Gastronomie

Staatspreise für Bayerns beste Metzgereien

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Festlicher Rahmen im Max-Josef-Saal in der Münchner Residenz, Urkunden, Medaillen und Spitzenkräfte ihres Fachs – das sind die Zutaten für den Bayerischen Staatsehrenpreis für das Metzgerhandwerk 2026. In Vertretung von Staatsministerin Michaela Kaniber zeichnete Amtschef Hubert Bittlmayer heute die zwölf besten Metzgereien Bayerns aus.

Zudem können sich zwei Berufsschulen künftig mit dem Nachwuchspreis für ihre herausragende Ausbildungsarbeit schmücken. Anlässlich der Veranstaltung erklärte Ministerin Kaniber in einer Mitteilung vorab: „Der Staatsehrenpreis ist eine Anerkennung für außergewöhnliche handwerkliche Leistung und sehr großes tägliches Engagement. Die Preisträger stehen für Qualität, Tradition und Innovation. Sie sind große Vorbilder für die gesamte Fleischwirtschaft.“

Bayern verfügt über 2.462 Metzgereibetriebe und rund 1.600 nach EU‑Recht zugelassene Schlachtstätten. Damit ist die Schlachtstruktur im Freistaat gut ausgeprägt. Bayern ist ein zentraler Akteur in der deutschen Fleischwirtschaft. „Die Metzgerbetriebe garantieren eine flächendeckende Nahversorgung und stellen hochwertige Fleisch- und Wurstwaren her. Kurze Wege, beste Qualität. Sie tragen entscheidend zur regionalen Wertschöpfung bei“, so die Ministerin.

Der Staat verleiht den Ehrenpreis auf der Basis langjähriger Qualitätsprüfungen. In diesem Jahr haben sich 203 Betriebe mit 940 Produkten sowie sechs Berufsschulen darum beworben. Die Preisträger wählt die Jury nach mehrjährigen Qualitätsprüfungen, unter anderem durch den „Metzger‑Cup“ und die DLG‑Prüfung, aus. Erstmals hat sie zwölf statt zehn Metzgereien ausgezeichnet. Der Grund dafür: acht der zwölf Preisträger haben die maximale Punktezahl von 5,0 erreichten. Sechs dieser Betriebe mit voller Punktzahl haben ihren Firmensitz in Oberbayern.

Für die Auszeichnung müssen die Betriebe in fünf aufeinander folgenden Jahren herausragende Ergebnisse erzielen. „Hinter jeder Qualifizierung stehen Menschen, die ihr Handwerk mit Können, Sorgfalt und großer Leidenschaft ausüben. Das macht die besondere Stärke unseres bayerischen Metzgerhandwerks aus“, erklärte Kaniber.

Auch die Staatliche Berufsschule 3 in Kempten sowie die Staatliche Berufsschule I aus Ingolstadt konnten eine Auszeichnung in Empfang nehmen: Sie erhielten den Nachwuchsförderpreis im Genusshandwerk für ihre Teilnahme an der Qualitätsprüfung im Fleischerhandwerk. „Gut ausgebildeter Nachwuchs ist die beste Investition in die Zukunft unseres Metzgerhandwerks. Die ausgezeichneten Schulen legen dafür jeden Tag das Fundament“, so Kaniber. Und weiter: „Wir wollen junge Menschen für handwerkliche Berufe begeistern. Nur so können wir die Tradition und die hohen Qualitätsstandards im Freistaat auch künftig sichern“, betonte die Ernährungsministerin.

Das Ministerium unterstützt die Branche mit verschiedenen Maßnahmen. Die Investitionsförderprogramme VuVregio und die Marktstrukturförderung wurden in den vergangenen Jahren sehr gut genutzt – so gut, dass die Mittel für 2026 schon ausgeschöpft sind. „Das zeigt, dass wir mit unseren Programmen den Nerv treffen. Denn Fleisch hat Zukunft! Der durchschnittliche Fleischverzehr pro Person in Deutschland lag 2025 bei 54,9 Kilogramm, ein Anstieg von 1,4 Kilogramm gegenüber 2024.

Bericht und Foto: Bayerisches Landwirtschaftsministerium / Flo Huber  –   Bild zeigt Amtschef Hubert Bittlmayer (2. Reihe, 1.v.r.) gemeinsam mit Ehrengästen sowie den Preisträgern des Staatsehrenpreises im Max-Joseph-Saal der Münchner Residenz.

Die Preisträger 2026

Diese bayerischen Betriebe wurden mit dem Staatsehrenpreis für das bayerische Metzgerhandwerk 2026 ausgezeichnet:
  • Metzgerei Breitsameter, Mammendorf, Lkr. Fürstenfeldbruck
  • Jutta und Bernhard Delle GbR, Gundelfingen an der Donau, Lkr. Dillingen a. d. Donau
  • Metzgerei Anton Haslacher, Langenpreising, Lkr. Erding
  • Landmetzgerei Huber, Jesenwang, Lkr. Fürstenfeldbruck
  • M. Max Fleischerfachgeschäft GmbH, Hof
  • Metzgerei Peter Kraus, Neustadt a. d. Donau, Lkr. Kelheim
  • Metzgerei Nießlbeck GmbH & Co. KG, Berg bei Neumarkt i. d. OPf, Lkr. Kelheim
  • Metzgerei Stefan Peipp, Schwanstetten, Lkr. Roth
  • Metzgerei Eduard Pfleger, Kochel am See, Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen
  • Metzgerei Ruf KG, Seefeld, Lkr. Starnberg
  • Die Metzgerei Hermann Schömig GmbH, Würzburg, Würzburg
  • Metzgerei vinzenzmurr GmbH, München, München
Zusätzliche Ehrung als Nachwuchspreis im Metzgerhandwerk wurde an zwei Berufsschulen verliehen:
  • Staatliche Berufsschule 1, Ingolstadt, Klasse: NMV 12, Ingolstadt
  • Staatliche Berufsschule 3, Kempten, Klasse: Fle/Flv12 BG, Kempten im Allgäu

Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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