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Schlechinger Tischtennis-Siegerin

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Titel, Ehrung und Weltmeisterschaftsticket für Tokyo – Franziska Maus auf Erfolgskurs  – Interview: Überraschungssieg und große Ziele – Tennisspielerin Franziska Maus im Gespräch

Schleching-TraunsteinMit beeindruckenden Leistungen hat sich Franziska Maus in den vergangenen Wochen in den Fokus gespielt. Die Spielerin des TC Zugvogel Schwaz holte sich überraschend den Tiroler Hallenmeistertitel und überzeugte auch bei den Südbayerischen Meisterschaften. Im Interview spricht sie über ihre Erfolge, Herausforderungen – und große Pläne.

Franziska Maus, Sie sind als ungesetzte Spielerin Tiroler Hallenmeisterin geworden. Wie haben Sie das Turnier erlebt?
Das war natürlich ein unglaubliches Gefühl. Ich bin ohne große Erwartungen gestartet und konnte dann von Match zu Match immer besser in mein Spiel finden. Dass ich am Ende ohne Satzverlust den Titel gewinne, hätte ich mir vorher nicht träumen lassen.

Vor allem Ihr Halbfinale und Finale waren sehr deutlich. Was hat den Unterschied gemacht?
Ich war von Anfang an sehr fokussiert und habe konsequent mein Spiel durchgezogen. Gegen Clara Pinggera im Halbfinale und Viktoria Soier im Finale hat einfach vieles gut funktioniert. Ich konnte Druck aufbauen und habe kaum Fehler gemacht – das war entscheidend.

Neben dem sportlichen Erfolg wurden Sie auch in Traunreut geehrt. Was bedeutet Ihnen diese Auszeichnung?
Das war eine große Ehre für mich. Für meine Leistungen im letzten Jahr – insbesondere den Titel als Deutsche Meisterin in der Altersklasse 35 – zum Sportlerempfang ins K1 eingeladen zu werden, ist etwas ganz Besonderes.

Auch bei den Südbayerischen Meisterschaften in Freising lief es stark für Sie. Wie bewerten Sie das Turnier?
Ich bin sehr zufrieden. Als ungesetzte Spielerin bis ins Finale zu kommen, ist ein tolles Ergebnis. Besonders die Siege gegen starke Gegnerinnen wie Sabrina Rittberger oder Antonia Barth zeigen mir, dass ich auf einem guten Weg bin.

Im Finale mussten Sie sich dann geschlagen geben. Woran lag es?
Am Ende haben einfach die Kräfte nicht mehr gereicht. Fünf Matches in drei Tagen sind für mich körperlich sehr anspruchsvoll – vor allem, weil ich neben Familie, Job und Studium nicht das Trainingspensum habe, das eigentlich nötig wäre.

Wie blicken Sie auf die kommende Saison?
Ich bin mit dem Start in die Sommersaison sehr zufrieden und freue mich auf die Mannschaftsspiele. Ich spiele für die Damen des TV Feldkirchen-Westerham in der Landesliga 2 und für die Damen 30 des STK Garching in der Regionalliga. Unser Ziel ist klar: Wir wollen wieder ins Mannschaftsfinale, das dieses Jahr in Frankfurt stattfindet.

Sie wurden erneut für die Weltmeisterschaft nominiert. Was bedeutet das für Sie?
Das ist natürlich eine riesige Motivation. Die Weltmeisterschaft im November in Tokio ist ein großes Highlight, und ich freue mich sehr, dass ich wieder vom DTB nominiert wurde.

Ein solches Event bringt auch organisatorische Herausforderungen mit sich. Wie gehen Sie damit um?
Das stimmt, gerade finanziell ist das nicht ganz einfach. Umso dankbarer bin ich, dass ich meinen Arbeitgeber, das Sport- und Therapiezentrum Traunstein, als Sponsor für meine WM-Teilnahme gewinnen konnte. Dort finde ich auch optimale Bedingungen für meine athletische Vorbereitung, was mir enorm hilft.

Abschließend: Was treibt Sie aktuell am meisten an?
Die Freude am Tennis und die Möglichkeit, mich weiterhin auf hohem Niveau zu messen. Gerade solche Turniere zeigen mir, dass sich der Einsatz lohnt – auch wenn man nicht immer unter perfekten Bedingungen trainieren kann. wun

Bericht und Foto: Sybilla Wunderlich  – Franziska Maus beim Erhalt der Urkunde „Für herausragende sportliche Leistungen“ vom Landkreis Traunstein

 

 

 


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Toni Hötzelsperger

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