Aktuell aus dem Kabinett: Tierhaltung bleibt tragende Säule der bayerischen Landwirtschaft / Freistaat investiert massiv in Tierwohl und Stallumbau / Praxisgerechte Förderprogramme stärken Betriebe nachhaltig / Bayern fordert verlässliche Rahmenbedingungen vom Bund
Die Tierhaltung ist eine tragende Säule der bayerischen Landwirtschaft und sichert die Existenz von rund zwei Dritteln der Betriebe im Freistaat. Sie ist zugleich ein wesentlicher Faktor für Wertschöpfung und Beschäftigung im ländlichen Raum. Die Bayerische Staatsregierung bekennt sich klar zur Tierhaltung und zu Fleisch als regionalem Lebensmittel und schafft gezielt Rahmenbedingungen, um die Betriebe bei steigenden Anforderungen an Tierwohl, Umwelt- und Klimaschutz zu unterstützen.
Mit umfangreichen Fördermaßnahmen unterstützt Bayern den Umbau der Tierhaltung hin zu höheren Tierwohlstandards. Unsere bayerischen Landwirte stellen sich den Herausforderungen: Mit 382 Anträgen war die letztjährige Antragsrunde für Tierwohlställe überzeichnet. Ein Spitzenzeichen dafür, dass rege Bautätigkeit im Sinne des Tierwohls herrscht. Deshalb stehen in diesem Jahr mehr als 75 Millionen Euro für die Bewilligung von Tierwohlställen bereit. Davon sind bereits jetzt zu Beginn des Jahres schon 65 Millionen Euro vergeben, wie die kürzlich zu Ende gegangene erste Antragsrunde zeigt. Insgesamt sind 290 Vorhaben beantragt worden. Dank der staatlichen Unterstützung über das Agrarinvestitionsförderprogramm geht somit im Schnitt der letzten Jahre rechnerisch täglich ein neuer Tierwohlstall in Betrieb.
Ergänzend stärkt das Bayerische Programm Tierwohl (BayProTier) tierhaltende Betriebe beim laufenden Betrieb. Allein 2025 wurden für rund 200.000 Tiere Prämien in Höhe von 15,6 Millionen Euro beantragt. Weitere Programme wie die Sommerweideförderung und die Förderung digitaler Anwendungen zur Tiergesundheit leisten zusätzliche Beiträge.
Neben der finanziellen Förderung setzt Bayern gezielt auf Forschung, Bildung und Beratung. Moderne Tierwohlställe an Staatsgütern, praxisnahe Forschungsprojekte sowie eine flächendeckende Beratung durch die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unterstützen die Betriebe bei der Weiterentwicklung ihrer Haltungssysteme. Ziel ist eine wirtschaftlich tragfähige und gleichzeitig tierwohlgerechte Landwirtschaft.
Für den weiteren Umbau der Tierhaltung sind jedoch verlässliche bundespolitische Rahmenbedingungen entscheidend. Bayern setzt sich daher für eine ausreichende Finanzierung der Fördermaßnahmen, den Abbau von Genehmigungshürden sowie langfristige Planungssicherheit für Investitionen ein. Gleichzeitig fordert der Freistaat eine praxistaugliche Ausgestaltung oder grundlegende Überarbeitung bestehender Regelungen wie des Tierhaltungskennzeichnungs-gesetzes. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz stärkt Bayern seine landwirtschaftlichen Betriebe und sichert die Zukunft einer nachhaltigen, regional verankerten Tierhaltung.
Bericht: Bayerische Staatskanzlei – Archiv-Fotos: Andrea Major



