittag, den 31.05.2026, ein kräftiges Unwetter mit Starkwind und teils stürmischen Böen über den Chiemsee. Trotz entsprechender Wetterwarnungen befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch zahlreiche Wassersportler auf dem Bayerischen Meer.
Aufgrund des starken Wellengangs gerieten diverse Bootsbesatzungen und Wassersportler in Seenot. Die Wasserschutzpolizei Prien am Chiemsee war gemeinsam mit den umliegenden Wasserrettungsorganisationen über mehrere Stunden hinweg stark gefordert. In zahlreichen Einsätzen mussten manövrierunfähige oder havarierte Boote geborgen und Personen aufgenommen und in sichere Häfen verbracht werden.
Dank des schnellen und professionellen Zusammenwirkens aller eingesetzten Kräfte, konnten sämtliche Notlagen bewältigt werden. Nach derzeitigem Kenntnisstand kamen keine Personen zu Schaden. Die Höhe der entstandenen Sachschäden kann derzeit noch nicht beziffert werden.
Die Wasserschutzpolizei Prien am Chiemsee nimmt dieses Ereignis zum Anlass, alle Wassersportler eindringlich darauf hinzuweisen, die Wetterentwicklung auch an zunächst sonnigen und warmen Tagen aufmerksam zu verfolgen. Wetterwarnungen und Sturmwarnsignale sollten stets ernst genommen und die Fahrt rechtzeitig beendet beziehungsweise sichere Ufer- oder Hafenbereiche aufgesucht werden. Eine vorausschauende Tourenplanung und die Beachtung der aktuellen Wetterlage tragen wesentlich zur Sicherheit auf dem Wasser bei.
Bericht und Archiv-Foto: Schmidbauer, PHM, Wasserschutzpolizei Prien




