Natur & Umwelt

Gedanken zur Schöpfung

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Liebe Mitchristen und Mitchristinnen, endlich ist Sommer, denkt sich der ein oder andere. Sonne, Wärme, laue Sommerabende. Wir nutzen das schöne Wetter, um in der Natur zu sein. Und das soll und darf auch sein. Aber Sommer ist auch die Jahreszeit, die uns besonders bewusst machen kann, wie sehr wir mit der Schöpfung verbunden sind.

Es fliegen Pollen aller Art und Allergiker leiden, die Ozonwerte werden ständig überprüft und veröffentlicht, da der dreiato-mige Sauerstoff Auswirkungen auf unseren Körper haben kann, Dürren, Überschwemmungen, Wasserknappheit, etc. Und ich könnte die Liste weiter verlängern. Manchmal schwirrt uns der Kopf, auf was man alles aufpassen soll oder muss und es scheint so, als gäbe es immer mehr, was schädlich ist, je mehr wissenschaftliche Erkenntnisse wir haben.

Dennoch sollten wir uns nicht beirren lassen. Wir sind Menschen mit ei-nem Verstand und sind durchaus in der Lage zu unterscheiden und ein-zuordnen. Der Glaube an Gott kann uns dabei helfen, einen kühlen Kopf zu bewahren. Gott zeigt uns einen Weg. Gehen wir sorgsam mit dem um, was Gott uns anvertraut hat. Das Stichwort ist: Bewahrung der Schöpfung. Denn alles in der Natur hat seinen Platz und Sinn. Und wenn wir Menschen in dieses System eingreifen, müssen wir uns bewusst sein, dass die Natur darauf reagiert. Daher gilt es, immer sorgsam mit dem Geschenk der Schöpfung umzugehen. Gott verbietet uns nicht, dass wir gestalten.

Es sollte jedem klar sein, dass wir nur die eine Schöpfung haben. Am 10. Mai haben wir in Deutschland den Erdüberlastungstag gehabt, d. h. wir haben so viele Ressourcen verbraucht, wie die Natur selbst regenerieren kann. Es geht nicht darum den Weltuntergang zu beschwören und alles madig zu machen, was Spaß macht und der Erholung dient, sondern dar-auf aufmerksam zu machen, dass wir Christen Verantwortung für diese unsere Welt haben. Denken wir immer wieder daran, dass wir nicht alles immer nur Gott über-lassen können, sondern wir als Christen auch das unsere dazu tun kön-nen und müssen, damit wir nicht den Ast absägen, auf dem wir sitzen. Wir sind Teil dieser Schöpfung, wie alle anderen Geschöpfe auch. Ich wünsche allen einen schönen Juni und genießen wir das Leben.

Bericht: Pfarrer Sinha Roy, Pfarrvikar in der Pfarrgemeinde “Mariä Himmelfahrt in Prien” – Foto: Hötzelsperger (Pfarrvikar Sinha Roy in der Pfarrkirche Christkönig in Wildenwart)


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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